Der Chef der Armee reist an das Treffen der Generalstabchefs der NATO nach Brüssel

Korpskommandant Philippe Rebord wird anlässlich seiner ersten Reise an das Treffen der NATO-Generalstabchefs an ausgesuchten Sitzungen teilnehmen und einige seiner Homologen zu bilateralen Gesprächen treffen. […]

Im Fokus des NATO-Treffens steht das Projekt „Projecting Stability“, welches von den Verteidigungsministern der NATO-Mitgliedstaaten initiiert wurde und Nachbarstaaten im Süden und Osten bei der Stärkung ihrer Sicherheitsinstitutionen unterstützen soll.
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Zum irrtümlichen Raketenalarm auf Hawaii

Der irrtümliche Raketenalarm auf Hawai vom Samstag, 13.01.18 hat uns wieder einmal eine von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommene, sehr reale Gefahr in Erinnerung gerufen: Die Gefahr eines irrtümlich ausgelösten Atomkrieges. Die Welt stand schon einige Mal davor. Die Gefahr steigt, weil weltweit reichende, sehr präzise und sehr schnelle Waffen, auch konventionelle , entwickelt werden, die die Vorwarnzeit laufend verkürzen (z.B. Conventional Prompt Global Strike, Konventioneller umgehender, weltweiter Schlag). Sie soll gegenwärtig noch 3 Minuten betragen, d.h. soviel Zeit bleibt z.B. den Präsidenten Trump und Putin, um bei einem Alarm zu entscheiden, ob sie den Befehl erteilen, atomar zurückschiessen.
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Divisionär Untauglich

Divisionäre a D handeln in der Regel zurückhaltend, wenn sie sich dazu entschliessen, sich nochmals ins Tagesgeschäft einzumischen. Gefragt sind dann Ratschläge, die bei den Aktiven bisher ausser Acht gelassen wurden. Als Divisionär Untauglich gebärdet sich demgegenüber der neue Chefredaktor der ASMZ, der Zeitschrift der Schweizerischen Offiziersgesellschaft SOG, Divisionär Andreas Bölsterli. Wenig überraschend und inhaltlich richtig ergreift der frühere Kommandant der Territorialregion 2, zu der auch das Baselbiet und Basel Stadt gehören, im Editorial seiner Militärzeitschrift Partei für die vom Bundesrat bewilligte Investition in eine bessere Luftverteidigung. Dass Bölsterli dabei aber ohne weitere Begründung sagt, es müsse nun ein Jet der 5. Generation auf den Laden, kann nur mit akutem Wissensnotstand oder einseitiger Parteinahme aufgrund Ausbildungs- und Indoktrinationsjahren in den USA interpretiert werden. Oder beidem zusammen.
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Thesenpapier der Bundeswehr: Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?

Spätestens Anfang der 2020er Jahre müssen die Weichen für den Ersatz der heutigen Hauptkampfsysteme des Heeres, vor allem Panzer 87, Schützenpanzer 2000 und Panzerhaubitze M109 gestellt werden. Um die Anforderungen an die Nachfolgesysteme bzw. an die zukünftige Verteidiungsdoktrin der Schweizer Armee aufstellen zu können, muss zuerst folgende Frage beantwortet werden: Wie sieht der Kampf der Landstreitkräfte in Zukunft aus?
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Bundesrat lehnt Beschaffung von Grossraumhelikoptern ab

In Erfüllung eines Postulates aus dem Ständerat hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 2017 einen Bericht zur Option gutgeheissen, Grossraumhelikopter für die Armee zu beschaffen. Der Bericht prüft Varianten und kommt zum Schluss, dass die heutige Flotte trotz ihren Einschränkungen erhalten werden soll.
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Deutsche Militärplaner halten Zerfall der EU für denkbar

Die Bundeswehr hält ein Ende des Westens in seiner jetzigen Form in den nächsten Jahrzehnten für möglich. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus der „Strategischen Vorausschau 2040“ hervor, die Ende Februar von der Spitze des Verteidigungsministeriums verabschiedet wurde und seitdem unter Verschluss gehalten wird. […]

In einem der sechs Szenarien („Die EU im Zerfall und Deutschland im reaktiven Modus“) gehen die Autoren von einer „multiplen Konfrontation“ aus. Die Zukunftsprojektion beschreibt eine Welt, in der die internationale Ordnung nach „Dekaden der Instabilität“ erodiert, die Wertesysteme weltweit auseinanderdriften und die Globalisierung gestoppt ist.

„Die EU-Erweiterung ist weitgehend aufgegeben, weitere Staaten haben die Gemeinschaft verlassen. Europa hat seine globale Wettbewerbsfähigkeit verloren“, schreiben die Bundeswehrstrategen: „Die zunehmend ungeordnete, zum Teil chaotische und konfliktträchtige Welt hat das sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands und Europas dramatisch verändert.“
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Markt-Rundschau: Bodengestützte Luftverteidigung

Die bodengestützte Luftverteidigung (BODLUV) der Schweizer Armee ist in die Jahre gekommen: Die Wirkungshöhe ist mit rund 3’000 m über Boden zu gering, das Gleiche gilt für die Reichweite und auch die Unwirksamkeit gegenüber Lenkflugkörpern sowie Artilleriegeschossen ist heutzutage kaum mehr akzeptierbar. Ein neues System sollte jegliche Flugobjekt – also auch Drohnen, Lenkflugkörper und Artilleriegeschosse – bei Tag und bei Nacht sowie bei jedem Wetter bis auf eine Höhe von rund 15 km und einer Reichweite von rund 50 km erfolgreich bekämpfen können. Die flächenmässige Abdeckung eines solchen Systems sollte bei rund 6’000 km2 liegen. Ausserdem sollte es problemlos in den momentan bereits bestehenden Systemverbund aus Sensoren, Effektoren, Führungssystemen, Flugplätzen, Kommunikationsmitteln und Luftfahrzeugen integriert werden können, mobil einsetzbar und nicht bloss transportabel, möglichst günstig zu beschaffen (max. 800 Millionen SFr) und politisch unverfänglich sein.
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Militärischer Schengen-Raum

Das Thema «Military Schengen», so nennen es die Amerikaner, wird deshalb innerhalb der Nato und auch in den EU-Staaten seit Wochen und Monaten diskutiert. Das Vorhaben für einen «militärischen Schengen-Raum» liegt auf Druck der US-Streitkräfte auf dem Tisch sämtlicher Nato-Staaten Europas. Bis 2020 wollen die Amerikaner freie Fahrt für westliche Nato-Truppen.
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Verteidigungs- und Außenminister pfeifen auf Österreichs Neutralität

Das jüngste Treffen der EU-Verteidigungs- und Außenminister in Tallinn fand vor der Kulisse eines NATO-Truppenaufmarsches im Baltikum statt. Das russisch-belorussische Großmanöver »Sapad« bot das entsprechende Feindbild. Dies schien dem österreichischen Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) der richtige Zeitpunkt und Ort, der Neutralität des Landes zu Leibe zu rücken. Er habe sich, so der gelernte Polizist, mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) abgesprochen und man sei zur Überzeugung gekommen, sich an der geplanten EU-Militärunion »auf jeden Fall zu beteiligen.«
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Schweden übt den Krieg

Es geht Schlag auf Schlag: Während Moskau diese Woche sein Grossmanöver Sapad 2017 beginnt, hat Schweden die Kriegsspiele Aurora 17 bereits eröffnet – die grössten in dem Land seit 23 Jahren. Während sich Moskau in offizieller Leseart gegen die Gefahr aus dem Westen verteidigt, rüstet Schweden gegen eine russische Intervention. Obwohl das Land im Frieden allianzfrei und im Krieg neutral ist, machen bei den Manövern Soldaten aus mehreren Nato-Staaten mit. Allein die USA stellen 1000 der insgesamt rund 20’000 Mann. Warum dieser massive Aufmarsch in einem Land, das noch vor wenigen Jahren für UNO-Friedensmissionen probte statt für den Krieg?
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Erinnerungen an die Armee 61

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