VBS-Projekt Fitania: Alarmierender Bericht der Finanzkontrolle

Das Programm Fitania ist ein milliardenschweres Informatikprojekt des Verteidigungsdepartements VBS. Es besteht aus mehreren Teilprojekten. Laut Finanzkontrolle EFK will der Bund mindestens 3,3 Milliarden Franken in Führungsinfrastruktur, Informationstechnologie und Netzanbindung investieren (ohne bundesinternen Personalaufwand). Zusätzlich muss der Steuerzahler noch mit rund einer halben Milliarde Franken rechnen für „werterhaltende bzw. wiederkehrende Investitionen“. Die EFK kommt damit auf beeindruckende Gesamtkosten von mindestens 3,8 Milliarden Franken. Die EFK stellt dem Programm nun in ihrem gerade veröffentlichten Prüfbericht ein verheerendes wenig schmeichelhaftes Urteil aus. Insbesondere lässt aufhorchen, dass offenbar…
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FIS-Heer: Untersuchungsbericht zum 750-Millionen-Flop des Bundes veröffentlicht

FIS-Heer ist der grösste IT-Flop des Bundes. Obwohl man seit 2006 rund 750 Millionen Franken in das computergestützte Führungsinstrument der Armee investierte, konnte es nie seine ursprünglichen Zweck erfüllen. Trotzdem hat man das System nie ausser Betrieb genommen, weil man vom aufgebauten Know-How profitieren wollte.

2012 wurde entschieden, den Einsatzbereich des Systems stark einzuschränken, bis eine ausreichende Datenübertragungsfähigkeit besteht. Es wurden nicht mehr jede Gruppe, jedes Fahrzeug oder sogar jeder einzelne Soldat an FIS-Heer angeschlossen, sondern nur ganze Kompanien. Das Militär erhoffte sich, dass die Telekommunikationssysteme und die Betriebs- und Instandhaltungsbudgets durch die geringere Einsatztiefe entlastet werden. Bis 2015 sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Fis-Herr die (nun deutlich kleineren) Einsatz- und Schulungsaufträge erfüllen kann.
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3,3 Milliarden für Armee-Kommunikation

Stolz vermeldete das VBS am vergangenen Freitag, dass es die nun in Zürich stattfindende Leichtathletik-EM mit der Muskelkraft seiner Soldaten und 3,3 Millionen Franken unterstütze. Gleichentags ging auch ein Dokument online, das Ausgaben in tausendfacher Höhe ankündigte – doch das hängte die Armee nicht an die grosse Glocke. Wie der «Blick» am Mittwoch offenlegte, will die Armee in den nächsten elf Jahren 3,3 Milliarden Franken investieren, um seine Kommunikationssysteme auf Vordermann zu bringen. Laut der Zeitung käme das Projekt damit plötzlich 800 Millionen teurer zu stehen, als von VBS-Chef Ueli Maurer im vergangenen Dezember veranschlagt.

Die Grossinvestition sei nötig, um in Notlagen und Krisen einsatzfähig zu bleiben, schreibt die Armee auf ihrer Website. Da zivile Systeme in ausserordentlichen Situationen ausfallen könnten, brauche die Armee eine eigene, krisenresistente Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Davon könnten auch zivile Notfallorganisationen profitieren. […]

All diese Projekte sind aber nur Teil von etwas Grösserem, das als «Neo» (Network Enabled Operations) bekannt ist. Konkret geht es darum, die Schweizer Armee ins 21. Jahrhundert zu führen. «Vernetzte Operationsführung» nennt die Armee das Papier, welches der Computerworld exklusiv vorliegt. 9 Milliarden Dollar will VBS-Chef Ueli Maurer dafür investieren, «Fitania» sorgt lediglich für die IT-Kerninfrastruktur. Die Armee der Zukunft, heisst es im Dokument, verschiebe sich weg von doktrinalen Faktoren hin zur Informationsverarbeitung. Nicht mehr die Truppenstärke sei entscheidend, sondern dass schnell effizient reagiert werden kann. 


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VBS-Berater verdiente 10 Jahre lang mehr als ein Bundesrat

Nach den Diskussionen um die grosszügige Abgangsentschädigung für Ex-VBS-Chef Ulrich Appenzeller sorgt die Lohnpolitik im Verteidigungsdepartement schon wieder für Schlagzeilen. Laut einem Bericht der «Sonntagszeitung» verdiente ein IT-Berater während rund zehn Jahren eine halbe Million pro Jahr, 1800 Franken pro Tag. Und dies, ohne dass sein Job je ausgeschrieben worden sei. Damit verdiente der einfache Berater mehr als der Armeechef oder VBS-Chef Ueli Maurer.

Als Maurer 2010 nach Beschaffungs-Skandalen in seinem Departement reinen Tisch zu machen versprach, setzten seine Untergebenen zusammen mit einer privaten Firma zu einem Vertuschungsmanöver an. Der Berater sollte aus einer speziellen Reserve bezahlt, sein Vertrag unter den Vereinbarungen für ein Grossprojekt versteckt werden. So erhielt er auch nach 2010 über 400’000 Franken. Die Verantwortung trägt Armeechef André Blattmann. Er war über die fragwürdigen Vorgänge unterrichtet und schritt nicht ein.
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Neues Zentrum zur Bereitstellung der Bürocomputer für die Armee

Im Beisein von Bundesrat Ueli Maurer hat am 6. Mai 2014 auf dem Waffenplatz Thun die Grundsteinlegung für das neue Bereitstellungs- und Reparaturzentrum (Maintenance and Repair Center, MRC) der Führungsunterstützungsbasis (FUB) stattgefunden. Im MRC werden künftig sämtliche Bürocomputer für den Bereich Verteidigung und die militärischen IKT-Systeme konfiguriert und repariert.
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Geri Müller: „Die Armee hat keine Sicherheitskultur“

Die Logistikbasis der Armee verschickt derzeit 27 000 Briefe an ehemalige Soldaten und fordert diese auf, ihr Dienstbüchlein einzusenden, sofern noch vorhanden. Sowohl im Brief wie auch in einer Stellungnahme gegenüber der NZZ vergangenen Donnerstag schrieb die Armee von einer «Überarbeitung von Datenbeständen», verschwieg aber den Grund für die Aktion.

Erst nach Recherchen der SonntagsZeitung bestätigt Armeesprecher Walter Frik: «Die Armee hat von 247’000 Datensätzen ehemaliger Soldaten, welche zurück bis ins Jahr 2006 überprüft wurden, 27’000 Datensätze zur Rücknahme der persönlichen Ausrüstung verloren
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Erinnerungen an die Armee 61

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