Die Armee, die beste Kaderschule

Die Panzerwagen dröhnen. Soldaten stürmen aus den Fahrzeugluken, Gewehre im Anschlag. 50 Manager von Grosskonzernen aus der Schweiz verfolgen das Spektakel mit Interesse. In englischer Sprache hat sie Armeechef André Blattmann eingeladen, an einer Gefechtsübung eines Panzersappeur-Bataillons in Bülach teilzunehmen: «You will surely want to know more about the Swiss Armed Forces.» Sie wollten.

An diesem Tag erfahren sie, wie die Armee ihren Interessen dient. Schweizer Führungskräfte aus der Wirtschaft, die zugleich Milizoffiziere sind, geben ihnen Auskunft, wie sehr zivile Kader und damit die Unternehmen von militärischer Führungsausbildung und -praxis profitieren. «In der Wirtschaft wie im Militär gibt es kompromisslose und stressige Situationen», erklärt ein Offizier. Zu Einwänden der Manager, die Wiederholungskurse kämen der Geschäftswelt in die Quere, meint Blattmann: «Oft kennen wir den Preis einer Sache, ohne den Wert zu realisieren.»
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Bildungslandschaft und Armee verbessern Vereinbarkeit von Ausbildung und militärischen Dienstleistungen

Abverdienende Kader der Armee, welche direkt nach dem Dienst ein Studium aufnehmen oder weiterführen wollen, werden beim Abverdienen drei Wochen früher entlassen. Die Präsidenten der Rektorenkonferenzen der schweizerischen Hochschulen und der Höheren Fachschulen haben zusammen mit dem Chef der Armee eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung kam dank Unterstützung der Vertreter der Bildungslandschaft, der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Schweizer Armee zustande.
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Unsere Armee – die beste praktische Führungsausbildung

In den letzten 30- 40 Jahren hat die Qualität der Chefs drastisch nachgelassen. Warum? Was hat sich in dieser Zeit verändert?

  1. Immer mehr Chefs kommen aus den Managerschulen. Sie haben keine Produktekenntnisse und wissen wenig über die Produktionsmethoden. Zudem leben sie abgehoben und haben kaum persönliche Kontakte zu anderen Menschengruppen. So müssen sie sich ihre Autorität mit harschen Worten und spektakulären Entscheidungen gewaltsam erschaffen, und machen so ihre Untergebenen krank.
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vouloir, pouvoir – quoi faire?

Je viens d’être interpellé téléphoniquement, comme officier de l’armée (je suis Lt Col), par un étudiant de médecine qui vient de terminer ses études et d’obtenir son certificat de médecin. Cette personne est en passe de finir sa formation de médecin militaire. Il doit cependant encore effectuer son paiement de galons de 3 mois. Hélas le département de médecin de l’hôpital cantonal de Genève dans lequel il a été admis pour finir sa formation et son chef, un professeur, ressortissant allemand n’entend pas cela de cette oreille et refuse de laisser partir ce collaborateur en cours de formation pour les 3 mois de paiement de galons. Evidemment ce professeur n’a rien à faire de cette période de service militaire et fait pression sur le stagiaire „ou bien ou bien“, se soumettre ou se démettre.
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Rundschau: Sprungbrett Offiziersschule

Streitgespräch

Weltwoche Editorial: Was die Armee bringt

Kürzlich hielten angeblich kenntnisreiche «Headhunter» in einem Beitrag des Schweizer Radios fest, dass die Schweizer ­Armee als Rekrutierungsinstrument von ­Führungskräften ausgedient habe. Die beim Militär vermittelten Techniken seien überholt, nicht mehr zeitgemäss, den Einfühlungs- und Kommunika­tionsbedürfnissen heutiger Generationen nicht mehr angemessen. Ich halte dies für einen glatten Irrtum.
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Die Wirtschaft ist wieder scharf auf Offiziere

Lange galt: Unternehmen wollen keine Offiziere. Nicht nur weil diese jedes Jahr einige Wochen fehlen. «Auch der Führungsstil, der früher im Militär gelehrt wurde, war in der Privatwirtschaft nicht mehr gefragt», sagt Balz Stückelberger, Geschäftsführer vom Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz. Doch neuerdings sind Konzerne aber offenbar wieder scharf auf Offiziere. In einem Interview mit 20 Minuten sagt Bundesrat Ueli Maurer, der Wind in der Wirtschaft habe gedreht – man erkenne den «Mehrwert der militärischen Ausbildung» wieder an. Stückelberger bestätigt die Trendwende: «Die Ausbildungen der Armee sind viel moderner geworden.» Die Fähigkeiten der Armeekader seien darum in der Privatwirtschaft wieder gefragt.
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Geringere Bedeutung des militärischen Netzwerkes

In den Personalabteilungen wird gemäss dieser Umfrage immer weniger nach dem militärischen Grad gefragt (vgl. Grafik). Auch Zimmermann von Traitafina und Näf von Doodle bezeichnen die Kaderausbildung als nicht relevant für die Stellenbesetzung in ihren Firmen. Es sei sicher kein Nachteil, Militärdienst geleistet zu haben, sagt der Geschäftsführer des mit 300 Angestellten rund 120 Mio. Fr. Umsatz erwirtschaftenden Lenzburger Unternehmens. Ferner schade es auch im Beruf nicht, wenn man gelernt habe, Leute zu motivieren, etwa wenn alle «am Anschlag» seien. Allerdings könnten diese Fähigkeiten häufig auch zivil, z. B. in der Jungwacht oder als Trainer im Fussballklub, erworben werden. Solche Führungsqualitäten versprechen sich Personalverantwortliche seit je als Nutzen, wenn sie Offiziere einstellen (vgl. Grafik). Demgegenüber hat die Bedeutung des Netzwerkes, das man sich im Militär knüpft, abgenommen. Laut Näf von Doodle spielen die Armee-Beziehungen in der IT-Branche eine stark untergeordnete Rolle. Zimmermann weist auch auf die heute vielfältigeren Möglichkeiten der Vernetzung hin, etwa durch soziale Plattformen im Internet. 
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Schweizer Unis rechnen Wehrdienst an (Video)

Arbeitszufriedenheit der Milizangehörigen der Armee

Was in der Privatwirtschaft schon lange erkannt, wird in der Armee stark vernachlässigt, nämlich der Wert der Personalressourcen. Einseitig steht nur das Berufspersonal im Fokus, genauso wichtig ist jedoch die Zufriedenheit und damit die Motivation der Milizkader und Milizsoldaten …
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Erinnerungen an die Armee 61

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