Satire: Kriegsberichterstattung der Mainstream Medien

Armee ohne Marschbefehl

In der sicherheitspolitischen Debatte läuft zurzeit einiges schief. Seit geraumer Zeit stehen nicht mehr Bedrohungen und Risiken im Vordergrund, sondern finanzielle Aspekte. Das Gezänk um das Armeebudget hat in den letzten Jahren zuweilen skurrile Züge angenommen. Der Bundesrat wollte das Kostendach auf 4,7 Milliarden Franken plafonieren, die bürgerliche Ratsmehrheit jedoch stockte es im Herbst 2011 auf 5 Milliarden Franken auf. Das Nein zum Kampfjet Gripen hat die Kontroverse um das Militärbudget erneut entfacht. Der Bundesrat will den Rotstift ansetzen; im Parlament regt sich dagegen wiederum Widerstand.

Kommt dazu, dass im Bundeshaus die Vorstellungen über die Zukunft der Armee nicht nur zwischen linker und rechter Ratsseite auseinanderklaffen. Neuerdings herrscht auch im militärfreundlichen Lager Dissens. Die bürgerlichen Befürworter einer schlankeren Armee, die sich von veralteten Kriegsbildern und eingebunkerten Truppen löst, stossen auf Widerstand in den eigenen Reihen. Über ein Crash-Szenario wird auch in militärischen Milizverbänden nachgedacht: Dort hält sich die Begeisterung für Maurers Reformprojekt «Weiterentwicklung der Armee» (WEA) vorderhand in engen Grenzen. Eine laute Minderheit – die Interessenvereinigung «Gruppe Giardino» – disqualifiziert die von den Armeeplanern entworfene Reform als verantwortungslose Schrumpfkur.
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“Wehrhafte Schweiz” – ein einmaliges historisches Filmdokument zur Schweizer Armee

Am 12. und 13. September 2014 präsentiert Memoriav, der Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts der Schweiz, im Rahmen von “50 Jahre Expo’64″ einzigartige audiovisuelle Schätze dieser unvergesslichen Landesausstellung in einem 360-Grad-Panorama-Kino auf dem Bundesplatz in Bern. Gezeigt werden kontextualisierte Ausschnitte von “Rund um Rad und Schiene” (Thema: Schweizerische Bundesbahnen), “Wehrhafte Schweiz” (Thema: Schweizer Armee) sowie “La Suisse s’interroge” (Thema: selbstkritische Auseinandersetzung mit der Schweiz). Sie ergeben zusammen ein facettenreiches Bild einer Schweiz der 1960er Jahre: martialisch im Kalten Krieg, touristisch weltoffen in der Hochkonjunktur und zunehmend selbstkritisch in einem gesellschaftlichen Umbruch.
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Lehren aus dem VBS-Kadertag: Rechtsum kehrt, alle zur Inspektion!

Zweierlei fällt auf, blickt man auf den jüngsten VBS-Kadertag auf dem Waffenplatz Thun zurück:

  • Das VBS unter Leitung des unglücklichen Bundesrats Ueli Maurer beherrscht die Kommunikation noch immer nicht.
  • Die Schweizer Armee ist fest in Frauenhand. Wie dies sich auf die Leistungsfähigkeit und Motivation der dominierend männlichen Armee auswirkt, ist wenig bekannt.

Bundesrat Ueli Maurer verlangte von seinen „Manne und Fraue“ eine Armee, „die verständlicher, besser und sympathischer werden muss“. […]

Die jüngsten Schlachten auf den Feldern der Strategie und der Kommunikation hat das VBS, wie üblich, wieder einmal verloren. „Vorwärts marsch!“ hilft deshalb wenig, „Rechtsum kehrt, alle zur Inspektion!“ wäre angebrachter.
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False Flag Attacken in der Ukraine

Satire für den aufgeklärten Bürger

 

Cyber-Risiken: Bundesrat nimmt Jahresbericht 2013 zur Kenntnis

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung den Jahresbericht 2013 des Steuerungsausschusses über den Umsetzungsstand der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) zur Kenntnis genommen. Der Jahresbericht behandelt die aktuellen Cyber-Bedrohungen, Ziele und Kernpunkte der NCS und gibt eine Gesamtübersicht über die Umsetzungsarbeiten sowie detaillierte Informationen über den Stand der 16 Massnahmen, unter Einbezug der Kantone und der Armee, bis Ende 2013.
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Armeefilm: Vom Skandal zur Oscar-Nominierung

Der Streifen «Wehrhafte Schweiz» wurde an der Landesausstellung Expo 64 gezeigt und war ein Publikumsmagnet. Er zeigte in martialischer Manier eine schlagkräftige, gefährliche Schweizer Armee. Die inszenierte Abwehrschlacht erhielt eine Oscar-Nominierung. Zuhause löste der Film einen Skandal aus. 
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Am 18. Mai geht es um die weltweite Wahrnehmung der Schweiz

„Sich über die Schweiz lustig zu machen ist derart leicht, dass es fast unsportlich ist. …Jede Zeitung dieser Welt hat einen hämischen Artikel über die Schweiz veröffentlicht….Wisst ihr, F-18 und F-5 und Piloten wachsen nicht auf Bäumen“. (Quelle: Business Standard, Indien, 21.02.2014).

“Der Ruf der Schweiz als einer uneinnehmbaren Festung erlebte diese Wochen einen Rückschlag.“ (Quelle: Press of Atlantic City, USA, 23.02.2014)

Alle und jeder aufstrebende grössenwahnsinnige europäische Diktator, der hofft, den Kontinent zu übernehmen, will sicherlich wissen, wann er mit seiner gesamten Luftwaffe ungestört in der Schweiz landen kann“. (Quelle: zerohedge.com, eine Plattform internationaler Finanzexperten, 24.02.2014.  2013 insgesamt eine Milliarde mal angeklickt).

von Gotthard Frick, Bottmingen

Nur wenige BürgerInnen sind sich wohl bewusst, dass die Schweiz bis vor kurzem weltweit, sogar in China,  als  strikt neutrales und friedliebendstes aber wehrhaftestes Land wahrgenommen und dafür hoch geachtet und als Vorbild gesehen wurde.
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Nebulöser Luftkampf

Über den Gripen kursiere viel Unsinn, vieles sei falsch, was über den neuen Jet geschrieben worden sei. Notwendig sei deshalb eine behördlich korrekte Information für das Stimmvolk, das am 18. Mai über den Gripen entscheidet. So hat Bundesrat Ueli Maurer diese Woche am Rande einer eindrücklichen Luftwaffenpräsentation in Payerne vor Journalisten sein Engagement für den Schweden-Jet begründet. 20 Auftritte hat der Verteidigungsminister noch auf dem Programm. Dass ein Bundesrat Falschmeldungen, die er in Medien vorfindet, korrigieren darf, ja muss, ist keine Frage. Das Stimmvolk erwartet, korrekt ins Bild gesetzt zu werden.

Von Beni Gafner, Bern (Quelle: BaZ, 29.03.2014, Seite 11)

Der Chef der Armee, André Blattmann, engagiert sich an der Seite Maurers ebenfalls. Im letzten «Sonntagsblick»-Interview sagte er: «Der Gripen ist besser als die F/A-18. Er hat den bestmöglichen Radar und seine Waffen tragen notfalls weiter. Wir brauchen ein Flugzeug, das im Ernstfall ­einen Luftkampf gewinnen kann.» Ob Maurer auch diese Falschaussage seines Chefs der Armee korrigieren wird – in seinem Bestreben, um behördlich korrekte Information?
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Spin Doctors im Bundeshaus