Im Feuer der Propaganda. Die Schweiz und der Erste Weltkrieg

Die Ausstellung Im Feuer der Propaganda. Die Schweiz und der Erste Weltkrieg ist die erste Ko-Produktion des Museums für Kommunikation und der Schweizerischen Nationalbibliothek. Sie zeigt den Propagandakrieg und die grosse innere Zerrissenheit der Schweiz während dem Ersten Weltkrieg. Die rund zweihundert ausgestellten Dokumente stammen mit wenigen Ausnahmen aus den Sammlungen der beiden Häuser. Fast alle sind im Original zu sehen. Dabei handelt es sich um Zeitungen und Zeitschriften, Plakate und Postkarten, Fotografien und Grafik, Flugblätter und Depeschen, Manuskripte, Bücher und Filme. Die Ausstellung beginnt im Museum für Kommunikation mit einem Einstieg in die Thematik. In der Schweizerischen Nationalbibliothek
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Oesterreich: Lesermeinungen

Bundesminister Gerald Klug sprach davon, dass sich das Bundesheer auf die “einsatzwahrscheinlichen Szenarien” ausrichten werde. Das ist keine kluge Entscheidung! Wer legt eigentlich fest, was “einsatzwahrscheinlich” ist? Der Bundesminister? Der höchste General? Andersdenkende haben dabei keinen Platz. Richtig ist, sich auf jene Szenarien auszurichten, welche den größten menschlichen oder immateriellen beziehungsweise materiellen Schaden anrichten würden. Denn ernstzunehmende Sicherheitsstrategien gehen davon aus, dass “das Unerwartbare passieren wird”. Und die Geschichte gibt ihnen recht: Atombomben auf Hiroshima, Ardennenoffensive mit Panzern, 9/11, der Erfolg der brutalen Gruppe Islamischer Staat, und so weiter.

Hier darf auch darauf verwiesen werden, dass bei der Ausbildung von militärischen Führungskadern auf das Unerwartbare für den Gegner besonderes Augenmerk gelegt wird. Mit ein bisschen Fantasie fällt einem einiges dazu ein. Man bräuchte zudem nur aufmerksam die jüngste Medienberichterstattung zu verfolgen. Immerhin hat der Bundesminister etwas von “kritischer Infrastruktur” verlauten lassen.
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CdA verlangt Kadavergehorsam von seinen hohen Offizieren

Entstanden ist das Dokument im Armee-Ausbildungszentrum in Luzern. An einer Informationsrunde über die sogenannte «Weiterentwicklung der Armee (WEA)» wurden die höheren Stabsoffiziere auf das heiss umstrittene Reformwerk eingeschworen. Die Veranstaltung gipfelte darin, dass sämtliche anwesenden Brigadiers, Divisionäre und Korpskommandanten ihre Unterschrift unter ein gemeinsames Bekenntnis zur WEA setzten. Jene, die nicht dabei sein konnten, lieferten ihre Signatur später nach.

Mit dem Ergebnis, dass Armeechef André Blattmann am Kaderrapport vom vergangenen Dienstag in Olten eine Folie mit den Unterschriften sämtlicher 47 Schweizer Generäle präsentieren konnte. Was nicht überall gleich gut angekommen ist. Kritiker der «Weiterentwicklung der Armee» rügen den Kadavergehorsam, welchen die Armeespitze ihren Topkadern abverlangt.
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Gesucht: Kritische Geister

Kürzlich flatterte die Oktober-Ausgabe der Schweizer Zeitschrift SKYNEWS ins Haus. Als einer der mit dem “Virus aviaticus” infiziert ist, blätterte ich rasch durch die Seiten. Der Artikel auf Seite 52 mit dem vielversprechenden Titel “Zukunft nach dem Gripen-Nein” hat mich interessiert und ich las ihn vom Anfang bis zum Ende durch. Mich haben vor allem die Aussagen des Kdt LW und des VBS Departementschefs anlässlich des Informationsrapportes der Luftwaffe am 2. September 2014 in Payerne interessiert. Wurde hier jetzt endlich der schon lange erwartete Plan B skizziert?

Von Dolchstössen und westlichen Werten

Der Kampf um die politische Formierung der öffentlichen Meinung in der Ukraine-Krise durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten spitzt sich zu. Nachdem vorletzte Woche bekannt wurde, dass der ARD-Programmbeirat dem Sender schon im Juni eine tendenziell antirussische Berichterstattung und eine völlig unzulängliche Recherche vorgeworfen hat, ist jetzt auch Kritik im ZDF-Fernsehrat laut geworden. Anlass war die Frage einer überregionalen Zeitung, ob das Gremium es hinnehme, dass in ZDF-Nachrichtensendungen Milizionäre mit NS-Affinität ohne kritischen Kommentar gezeigt und in einen Zusammenhang mit “Freiheitskämpfern” gestellt würden. Der ZDF-Cefredakteur hält es mit Verweis auf einen angeblichen “Unterton” des Einwands nicht für nötig, die Frage, die von einer demokratisch gewählten Bundestagsabgeordneten gestellt wurde, zu beantworten. Gleichzeitig wird der Intendant des WDR mit der intern geäußerten Mitteilung zitiert, man müsse in den TV-Sendungen “westliche Positionen verteidigen”. Medien denunzieren Kritiker der einseitigen Berichterstattung als “fünfte Medienkolonne” Moskaus und warnen vor einem “Dolchstoß aus den eigenen Reihen”.
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Das verlorene Gedächtnis der Schweizer Armee

Das “Taschenbuch Schweizer Armee”

Offenbar als Wiederbeginn haben ab 1980 damals noch aktive oder ausgemusterte Milizoffiziere ein „Taschenbuch Schweizer Armee“ im Rahmen einer Schriftenreihe „Gesamtverteidigung und Armee“ herausgegeben. Aber eigentlich erscheine es seit über 120 Jahren als „bewährter Klassiker und sicherer Wert“, wird noch 2006 ausgeführt. In den Vorwörtern wird oft darauf hingewiesen, dass diese Publikation insbesondere dazu dient, „einem langsamen, kaum merklichen Entwicklungsrythmus zu folgen“, also bereits der Hinweis auf eine schon immer dagewesene WEA.

Herausgeber war stets ein Milizoffizier und unterstützt wurde er vom (Miliz-) Truppen Informationsdienst (TID). Die KML (Kommission für militärische Landesverteidigung) liess es sich angelegen sein lassen, dieses Podium auch für Verlautbarungen grundsätzlicher Art zu benutzen. Ab der Armee 95 mochte sich diese Personengruppe allerdings nur mehr selten für ein entsprechendes Vorwort hergeben. Die letzten Ausgaben bis 2006 wurden jeweils vom CdA allein eingeleitet.
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Satire: Kriegsberichterstattung der Mainstream Medien

Armee ohne Marschbefehl

In der sicherheitspolitischen Debatte läuft zurzeit einiges schief. Seit geraumer Zeit stehen nicht mehr Bedrohungen und Risiken im Vordergrund, sondern finanzielle Aspekte. Das Gezänk um das Armeebudget hat in den letzten Jahren zuweilen skurrile Züge angenommen. Der Bundesrat wollte das Kostendach auf 4,7 Milliarden Franken plafonieren, die bürgerliche Ratsmehrheit jedoch stockte es im Herbst 2011 auf 5 Milliarden Franken auf. Das Nein zum Kampfjet Gripen hat die Kontroverse um das Militärbudget erneut entfacht. Der Bundesrat will den Rotstift ansetzen; im Parlament regt sich dagegen wiederum Widerstand.

Kommt dazu, dass im Bundeshaus die Vorstellungen über die Zukunft der Armee nicht nur zwischen linker und rechter Ratsseite auseinanderklaffen. Neuerdings herrscht auch im militärfreundlichen Lager Dissens. Die bürgerlichen Befürworter einer schlankeren Armee, die sich von veralteten Kriegsbildern und eingebunkerten Truppen löst, stossen auf Widerstand in den eigenen Reihen. Über ein Crash-Szenario wird auch in militärischen Milizverbänden nachgedacht: Dort hält sich die Begeisterung für Maurers Reformprojekt «Weiterentwicklung der Armee» (WEA) vorderhand in engen Grenzen. Eine laute Minderheit – die Interessenvereinigung «Gruppe Giardino» – disqualifiziert die von den Armeeplanern entworfene Reform als verantwortungslose Schrumpfkur.
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“Wehrhafte Schweiz” – ein einmaliges historisches Filmdokument zur Schweizer Armee

Am 12. und 13. September 2014 präsentiert Memoriav, der Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts der Schweiz, im Rahmen von “50 Jahre Expo’64″ einzigartige audiovisuelle Schätze dieser unvergesslichen Landesausstellung in einem 360-Grad-Panorama-Kino auf dem Bundesplatz in Bern. Gezeigt werden kontextualisierte Ausschnitte von “Rund um Rad und Schiene” (Thema: Schweizerische Bundesbahnen), “Wehrhafte Schweiz” (Thema: Schweizer Armee) sowie “La Suisse s’interroge” (Thema: selbstkritische Auseinandersetzung mit der Schweiz). Sie ergeben zusammen ein facettenreiches Bild einer Schweiz der 1960er Jahre: martialisch im Kalten Krieg, touristisch weltoffen in der Hochkonjunktur und zunehmend selbstkritisch in einem gesellschaftlichen Umbruch.
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Lehren aus dem VBS-Kadertag: Rechtsum kehrt, alle zur Inspektion!

Zweierlei fällt auf, blickt man auf den jüngsten VBS-Kadertag auf dem Waffenplatz Thun zurück:

  • Das VBS unter Leitung des unglücklichen Bundesrats Ueli Maurer beherrscht die Kommunikation noch immer nicht.
  • Die Schweizer Armee ist fest in Frauenhand. Wie dies sich auf die Leistungsfähigkeit und Motivation der dominierend männlichen Armee auswirkt, ist wenig bekannt.

Bundesrat Ueli Maurer verlangte von seinen „Manne und Fraue“ eine Armee, „die verständlicher, besser und sympathischer werden muss“. […]

Die jüngsten Schlachten auf den Feldern der Strategie und der Kommunikation hat das VBS, wie üblich, wieder einmal verloren. „Vorwärts marsch!“ hilft deshalb wenig, „Rechtsum kehrt, alle zur Inspektion!“ wäre angebrachter.
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