Die Altlastensanierung militärischer Schiessplätze

Die Schweizer Armee ist seit jeher im Milizsystem organisiert und setzt auf die abschreckende Wirkung der ständigen Kampfbereitschaft. Um diese zu gewährleisten, hat die Armee ab Beginn des 20. Jahrhunderts systematisch in die Beschaffung einheitlicher Waffen und den Bau von über 900 militärischen Schiessplätzen investiert.

Nach 2 Weltkriegen und 40 Jahren kaltem Krieg hat sich die Bedrohungslage verändert. Die Truppenstärke wurde über die Jahre reduziert, als Konsequenz wird nur noch ein kleiner Teil der ursprünglichen Schiessanlagen benötigt. Nun werden alle nicht mehr genutzten Schiessplätze von den zuständigen Behörden auf Umweltbelastungen untersucht und – falls nötig – saniert.
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Rückblick der Schweizer Armee 2016 – Armee in Zahlen

Informationen auf vtg.admin.ch

Bern-Sion: Taxidienst auf Staatskosten

Mit diesen Strategen möchte man nicht in den Krieg ziehen: Das Verteidigungsdepartement hat die Umsiedlung der Militärpolizei von Bern nach Sion überraschend auf den 1. Oktober dieses Jahres vorverlegt. Geplant war, die frei werdenden Logistikbauten frühestens im Frühjahr 2018 zu beziehen. Diese Planänderung hat nun Konsequenzen: Jetzt müssen 16 von 29 zivilen Militärpolizisten bis zum Ablauf ihrer Arbeitsverträge täglich von Bern nach Sion und wieder zurück chauffiert werden.
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Die Armee zieht aus dem Oberen Emmental ab

«Militär und Langnau – das passt!» Dieses Motto beschreibe treffend die sehr konstruktive und angenehme Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Langnau und der Nachschub- Rückschub-Schulen (Ns Rs S 45) der letzten dreizehn Jahre, teilte das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in einem Communiqué mit.

Zusammen hätten einige Herausforderungen, wie beispielsweise die Umnutzung des Alten Zeughausareals, zur beidseitigen Zufriedenheit gemeistert werden können. Nun gebe es jedoch Rahmenbedingungen, welche weder durch die Gemeinde noch durch die Ns Rs S 45 beeinflusst werden könnten: die Bestandesgrössen.
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Schweizer Armee macht auf umweltfreundlich

Wenn eine Umweltorganisation dem Militär ein Kompliment macht, ist das bemerkenswert. «Der Bericht der Schweizer Armee überzeugt, weil das Problem ernst genommen wird und langfristige Perspektiven aufgezeigt werden», sagt Philip Gehri von WWF Schweiz. Der Projektleiter für Klima und Energie meint einen Artikel in der neusten Ausgabe der «Military Power Revue» der Schweizer Armee.

Die zwei Autoren des Beitrags gehören dem Armeestab an. Oberst im Generalstab Daniel Krauer ist Chef Militärdoktrin und Martin Krummenacher Doktrinforscher. Sie haben ein Plädoyer für Klimaschutz und erhöhte Energieautarkie verfasst. Für sie ist klar, dass die Armee einen Beitrag an den Klimaschutz in der Schweiz leisten muss. Dabei nehmen sie Bezug auf die Befunde von Klimaforschern, die mit dem Klimawandel ein erhöhtes Risiko für Wetterextreme wie Dürren, Hochwasser und Wirbelstürme voraussagen. Krauer und Krummenacher warnen vor Klimaflüchtlingen in der Schweiz, vor vermehrten Überschwemmungen und vor grösseren Felsstürzen.
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Gruppe Giardino will «Generäle» vor den Kadi zerren

«Bankrotterklärung», «Riesen-Saustall», «katastrophales Logistik-Debakel»: Willi Vollenweider wählt deutliche Worte. Was den Präsidenten der Gruppe Giardino und parteilosen Zuger Kantonsrat derart in Rage bringt, ist ein Passus aus der Broschüre zur Armeebotschaft 2017, die der Bundesrat vergangenen Mittwoch verabschiedet hat. Auf Seite 12 steht da geschrieben: «Die heutigen Munitionsvorräte sind zu klein. Sie wären bereits nach kurzen Einsätzen verbraucht. Die Armee könnte bei einem entsprechenden Einsatz ihren Auftrag nur über wenige Tage erfüllen.» Damit werde erstmals zugegeben, dass die Armee seit geraumer Zeit nicht einsatzbereit sei, folgert Vol­lenweider.
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Schweizer Armee verteilt Kampfstiefel im Überfluss – Tausende bleiben unbenutzt

Zahlreiche Zivildienstleistende haben bei der Aushebung Kampfstiefel erhalten, die sie nie brauchen – weil sie zum Beispiel im Alters- oder Pflegeheim arbeiten. Manche verkaufen die Schuhe gar im Internet.
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Im Krieg würde der Armee massenhaft Munition fehlen

Neu sollen innert zehn Tagen bis zu 35’000 Mann einsatzbereit sein. Die heutigen Munitionsvorräte wären laut der Armeebotschaft schnell verbraucht. «Die Armee könnte bei einem Einsatz ihren Auftrag nur über wenige Tage erfüllen», heisst es in den Unterlagen. Welche Art von Einsatz dabei gemeint ist, konnten an der Pressekonferenz weder Parmelin noch Armeeplaner und Divisionär Claude Meier genau darlegen. Es gehe um einen Einsatz im Verteidigungsfall, sagte Meier. Sprich: Im Kriegsfall wäre die Armee derzeit nach wenigen Tagen ausgeschossen. Auf die Frage, wie viele Tage die Armee nach der geplanten Munitionsbeschaffung ihren Auftrag erfüllen könne, antwortete die Armee schriftlich: «Es hängt vom Einsatz der Armee ab sowie dem Gegner.»
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Intrigen im VBS: Wurde der Oberfeldarzt von einem Divisionär abgeschossen?

Es soll eine Blitzaktion gewesen sein, an diesem Freitag, dem Tag nach der Kommandoübergabe von Armeechef André Blattmann an Philippe Rebord. Demnach eilte Divisionär Thomas Kaiser, Chef der Logistikbasis der Armee, zu Verteidigungsminister Guy Parmelin. Mit Material über einen anderen Divisionär. Über Andreas Stettbacher, den Oberfeldarzt, der ihm organisatorisch unterstellt ist.

Was an jenem Freitag weiter passierte, ist bekannt: Guy Parmelin hat noch am selben Tag Strafanzeige gegen Andreas Stettbacher bei der Bundesanwaltschaft erhoben. Dies gemäss Verteidigungsdepartement (VBS) auf Anraten des Führungsstabes der Armee. Zwei-Sterne-General Stettbacher ist seither freigestellt, ihm werden Vermögensdelikte und Verstösse gegen Amts- und Berufspflichten vorgeworfen.
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Flugplatz-Gegner befürchten doppelt so viele Flüge

Der 92 Seiten lange Sachplan Militär 2017 ist eine trockene Lektüre, die allerdings für Zündstoff sorgt. Darin wird erwähnt, dass die militärische Nutzung des Flugplatzes Sion bis spätestens in fünf Jahren eingestellt wird. Dies bedeutet, dass sich der Kampfjetbetrieb ab dem Jahr 2022 auf die Flugplätze Payerne, Meiringen und Emmen beschränken wird. Der «Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen» (SFE) übt darum massive Kritik am Sachplan.

Der Verband befürchtet, dass sich die Flugbewegungen in Emmen verdoppeln werden – und somit auch der Fluglärm zunimmt. «Was harmlos daherkommt, hat einschneidende Konsequenzen für die Zentralschweiz», schreibt Luzius Hafen, Präsident des SFE, in der gestrigen Medienmitteilung. In dieser informiert er über die einzelnen Kritikpunkte, welche der Verband zum Sachplan äussert – und ruft zudem zum Widerstand gegen die Pläne des Bundes auf. Der Sachplan ist derzeit in der Vernehmlassung, für die Bevölkerung bis zum 8. Dezember und für die Kantone bis Ende Januar 2017.
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Erinnerungen an die Armee 61

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