Presse: Schweizer Armee probt Krieg gegen Franzosen

Die Franzosen runzeln die Stirn. Wie «Le Matin Dimanche» gestern Sonntag enthüllt hat, haben Schweizer Panzerverbände im Sommer das Szenario «Duplex Barbara» durchgespielt: Frankreich zerbricht nach sozialen Unruhen in mehrere Teile, einer davon ist «Saônia» im französischen Jura und Burgund. Das neue Gebilde macht die Schweiz für seinen Niedergang verantwortlich und droht mit einer Invasion, sollte Bern nicht das «gestohlene Geld» herausrücken. Die paramilitärische «Brigade von Dijon» hat sich bereits in Bewegung gesetzt, um der Drohung Nachdruck zu verleihen. [...]

Vor allem in Frankreich selbst sorgt die Meldung für Kopschütteln. «Le Monde» macht sich über die «blühende Fantasie» der Schweiz lustig und verweist auf die Miltärübung Stabilo Due, in der es um ein ins Chaos gestürztes Europa nach der Eurokrise ging.
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Kommentare der Presse

“Überhaupt tut Armeeminister Ueli Maurer gut daran, das heutige Verdikt nicht als grundsätzliche Absage an jede Art von Reformen zu verstehen. Die Armee hat nach wie vor zu viele schwere Waffen, zu wenig Durchdiener, und sie kooperiert international zu wenig. Je weniger bereit die Armee ist, auf solche Erfordernisse der aktuellen Sicherheitslage einzugehen, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dereinst ein Reformvorschlag wie der eben verworfene eine Mehrheit finden wird.”
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Schlappe für die GSoA – Die Stimmen im In- und Ausland

“In der Schweiz wird die Wehrpflicht nicht abgeschafft. Volk und Stände verwarfen die Volksinitiative «zur Abschaffung der Wehrpflicht» der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) sehr deutlich, nämlich mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 73,2 Prozent. In keinem einzigen Kanton fand das Anliegen eine Mehrheit. Rund 1’761’000 Stimmende lehnten das Volksbegehren ab, rund 646’100 legten ein Ja ein. Die Deutschschweizer äusserten sich mit durchschnittlich 75,5 Prozent Nein-Stimmen klar ablehnender zur Initiative als die Westschweizer und das Tessin mit knapp 72 Prozent Nein. [...]
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Was sagt die Presse im Ausland über die Unsicherheits-Initiative?

Eine Schweiz ohne Wehrpflicht – für viele Eidgenossen eine unerhörte Vorstellung. Etliche gediente Schweizer verklären ihre Zeit in Uniform: Lagerfeuer, Kameradschaft, Abenteuer. Die Dienstpflicht gehört untrennbar zur Armee, die patriotisch gesinnte Männer und Frauen noch immer als Heiligtum verehren. Die Streitmacht, so lautet einer der helvetischen Mythen, habe selbst in den stürmischsten Zeiten der vergangenen 200 Jahre die Schweiz vor Angriffen geschützt. „Die Armee mit der Wehrpflicht wird als ein Zwillingsbruder der Schweizer Neutralität gesehen“, erläutert der Genfer Soziologe Jean Ziegler. „Armee und Wehrpflicht anzutasten heißt für viele, die Neutralität anzugreifen.“
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Video: Schweizer Armee. Ihr Auftrag – ihre Zukunft

NZZ: Wehrhafte Kommunisten

Der Abstimmungskampf um die Wehrpflicht treibt allerlei Blüten. Hüben und drüben wird mobilisiert. Jetzt schaltet sich auch die Kommunistische Jugend in die Debatte ein. Auf deren Website habe ich einen flammenden Appell entdeckt – und Bauklötze gestaunt. Die Kommunisten sind dezidiert gegen die GSoA-Initiative. Und für die Wehrpflicht.
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WOZ: Das brachiale Gesicht der bürgerlichen Schweiz

Recherchen zeigen: Die aggressiven Verteidiger der Wehrpflicht von der Gruppe Giardino und von Pro Tell sind keine randständigen Eiferer. Sie sind bestens vernetzt bis in gemässigte bürgerliche Kreise.
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Panzerfaust – Bericht eines Rekruten der Schweizer Armee

Die hundskommune Realität? Weiss nicht, ob dafür die Zeit reicht, muss eigentlich weiter. Ist doch eher langweilig bei der Infanterie, normal. Weiss wirklich nicht – alles darf man nicht erzählen. Heikel. Militärgeheimnis. (hustet lange) Wir können ja mal anfangen.

Circa um fünf kommt der Zimmerchef herein. Der war vorher schon an der Besprechung aller Zimmerchefs, da bekommen sie die News des Tages. Er macht das Licht an und ruft: «Alle auf!» Brüllt es eher. Dann hast fünf Minuten, um dich anzuziehen. Bist extrem müde, immer. Bevor du fertig bist, kommt schon wieder einer: «Alle raus jetzt!» Der muss das, damit man rechtzeitig draussen ist. Dann gehst frühstücken. Musst, Befehl. Ich lasse es trotzdem weg. Wir haben uns so organisiert, dass wir noch ein halbes Stündchen weiterpennen können. Schläfst ja oft nicht mehr als drei Stunden. Ich lasse mich jeweils im Zimmer einschliessen.
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Widerspruch ist die Höchste Form des Patriotismus

Zum Nachdenken

Kommentar zum Artikel in der ‘Schweiz am Sonntag’

Beat Kaushaar, Journalist Auftragsschreiber, ehem. Gefängnisinsasse, Ex-Drogendealer (vgl. Weltwoche 07/2011) und kein unbeschriebenes Blatt im Bereich von journalistischen Fehlleistungen, versucht in der aktuellen Ausgabe der Schweiz am Sonntag aus frappantem Unwissen über die Funktionen von Facebook einen politischen Spin gegen Giardino zu drehen. Ausserdem ist der Bildausschnitt irreführend und rückt die Gruppe Giardino in die Nähe der SDL, obschon wir keine Verbindung zu dieser Gruppe haben. Wir verurteilen diese unsachliche Art des Kampagnen-Journalismus scharf!
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Giardino GV 2014

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