Schweizer pfeifen auf ihre Armeewaffe im Haus

Noch im Jahr 2004 wollte fast jeder zweite Armeeangehörige auch nach den absolvierten Tagen im Militär nicht auf sein Gewehr oder seine Pistole verzichten. 43 Prozent lagerten die Dienstwaffe lieber daheim. Insgesamt machte das rund 32’000 Exemplare. Laut einem Bericht der Sendung «Echo der Zeit» von Radio SRF ist dieser Trend aber vorbei. Mittlerweile wollen nur noch elf Prozent aller Ausgeschiedenen ihre Dienstwaffe behalten.
→ Weiterlesen: Schweizer pfeifen auf ihre Armeewaffe im Haus

ETH-Studium soll als Militärdienst zählen

Ausdauer und Muskelkraft mögen früher die wichtigsten Kompetenzen eines Soldaten gewesen sein. Heute seien es Grips und technologisches Know-how, ist Marcel Dobler, FDP-Nationalrat und Digitec-Gründer überzeugt. Er fordert den Bundesrat auf zu prüfen, wie die Armee angesichts neuer Bedrohungsszenarien – Stichwort Cyberangriffe – enger mit den Bildungsinstituten und der Wirtschaft zusammenarbeiten kann.

Konkret denkt Dobler etwa an «wissenschaftliche Durchdiener», Praktika oder Doktorarbeiten in der Armee, wie er in einem am Dienstag eingereichten Postulat schreibt. Statt im stillen Kämmerlein zu forschen, sollen beispielsweise ETH-Studenten dies künftig im Dienst der Armee tun können.
→ Weiterlesen: ETH-Studium soll als Militärdienst zählen

Befehlsausgabe: Drei vor zwölf

Es ist drei vor zwölf. Natürlich nur im übertragenen Sinn. Weil es meine drittletzte Kolumne für den Blick am Abend ist. Und damit durchaus die richtige Zeit, um Ihnen einige Lehren zu präsentieren, welche ich nach fast acht Jahren als Chef der Armee ziehen kann. Ich möchte mit deren drei beginnen. […]

Der intensive Austausch mit unseren militärischen Milizorganisationen führt nachweislich zu besseren Lösungen. […]

Es braucht eine klare Kommandoordnung


→ Weiterlesen: Befehlsausgabe: Drei vor zwölf

Tiny Estonia Trains a Nation of Insurgents

“The best deterrent is not only armed soldiers, but armed citizens, too,” Brig. Gen. Meelis Kiili, the commander of the Estonian Defense League, said in an interview in Tallinn, the capital. […] “The guerrilla activity should start on occupied territory straight after the invasion,” General Kiili said. “If you want to defend your country, we train you and provide conditions to do it in the best possible way.”
→ Weiterlesen: Tiny Estonia Trains a Nation of Insurgents

Baustellen der Weiterentwicklung der Armee, der Sicherheits- und Militärpolitik

Der VSWW erachtet es an der Zeit, auch den Aspekt Kultur zu thematisieren. Die zunehmende Topdown-Mentalität, wie sie in Militärverwaltung und Armeeführung herrscht, entspricht nicht dem Schweizer Milizsystem und führt dazu, dass die Institution an Intelligenz verliert. Sowohl ein qualitativ hochstehendes Berufspersonal als auch die Nutzung des Wissens und der Kompetenzen der Miliz gehen in einem System, in dem Querdenken und Infragestellen nicht mehr erlaubt sind und Anpassungsdruck sowie eine Gebots- und Verbotsmentalität herrschen, verloren. So ist es ist beispielsweise an der Zeit, den grossen Verbänden wieder mehr Kreativität zuzugestehen, indem man den öffentlichen Diskurs über Konzeption und deren Umsetzung erlaubt. Die Armee und die Militärpolitik brauchen wieder mehr Eigenverantwortung und Leadership. Insgesamt wünschbar ist eine bessere Debatten- und Dialogkultur.

Es braucht vermehrt Herausforderer, die die Rolle des «Advocatus Diaboli» übernehmen. Dazu gehörten aber Fehlerakzeptanz und Vertrauen. Gerade Letzteres kann in einer Grossorganisation wie der Armee nicht durch Normen ersetzt werden: Denn Menschen eignen sich besser, um Menschen zu führen, als Regeln.
→ Weiterlesen: Baustellen der Weiterentwicklung der Armee, der Sicherheits- und Militärpolitik

Neuer Verein für kritische Milizoffiziere

„Milizoffiziere Schweiz – Unabhängig. Wach. Kritisch“ lautet das Motto des Vereins. Er wendet sich an junge Milizkader, denen er eine Alternative zu den bestehenden Offiziersvereinigungen bieten will. Über die Gründung des Vereins berichteten die „Zentralschweiz am Sonntag“ und „Ostschweiz am Sonntag“.

Die Initianten lehnen laut eigenen Angaben „die Kultur des befohlenen Denkverbots in der Armee und in VBS-nahen Organisationen“ ab. Der Verein sei derzeit „in Gründung“, sagte Hauptinitiator Hanspeter Draeyer am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Internetseite milizoffiziere.ch sei am vergangenen Freitag aufgeschaltet worden.
→ Weiterlesen: Neuer Verein für kritische Milizoffiziere

Österreichs Kassandra

„In der griechischen Mythologie ist Kassandra die Tochter des Königs von Troja. Sie hat die Fähigkeit, Unheil vorauszusagen. Doch wegen eines Fluches des Gottes Apollon schenkt man ihr keinen Glauben.

Ähnlich schien seit Jahren die Rolle der Österreichischen Offiziersgesellschaft. In unserem Verständnis als „sicherheitspolitisches Gewissen der Republik“ haben wir stets mahnend die Stimme erhoben, wenn wieder einmal eine „Reform“ alles nur noch schlimmer gemacht hat. Denn eines war allen Reformen der letzten Jahre gemeinsam: Kaum hatte man sich auf ein sicherheitspolitisches Konzept geeinigt, fehlte das Geld zur Realisierung. Folgerichtig bezeichneten wir die Sparmaßnahmen beim Bundesheer im Jahr 2014 als Bankrotterklärung der Sicherheitspolitik. Und wir fragten, ob die Bundesregierung das Bundesheer ruinieren möchte, als im Oktober 2014 das „Strukturpaket 2018“ vorgestellt wurde. Seit Anfang 2015 warnten wir davor, dass der „ring of fire“ rund um Europa schwerwiegende Folgen auch für Österreich haben würde. Leider haben die Terroranschläge in Europa und die Massenmigration seit dem Sommer 2015 diese Lagebeurteilung dramatisch bestätigt.“ – Erich Cibulka, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft
→ Weiterlesen: Österreichs Kassandra

Weiter rückläufig: 5,79 Millionen Diensttage im 2015 geleistet

Die Angehörigen der Schweizer Armee leisteten im vergangenen Jahr 5,79 Millionen Diensttage, rund 50’000 Diensttage weniger als 2014. Diese Verringerung resultiert vor allem aus den tieferen Einrückungsbeständen bei den Fortbildungsdiensten der Truppe. 207’140 Diensttage wurden in Einsätzen und für Unterstützungsleistungen erbracht. Die Truppenaufwände beliefen sich auf 204,3 Millionen Franken. Gut die Hälfte davon, 115 Mio. Franken, betrifft Sold und Verpflegung.
→ Weiterlesen: Weiter rückläufig: 5,79 Millionen Diensttage im 2015 geleistet

Österreichischer Milizverband fordert dasselbe wie Giardino

„Es ist eingetreten, wovor wir immer gewarnt haben“, sagte Schaffer bei einer Pressekonferenz mit Gernot Schreyer, Präsident des Milizverbandes Salzburg. Die Bevölkerung habe jegliches Vertrauen in die Sicherheitspolitik verloren. „Der Volkszorn ist riesig. Mehr als 50.000 Menschen haben sich schon selbst bewaffnet. Das ist ein Alarmsignal“, meinte Schaffer. Grund dafür sei die völlig verfehlte Politik der letzten Jahre. „Es braucht einen echten Kurswechsel. Nur ein Wording-Wechsel zur Wählerberuhigung wird nicht reichen“, so Schaffer in Richtung des von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Konkret fordert der Milizverband, dass der Verkauf von Waffen, Fahrzeugen und Gebäuden sowie alle andere „Reformmaßnahmen“ sofort gestoppt werden, dass das Milizsystem wieder hergestellt und ausgebaut werde und im Zuge des Grundwehrdienstes wieder verpflichtende Übungen eingeführt werden. Die Politik habe mit Hilfe des Generalstabs den Grundwehrdienst absichtlich unattraktiv gemacht und sabotiert. „Mit dem Ergebnis, dass er in seiner jetzigen Form sinnlos ist“, so Schaffer. […]

Er legte dem neuen Minister weiters nahe, einen „Kassensturz“ bzw. „Zustandsbericht“ über das Bundesheer zu machen, um das Leistungsvermögen des Militärs zu erheben. Das solle aber nicht vom Generalstab, sondern von externen Experten gemacht werden.
→ Weiterlesen: Österreichischer Milizverband fordert dasselbe wie Giardino

Schweizer legen sich deutlich mehr Waffen zu

Die Anzahl Gesuche für einen Waffenschein nahmen in Schweiz auch dieses Jahr vielerorts zu – und das teilweise massiv. Das zeigen Zahlen, die «10 vor 10» vorliegen. In den insgesamt zwölf befragten Kantonen, darunter unter anderem Bern, Basel und Zürich, sei die Zahl der in diesem Jahr im Durchschnitt um rund 25 Prozent gestiegen, berichtet das SRF-Nachrichtenmagazin.
→ Weiterlesen: Schweizer legen sich deutlich mehr Waffen zu

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus