«Sicherheit Schweiz» 2017: Der Nachrichtendienst des Bundes stellt seinen Lagebericht vor

Die Komplexität der Herausforderungen für die sicherheitspolitischen Organe nimmt zu. Eine Tendenz, die sich dadurch kennzeichnet, dass die Zahl relevanter Akteure wächst, das sicherheitspolitische Umfeld fragmentiert wird und das strategische Umfeld der Schweiz durch eine aussergewöhnlich hohe Belastung Europas durch unterschiedliche Krisenlagen geprägt ist. Der jährliche Lagebericht des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) soll helfen, sicherheits-politische Orientierung zu bieten.
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«Sicherheit Schweiz» 2016: Der Nachrichtendienst des Bundes stellt seinen Lagebericht vor

Die Krisenlagen im Nahen und Mittleren Osten haben als eskalierte Migrationsbewegungen und als erhöhte Terrorbedrohung unmittelbare Auswirkungen auf Europa und die Schweiz. Im dschihadistischen Terrorismus hat der «Islamische Staat» die Führungsrolle übernommen. Eine nochmals erhöhte Terrorbedrohung ergibt sich daraus, dass er Personen nach Europa schickt, die er mit Anschlägen oder Anschlagsplanungen beauftragt hat. Darauf hat der NDB bereits Anfang November 2015 öffentlich hingewiesen. Die nachfolgenden Anschläge in Paris und Brüssel haben seine Bedrohungsbeurteilung leider bestätigt. Auch für die Schweiz bleibt die Terrorbedrohung erhöht. Die Schweiz oder Schweizer Interessen im Ausland sind nicht primäre Ziele eines vom «Islamischen Staat» in Auftrag gegebenen bzw. organisierten Anschlags. Gleichwohl gehört die Schweiz zur westlichen, von Dschihadisten als islamfeindlich wahrgenommenen Welt und bleibt damit ein mögliches Ziel terroristischer Anschläge. Interessen von Staaten, die sich an der militärischen Koalition gegen den «Islamischen Staat» beteiligen, sowie russische und jüdische/israelische und arabische Interessen auf Schweizer Territorium sind zunehmend bedroht.
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Schweizer Armee an die Terror-Front!

Der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet warnt nach dem Terror in Brüssel vor Anschlägen in der Schweiz. «Wir dürfen nicht naiv sein», sagt er zur «Schweiz am Sonntag». Besonders Genf sei als Heimat der UNO und Stadt der Freiheit eine Zielscheibe für radikale Kreise. Maudet fordert vom Bundesrat, den Fokus auf die Terrorbekämpfung zu legen. Demnächst würden sich gleich zwei Gelegenheiten bieten. 2017 und 2019 stehen landesweite Krisenübungen an.
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Neue Vorstösse und Fragen im Parlament zur Armee

Interpellation: Grosser Stellenzuwachs beim Nachrichtendienst

Mit Urteil vom 2. Februar 2015 stützt das Bundesverwaltungsgericht das Begehren, welches die Offenlegung der Stellen-Statistik im Nachrichtendienst des Bundes (NDB) ermöglicht. In der Tageszeitung „Blick“ wurden daraufhin folgende Zahlen veröffentlicht: „2010 startete der aus In- und Ausland-Geheimdienst neu entstanden NDB mit 237 Vollzeitstellen. Ende 2014 waren es bereits 266 – bei einem Budget von 63,3 Millionen-Franken-Budget. Anfangs Jahr bewilligte der Bundesrat sechs weitere Stellen zur Dschihadismus-Bekämpfung: Damit steigt der Stellen-Etat 2015 auf mindestens 272.“ Der Stellenzuwachs würde damit im Nachrichtendienst des Bundes (NDB) rund 15 Prozent in nur sechs Jahren betragen.
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„Sicherheit Schweiz“ 2015: Der Nachrichtendienst des Bundes stellt seinen Lagebericht vor

„Der Konflikt in der Ukraine ist Ausdruck einer neuen Phase des historisch verwurzelten Ost-West-Konflikts. Diese neue Phase wird die sicherheitspolitische Landschaft Europas dauerhaft verändern. Eine Ära, in der sich in Europa zwischenstaatliche Konflikte zurückbildeten, ist zu Ende gegangen, und eine neue Ära strategischer Konfrontation auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene hat begonnen. […]

Insgesamt sind die Herausforderungen für die sicherheitspolitischen Organe in der Schweiz noch einmal komplexer geworden. Dies gilt für die Nachrichtendienste ebenso wie für die Polizei-, Straf- und Grenzbehörden und für den Bevölkerungsschutz. Für die Armee verkürzen sich tendenziell die bisher stabilen langen Vorwarnzeiten.

20150504 Lageradar


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Chance Schweiz: Das aktuelle Bedrohungsbild und mögliche Trends

Vor einem Vierteljahrhundert fiel die Berliner Mauer. Seither wird in der Schweiz darüber gestritten, ob Friede herrsche oder Krieg lauere. In drei Sicherheitspolitischen Berichten hat der Bundesrat 1990, 2000 und 2010 versucht, ein umfassendes Bild darzustellen. Mit dem Sicherheitspolitischen Bericht 2015 wird die Frage des aktuellen Bedrohungsbildes zwangsläufig erneut aufgeworfen. Mit einem Podium unter dem Titel “Das aktuelle Bedrohungsbild und mögliche Trends – Migration als sicherheitspolitische Herausforderung” behandelte “Chance Schweiz – Arbeitskreis für Sicherheitsfragen” am letzten Samstag eine aktuelle Facetten dieses Bedrohungsbildes.

Bedrohungsbild der Schweiz
Mit einem einführenden Referat zeigte Dr. Markus Seiler, Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) die aktuellen Bedrohungen gegen die Schweiz dar. Er orientierte sich dabei am “Sicherheit Schweiz – Lagebericht 2014 des Nachrichtendienstes des Bundes“, welcher anfangs Mai publiziert wurde und auf den in den folgenden Ausführungen Bezug genommen wird.
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NDB: Kriegs-Vorwarnzeit gesenkt

Bis anhin ging der Geheimdienst in seinen Analysen immer von zehn Jahren Vorwarnzeit aus. Nun soll das ändern. Seiler schätzt die Gefahrenlage als ernst ein: «Wir sind zwar nicht in einem neuen Kalten Krieg, wir sehen aber ein Aufflackern des Ost-West-Konflikts.» Russland verstärke seine Einflussnahme in Europa. «Das strategische Umfeld der Schweiz ist weiter unter Druck.» Auf Anfrage doppelt das Verteidigungsdepartement VBS nach: «Wenn die derzeitigen Entwicklungen weitergehen und keine kurz- oder mittelfristige Stabilisierung eintritt, werden wir die zehn Jahre Vorwarnzeit revidieren müssen.» Die zehn Jahre Vorwarnzeit sind ein eisernes Prinzip der Schweizer Armee. Im Verteidigungsdepartement rechnete man stets
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Sicherheit Schweiz: Lagebericht 2014 des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB)

Wie sicher ist die Schweiz? Was sollte die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz beunruhigen, von wem werden wir bedroht und wodurch gefährdet? Der Lageradar im neuen Lagebericht 2014 des NDB bietet für diese Fragen einen Überblick aus sicherheitspolitischer Sicht. Er zeigt aus der Optik des NDB, was die Schweiz im Bereich Sicherheit derzeit hauptsächlich beschäftigt und welche Gefährdungen derzeit nur latent vorhanden sind.

Langfristig gesehen und im Unterschied zu sehr vielen anderen Ländern befindet sich die Schweiz nach wie vor in einer sehr stabilen und ruhigen sicherheitspolitischen Situation.

Trotzdem wird in der Schweiz und gegen die Schweiz weiterhin verbotener Nachrichten-dienst betrieben. Es ist dabei nicht neu, dass die Informationsabschöpfung immer häufiger über Informatikmittel stattfindet. In den Brennpunkt gerückt wurde die Informationssicherheit aufgrund der Erkenntnisse aus der Affäre um Edward Snowden. Neu sind Ausmass und Möglichkeiten der Informationsabschöpfung durch Nachrichtendienste, namentlich die enge Zusammenarbeit der USA mit Schlüsseltechnologiefirmen.
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Neue Cyber-Abteilung für den NDB?

Geheimdienstchef Markus Seiler bekommt eine eigene Cyber-Abteilung. Sie soll die Schweiz vor Hacker-Angriffen schützen und auch im Ausland zuschlagen können. Das geht aus dem ersten Cyber-Schutz-Bericht des Bundesrats hervor.

Cyber NDB heisst der neu geschaffene Bereich. Dessen Spezialisten analysieren Angriffe auf die Schweiz und versuchen, die Angreifer im Ausland aufzuspüren. Dabei arbeiten sie auch mit ausländischen Diensten zusammen.
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Erinnerungen an die Armee 61

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