Bericht zur Geheimarmee liest sich wie ein Agententhriller

Knapp 27 Jahre hat sich der Bundesrat Zeit gelassen. Aber dann ging es plötzlich überraschend schnell: Am späten gestrigen Nachmittag publizierte die Landesregierung ein zentrales, bisher unter Verschluss gehaltenes Dokument zur Geheimarmee P-26. Es betrifft die 1991 abgeschlossene Untersuchung von Pierre Cornu über die Beziehungen der P-26 zu Widerstandsorganisationen im Ausland. Ein brisantes Thema: je enger die Kooperation, desto grösser der Schaden für die Glaubwürdigkeit der schweizerischen Neutralität im Kalten Krieg.
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Hans-Rudolf Walter Strasser gestorben

Der Ausbildner für Widerstand ist tot
1990 wurden Hans-Rudolf Strasser und seine Geheimtruppe enttarnt und heftig kritisiert

Von Beni Gafner, Bern

Gestern ist mit einer aussergewöhnlichen Todesanzeige in NZZ und Bund bekannt geworden, dass im Juni Hans-Rudolf Strasser verstorben ist. Strasser, Deckname Franz, gehörte bis 1990 dem obersten Kader der Widerstandsorganisation P-26 an. Im offiziellen Beruf war Strasser bis zu dessen Suspendierung Informationschef im Eidgenössischen Militärdepartement (EMD) und damit ein bekannter Kopf.

Was «Franz» als Ausbildungszuständiger der P-26 damals erreicht hatte, illustriert die Erzählung eines Ehemaligen. Dessen Schilderung liefert gleichzeitig einen Hinweis auf den verlässlichen Charakter der Geheimorganisation und deren Mitglieder. Der Erzähler beschreibt im Gespräch mit der BaZ en détail die letzte, abenteuerliche Aktion von P-26-Angehörigen, die nach der medialen Enttarnung der «Geheim­armee P-26» durchgeführt wurde.
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Erinnerungen an die Armee 61

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