ETH-Studium soll als Militärdienst zählen

Ausdauer und Muskelkraft mögen früher die wichtigsten Kompetenzen eines Soldaten gewesen sein. Heute seien es Grips und technologisches Know-how, ist Marcel Dobler, FDP-Nationalrat und Digitec-Gründer überzeugt. Er fordert den Bundesrat auf zu prüfen, wie die Armee angesichts neuer Bedrohungsszenarien – Stichwort Cyberangriffe – enger mit den Bildungsinstituten und der Wirtschaft zusammenarbeiten kann.

Konkret denkt Dobler etwa an «wissenschaftliche Durchdiener», Praktika oder Doktorarbeiten in der Armee, wie er in einem am Dienstag eingereichten Postulat schreibt. Statt im stillen Kämmerlein zu forschen, sollen beispielsweise ETH-Studenten dies künftig im Dienst der Armee tun können.
→ Weiterlesen: ETH-Studium soll als Militärdienst zählen

Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

Die Schweizer Armee befindet sich im Wandel. Mit der laufenden Reform Weiterentwicklung der Armee (WEA) wird das Heer verkleinert und besser ausgerüstet. Einige Probleme lassen sich aber nicht über Nacht lösen. So leidet die Armee seit Jahren unter einem notorischen Offiziersmangel. Jetzt schlägt die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) Alarm. «Gut ausgebildete Offiziere fehlen an allen Ecken und Enden», sagt Präsident Stefan Holenstein. Die Politik hat sich des Themas angenommen, heute diskutiert der Nationalrat darüber. Eine Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission fordert den Bundesrat zum Handeln auf.
→ Weiterlesen: Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

Wie die Rekrutenschule cooler werden will

Debatte im Nationalrat

Sicherheitspolitik: Interpellationen, Motionen, Einfache Anfragen und deren Beantwortung (Frühling 2017)

Armee überlegt sich Jokertage für Rekruten

Um fehlen zu können, müssen Schweizer Rekrutenschüler den Segen des zuständigen Kommandanten erhalten. Diese Regelung gedenkt die Schweizer Armee Gedanken nun zu lockern. Anstatt sich mit einer Bewilligung vom Dienst entschuldigen zu müssen, sollen Rekruten von so genannten Jokertagen profitieren können. Dabei handelt es sich um Tage, an denen die Soldaten ohne Begründung dem Dienst fernbleiben dürfen. Mehrere Volksschulen bieten solche Tage bereits an.
→ Weiterlesen: Armee überlegt sich Jokertage für Rekruten

Parmelin muss im VBS 300 Stellen streichen

Die bürgerlichen Parteien im Bundeshaus ziehen die Sparschrauben immer stärker an. Nun zeigt sich: Die Kürzungen treffen insbesondere jene Bereiche, bei welchen Politiker von SVP, FDP und CVP regelmässig einen Ausbau fordern. Namentlich das Verteidigungsdepartement (Armee) und das Finanzdepartement (Grenzwache). Allein das Verteidigungsdepartement (VBS) von Guy Parmelin muss dieses Jahr 300 Vollzeitstellen abbauen. Man werde alles daran setzen, die Sparmassnahmen über die normale Fluktuation aufzufangen, so eine VBS-Sprecherin. «Zum jetzigen Zeitpunkt können jedoch einzelne Entlassungen nicht ausgeschlossen werden.»
→ Weiterlesen: Parmelin muss im VBS 300 Stellen streichen

«Die Armee beleidigt die ganze Jugend»

Die Armee will die Abbruchrate senken und deshalb «mehr Rücksicht» auf junge Rekruten nehmen. Sie sollen sich besser erholen können, nicht mehr angebrüllt werden und nicht mehr vor sechs Uhr aufstehen müssen. Marschdistanzen werden in den ersten Wochen verkürzt und es soll stärker als früher jedem Einzelnen überlassen werden, wann er einen Marsch abbrechen will.

Willi Vollenweider, Präsident der Milizorganisation Gruppe Giardino, dagegen kritisiert das Konzept: «Damit tut die Armee alle junge Männer als Warmduscher ab. Sie beleidigt die ganze Jugend.» Dabei suchte diese doch das Abenteuer und ihre persönlichen Grenzen. «Die Rekruten werden sich enttäuscht von der Armee abwenden und in den Zivildienst wechseln», glaubt Vollenweider.
→ Weiterlesen: «Die Armee beleidigt die ganze Jugend»

Armee will Frauen verpflichten

Noch fallen sie auf: die vereinzelten jungen Frauen, die sich an den Orientierungstagen der Schweizer Armee über die Möglichkeiten informieren, die das Militär bietet. Doch schon bald könnte die Geschlechterverteilung an diesen Anlässen ausgeglichen sein. «Wir möchten, dass junge Frauen obligatorisch zu einem Informationstag aufgeboten werden können», sagte Korpskommandant Daniel Baumgartner, Chef Heer und Projektleiter Kommando Ausbildung, in einem Interview mit der NZZ. Diese Forderung ist spektakulärer, als es auf Anhieb klingt: Es wäre das erste Mal, dass sich Frauen in der Schweiz im Zusammenhang mit dem Militär mit einem Obligatorium konfrontiert sähen.
→ Weiterlesen: Armee will Frauen verpflichten

Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Um die Ausfallquote zu senken, hat die Armee das Konzept «Progress» entwickelt. Die Idee dahinter: Den Rekruten soll der Einstieg in das Soldatenleben so sanft wie möglich bereitet und die Belastung danach sukzessive gesteigert werden. Das neue Konzept wird seit mehreren Jahren in den Infanterieschulen von Colombier NE angewandt und soll nun schrittweise auf die ganze Armee ausgedehnt werden. Schulkommandant Luca Bottesi ist begeistert: «Wir wollen die jungen Männer gewinnen – und nicht ihren Willen brechen.» Von der früher in der Armee oft angewandten Doktrin, den Rekruten zu Beginn der RS möglichst scharf den Tarif durchzugeben, hält der Oberstleutnant nichts. «Den Rekruten von heute müssen Sie überzeugen und begeistern, anders geht es nicht», sagt Bottesi. Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt, «ob wir das wollen oder nicht».
→ Weiterlesen: Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Die Schweizer Armee hat ein Rekrutierungsproblem

Herr Baumgartner, die allgemeine Wehrpflicht für Schweizer Männer ist Bestandteil unserer Verfassung. Trotzdem schaffen Sie es nicht mehr, die jährlich benötigten 18 000 Personen zu rekrutieren. Was läuft schief?

Wir haben zu viele Abgänge zwischen der Aushebung und dem Start der Rekrutenschule. Die Jugendlichen sind dann in einer entscheidenden Lebensphase, einige schaffen ihre Abschlussprüfungen nicht und verschieben die RS, andere bekommen gesundheitliche Probleme und rücken gar nie ein. Durch den Zivildienst gehen uns zudem jährlich 3000 Militärdiensttaugliche verloren.
→ Weiterlesen: Die Schweizer Armee hat ein Rekrutierungsproblem

GV 2017

ACHTUNG:
Neues Datum!

Samstag, 29. April 2017
Bern
Details

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus