Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger: Militärdienst nur noch Freiwillige, Flüchtlinge und Arbeitslose

Wenn der Militärdienst freiwillig wäre, könnten wir viele Nachteile des heutigen Systems beseitigen: Unsere Armee ist durch die Wehrpflicht eigentlich zu gross. Das heisst, wir müssen die Soldaten früher ausmustern, was dazu führt, dass wir über viele junge Soldaten mit wenig Erfahrung verfügen. Das ist auch volkswirtschaftlich unsinnig, denn wir stecken viel Geld in ihre Ausbildung, profitieren aber zu wenig davon.
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André Blattmann: Servir et disparaître

Ende März wird Korpskommandant André Blattmann pensioniert. Seine wichtigste Errungenschaft? Die Armee hat ihre Verteidigungsfähigkeit zurückerlangt. […]

Die Schweiz und unsere Armee verdanken André Blattmann nach den acht Jahren seines Einsatzes sehr viel. Die Armee kann nicht mehr bloss schützen/retten/helfen, sondern wieder verteidigen. Die in der Armee 95 regelrecht vernichteten Mobilmachungsvorbereitungen sind zwar noch nicht operationell, aber gut und zeitgemäss geplant. Das Material der Bataillone, zuvor zentral gelagert und zu oft in nicht einsatzbereitem Zustand, wird wieder fest den Bataillonen zugeteilt. Grössere Truppenübungen ermöglichen wieder Verbandsausbildungen. Die militärischen Grundfähigkeiten für alle Lagen sind wieder erworben. Der abnehmende Bestand konnte konsolidiert werden.
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Nur beim VBS werden Stellen gestrichen

Die unglaublichen „Bestandesveränderungen“ (Amtsdeutsch in der Personalstatistik) des Personals der letzten 8 Jahre; die Zahlen sind selbstredend: (2007 bis Ende 2015, es geht munter weiter…) Quelle: Büro Ha / Tis Hagmann

Studie zur Tauglichkeit anlässlich der Rekrutierung zeigt Unterschiede bei Alter, sozioökonomischem Berufsstatus und Herkunft

Die 19- und 20-Jährigen weisen in allen Kantonen die höchsten Tauglichkeitsraten auf. Je älter ein Stellungspflichtiger ist, desto untauglicher ist er. Junge Schweizer Männer mit einem eher tiefen und solche mit einem eher hohen sozioökonomischen Berufsstatus sind vermehrt untauglich. Stellungspflichtige ländlicher Herkunft sind eher tauglich als Grossstädter. Konservativ und eher rechts stimmende Gemeinden weisen höhere Tauglichkeitsquoten aus als links sowie progressiv-liberal stimmende.
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Umstrittener Zivildienst: Drückeberger oder aufrechte Bürger?

Für die einen sind sie engagierte junge Männer, die unangenehme Arbeiten ausführen und so einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft übernehmen. Andere wiederum halten sie für verwöhnt und verweichlicht: Junge Leute die lieber Büsche ausreissen oder Senioren herumchauffieren, statt kilometerlange Märsche zu absolvieren und bei Wind und Wetter im Freien zu nächtigen.

Dass immer mehr junge Männer den Zivildienst dem Dienst an der Waffe vorziehen, bereitet tatsächlich vielen bürgerlichen Politikern Bauchkrämpfe.

Nun will der Nationalrat die Zivildienst-Vollzugsstelle vom Volkswirtschaftsdepartement ins VBS verschieben. Zuvor stellte bereits Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in Aussicht, die Hürden für den Zivildienst zu erhöhen.
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ETH-Studium soll als Militärdienst zählen

Ausdauer und Muskelkraft mögen früher die wichtigsten Kompetenzen eines Soldaten gewesen sein. Heute seien es Grips und technologisches Know-how, ist Marcel Dobler, FDP-Nationalrat und Digitec-Gründer überzeugt. Er fordert den Bundesrat auf zu prüfen, wie die Armee angesichts neuer Bedrohungsszenarien – Stichwort Cyberangriffe – enger mit den Bildungsinstituten und der Wirtschaft zusammenarbeiten kann.

Konkret denkt Dobler etwa an «wissenschaftliche Durchdiener», Praktika oder Doktorarbeiten in der Armee, wie er in einem am Dienstag eingereichten Postulat schreibt. Statt im stillen Kämmerlein zu forschen, sollen beispielsweise ETH-Studenten dies künftig im Dienst der Armee tun können.
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Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

Die Schweizer Armee befindet sich im Wandel. Mit der laufenden Reform Weiterentwicklung der Armee (WEA) wird das Heer verkleinert und besser ausgerüstet. Einige Probleme lassen sich aber nicht über Nacht lösen. So leidet die Armee seit Jahren unter einem notorischen Offiziersmangel. Jetzt schlägt die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) Alarm. «Gut ausgebildete Offiziere fehlen an allen Ecken und Enden», sagt Präsident Stefan Holenstein. Die Politik hat sich des Themas angenommen, heute diskutiert der Nationalrat darüber. Eine Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission fordert den Bundesrat zum Handeln auf.
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Wie die Rekrutenschule cooler werden will

Debatte im Nationalrat

Sicherheitspolitik: Interpellationen, Motionen, Einfache Anfragen und deren Beantwortung (Frühling 2017)

Armee überlegt sich Jokertage für Rekruten

Um fehlen zu können, müssen Schweizer Rekrutenschüler den Segen des zuständigen Kommandanten erhalten. Diese Regelung gedenkt die Schweizer Armee Gedanken nun zu lockern. Anstatt sich mit einer Bewilligung vom Dienst entschuldigen zu müssen, sollen Rekruten von so genannten Jokertagen profitieren können. Dabei handelt es sich um Tage, an denen die Soldaten ohne Begründung dem Dienst fernbleiben dürfen. Mehrere Volksschulen bieten solche Tage bereits an.
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Erinnerungen an die Armee 61

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