Die Treffsicherheit sinkt

Nicht nur mit der Disziplin, sondern auch mit der Treffsicherheit steht es nicht zum Besten. ­ Im vergangenen Jahr erhielten 367 AdA einen Marschbefehl für ­einen Verbliebenenkurs, 2010 waren es bloss 309. Zu einen ­Verbliebenenkurs werden AdA aufgeboten, welche die erforderliche Punktzahl nicht erreichen, also nicht genug treffsicher sind.
→ Weiterlesen: Die Treffsicherheit sinkt

Leistet sich die Schweiz eine Luxus-Armee?

Doch leistet sich die Schweiz tatsächlich ein Luxus-Militär? 20 Minuten hat die Truppen- und Flottenstärken unserer Nachbarn und verschiedener Militärmächte mit den unseren verglichen. Das Ergebnis: Pro Kopf gerechnet übertrifft unsere Armee je nach Kategorie sogar die Saudi-Streitkräfte.
→ Weiterlesen: Leistet sich die Schweiz eine Luxus-Armee?

Hans-Ueli Vogt will die Gewissensprüfung wieder einführen

Die Armee hat in der Schweiz einen immer schwereren Stand. Jedes Jahr wenden sich mehr junge Menschen dem Zivildienst zu. Dem bürgerlichen Lager im Parlament ist genau das ein Dorn im Auge. Uniformzwang, in Unterkünften übernachten, mehr Diensttage – dauernd kommen neue Vorstösse, um den Zivis das Leben anstrengender zu machen.
→ Weiterlesen: Hans-Ueli Vogt will die Gewissensprüfung wieder einführen

Die Schweizer Armee kämpft gegen Stress

Resilienz ist derzeit ein Boom-Thema in der Psychologie. Sie beschreibt die Fähigkeit, belastende Erlebnisse zu bewältigen und sich in herausfordernden Situationen besonnen zu verhalten. Eine regelrechte Industrie mit Angeboten zur Verbesserung der psychischen Widerstandskraft hat sich bereits etabliert, die etwa Burnouts im stressigen Arbeitsalltag vorbeugen soll. Die US-Army hat seit 2009 ein Resilienztraining in die Ausbildung integriert. Etwas Ähnliches schwebt auch dem Militärpsychologen Hubert Annen vor. Unter seiner Leitung wird in einem Forschungsprojekt ein Resilienztraining erarbeitet, das an die Gegebenheiten des Schweizer Militärs angepasst ist, das Army Resilience Training (ART). «Damit wollen wir die mentale Gesundheit fördern und zur Stressprävention und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Armee beitragen», sagt er. Denn die Korrelation sei klar: «Wer einen tiefen Resilienzwert hat, scheidet eher aus.»
→ Weiterlesen: Die Schweizer Armee kämpft gegen Stress

Bundesrat verabschiedet Bericht zum Offiziersbestand und zur Attraktivität des Militärdienstes

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 29. September 2017 einen Bericht zu zwei Postulaten verabschiedet, in dem Massnahmen zur Sicherstellung des Kadernachwuchses und zur Erhöhung der Attraktivität des Militärdienstes festgehalten werden. Die Massnahmen wurden bereits im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Armee ergriffen.

Die Massnahmen zur Verbesserung der Attraktivität des Militärdienstes lassen sich in vier Bereiche bündeln:

  1. Zeitgemässe Selektion: Das Potenzial der Schweizer Männer und Frauen soll optimal ausgeschöpft werden. Wenn Dienstpflichtige ihren zivilen Fähigkeiten entsprechend Dienst leisten können, trägt dies zur Attraktivität des Militärdienstes bei.
  2. Verbesserte Vereinbarkeit von Militärdienst und ziviler Laufbahn: Dienstleistende Männer und Frauen sollen Militär, Aus- und Weiterbildung und Beruf so gut wie möglich miteinander vereinbaren können.
  3. Ziviler Nutzen: Im Militär erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten sollen in Bildungslandschaft und Wirtschaft anerkannt werden und den Armeeangehörigen so einen zivil verwendbaren Nutzen verschaffen.
  4. Attraktive Ausbildung: Die Ausbildungsdienste (Rekrutenschule, Kaderschulen und Wiederholungskurse) sollen sinnvoll und herausfordernd gestaltet werden.


→ Weiterlesen: Bundesrat verabschiedet Bericht zum Offiziersbestand und zur Attraktivität des Militärdienstes

Oberfeldarzt der Armee: Administrativuntersuchung bestätigt Unschuld

Die Untersuchungen des VBS rund um den freigestellten Oberfeldarzt der Schweizer Armee sind abgeschlossen. Die gegen Divisionär Andreas Stettbacher erhobenen Vorwürfe sind weder arbeits- noch disziplinarrechtlich relevant. Das VBS zieht bei der Bundesanwaltschaft die eingereichte Strafanzeige zurück. Divisionär Andreas Stettbacher nimmt am 1. Oktober seine Arbeit wieder auf.
→ Weiterlesen: Oberfeldarzt der Armee: Administrativuntersuchung bestätigt Unschuld

Armeeangehörige sollen für fehlende Diensttage zahlen

In den vergangenen Jahren sind jeweils einige Tausend Personen aus der Dienstpflicht entlassen worden, ohne dass sie ihre Dienstleistungspflicht vollständig erfüllt haben. Im Jahr 2012 waren es über 5000 Personen gewesen, 2015 rund 2500. Künftig sollen diese nun eine Abschluss-Wehrpflichtersatzabgabe zahlen, wenn mehr als 15 Militär- oder 25 Zivildiensttage fehlen. Damit werde die Gesamtdienstleistungspflicht besser erfüllt, die Gleichbehandlung verbessert und ein Anreiz geschaffen, alle Diensttage zu leisten, argumentiert der Bundesrat. Er erwartet Mehreinnahmen von rund 6 Millionen Franken jährlich.
→ Weiterlesen: Armeeangehörige sollen für fehlende Diensttage zahlen

Bundeswehr lockt immer mehr Jugendliche in Abenteuercamps

Und die Jugend-Kampagne – zu der auch die beliebte YouTube-Serie „Die Rekruten“ gehört – scheint sich auszuzahlen: Laut Bundesverteidigungsministerium gab es noch nie so viele Rekruten unter 18 Jahren wie heute. Zum Stichtag 1. November 2016 zählte die Bundeswehr 1576 Minderjährige, die bei der Bundeswehr anfingen – ein Höchstwert, der freilich nicht von allen positiv bewertet wird, und der auch nichts darüber aussagt, wie lange die Rekruten dann tatsächlich bei der Bundeswehr bleiben.
→ Weiterlesen: Bundeswehr lockt immer mehr Jugendliche in Abenteuercamps

Zum Tod von Felix M. Wittlin – Ein Patron

Am 8. August ist Felix M. Wittlin im 88. Altersjahr verstorben. Der promovierte Jurist, der zeitweise als Berufsoffizier der Artillerie und später als Geschäftsleitungsmitglied der BBC-Konzerngruppe Schweiz tätig gewesen war, führte von 1985 bis 1991 die damalige Gruppe für Rüstungsdienste. Und als Milizoffizier hatte Wittlin von 1979 bis 1984 die Grenzbrigade 4 befehligt. Dank diesem reichen Erfahrungsschatz bewegte er sich gewandt im rüstungspolitischen Spannungsfeld, das damals – noch ausgeprägter als heute – durch unterschiedliche politische Programme, Industrieinteressen und Eigenwünsche der Armee gekennzeichnet war. Felix Wittlin gelang es bald, das zuvor bisweilen belastete Verhältnis zur privaten Rüstungsindustrie zu entkrampfen. Die Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern und die Evaluation neuer Kampfflugzeuge erfolgten, abgesehen von politischem Störfeuer, praktisch friktionslos. Auch wenn er bei Beschaffungsprojekten für einen grossen Inlandanteil eintrat, gewichtete er ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis als hoch. Unter diesem Vorzeichen regte er auch den Verzicht auf ambitiöse Eigenentwicklungen nahe und warnte vor helvetischem Perfektionismus.
→ Weiterlesen: Zum Tod von Felix M. Wittlin – Ein Patron

Oberster Seelsorger der Armee spricht sich für Armee-Imame aus

Sind Sie nicht konfrontiert mit Fragen der muslimischen Religionspraxis wie der täglichen Gebetszeiten?

Jeder, der in die Armee kommt, muss mit Kompromissen leben können. Der Dienstbetrieb geht vor. Aber die Armee ist durchaus kompromissbereit. So lassen sich zum Beispiel Momente für das persönliche Gebet durchaus organisieren, solange einer nicht sagt, es müsse jeden Tag um genau 9 Uhr 03 stattfinden, sonst breche seine ganze Welt zusammen. Denn es ist klar: Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, die von ihren Gläubigen das unbedingte Einhalten ganz enger Regeln verlangt, wenn sie nicht vom rechten Weg abkommen wollen, ist mit den Erfordernissen des Dienstbetriebs kaum zu vereinbaren.
→ Weiterlesen: Oberster Seelsorger der Armee spricht sich für Armee-Imame aus

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus