Mehr Schlaf, weniger Drill: So sieht die RS der Zukunft aus

Um die Ausfallquote zu senken, hat die Armee das Konzept «Progress» entwickelt. Die Idee dahinter: Den Rekruten soll der Einstieg in das Soldatenleben so sanft wie möglich bereitet und die Belastung danach sukzessive gesteigert werden. Das neue Konzept wird seit mehreren Jahren in den Infanterieschulen von Colombier NE angewandt und soll nun schrittweise auf die ganze Armee ausgedehnt werden. Schulkommandant Luca Bottesi ist begeistert: «Wir wollen die jungen Männer gewinnen – und nicht ihren Willen brechen.» Von der früher in der Armee oft angewandten Doktrin, den Rekruten zu Beginn der RS möglichst scharf den Tarif durchzugeben, hält der Oberstleutnant nichts. «Den Rekruten von heute müssen Sie überzeugen und begeistern, anders geht es nicht», sagt Bottesi. Die Gesellschaft und mit ihr die Jugend habe sich gewandelt, «ob wir das wollen oder nicht».
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„Die Armee hat mir gutgetan“

Ich habe Stiefel geputzt, die schon sauber waren, Nachtwache gehalten für Material, das nicht hätte bewacht werden müssen, und ich habe Gewehre zu zerlegen gelernt, mit denen ich niemals würde schiessen dürfen. Stundenlang stand ich herum, um darauf zu warten, dass eine Fahne übernommen oder abgegeben wurde. Tagelang sass ich herum, um – ja, weiss Gott warum. Ich frass Frass aus Konserven, die besser für immer ungeöffnet geblieben wären, fuhr auf harten Pritschen in die hintersten Käffer der Schweiz und langweilte mich fast zu Tode. 233 Tage lang. Und jetzt, jetzt vermisse ich den Armeedienst.
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Panzerfaust – Bericht eines Rekruten der Schweizer Armee

Die hundskommune Realität? Weiss nicht, ob dafür die Zeit reicht, muss eigentlich weiter. Ist doch eher langweilig bei der Infanterie, normal. Weiss wirklich nicht – alles darf man nicht erzählen. Heikel. Militärgeheimnis. (hustet lange) Wir können ja mal anfangen.

Circa um fünf kommt der Zimmerchef herein. Der war vorher schon an der Besprechung aller Zimmerchefs, da bekommen sie die News des Tages. Er macht das Licht an und ruft: «Alle auf!» Brüllt es eher. Dann hast fünf Minuten, um dich anzuziehen. Bist extrem müde, immer. Bevor du fertig bist, kommt schon wieder einer: «Alle raus jetzt!» Der muss das, damit man rechtzeitig draussen ist. Dann gehst frühstücken. Musst, Befehl. Ich lasse es trotzdem weg. Wir haben uns so organisiert, dass wir noch ein halbes Stündchen weiterpennen können. Schläfst ja oft nicht mehr als drei Stunden. Ich lasse mich jeweils im Zimmer einschliessen.
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GV 2017

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Samstag, 29. April 2017
Bern
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Erinnerungen an die Armee 61

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