Schweden führt Wehrpflicht wieder ein

Vor dem Hintergrund einer verschlechterten Sicherheitslage führt Schweden in diesem Sommer die Wehrpflicht wieder ein. Damit soll genug Personal für die Streitkräfte zur Verfügung stehen, sagte der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist am Donnerstag dem schwedischen Radio. «Wir haben Schwierigkeiten gehabt, die Kampfeinheiten auf freiwilliger Basis zu bemannen.» Die Wehrpflicht war 2010 ausgesetzt worden.
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Schweden hat zu wenige Soldaten

Freiwillig ins Militär? Nein, danke. So dachten in den vergangenen Jahren viele Jugendliche in Schweden – zu viele, wie die Armee erfahren musste. Zu Jahresbeginn fehlten ihr 393 festangestellte Soldaten sowie 6131 sogenannte Vertragsangestellte, die für eine bestimmte Periode Dienst leisten, aber ihre angestammte Stelle ausserhalb der Armee behalten. Laut einem Ende September veröffentlichten Expertenbericht ist Schwedens ganz auf Freiwilligkeit setzende Berufsarmee zu schwach besetzt, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Für 2020 wird ein akuter Mangel an Berufsoffizieren prognostiziert.
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Schweden will Wehrpflicht wieder einführen

Die schwedische Außenministerin Margot Wallström hat sich wegen der Asylkrise für eine Wiedereinführung von Wehrpflicht und Zivildienst ausgesprochen. „Ich gehöre zu denen, die eine moderne, geschlechtsneutrale Variante einer Wehrpflicht mit militärischen und zivilen Komponenten begrüßen würden“, sagte Wallström am Sonntag auf einer Verteidigungskonferenz. Eine solche Reserve von Zivilisten wäre im Herbst nützlich gewesen, um die Einwanderungsbehörden zu verstärken.

Schweden nahm im vergangenen Jahr etwa 160.000 Flüchtlinge auf. Gemessen an der Bevölkerungsgröße von zehn Millionen ist das der größte Anteil in Europa. Die Behörden haben Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Zustroms. Die Wehrpflicht wurde 2010 abgeschafft, allerdings hat sich das Militär für eine Wiedereinführung ausgesprochen. Umfragen zufolge wird dies auch von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt.
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Schwedischer Armee-Chef warnt vor Weltkrieg 3 in Europa – In wenigen Jahren

Schweden war schon seit über 200 Jahren nicht mehr aktiv in einen Krieg verwickelt. Doch dies könnte sich bald ändern. Zumindest nach Angaben des Chefs der schwedischen Armee, General Anders Brännström. Er warnt vor einem großen Krieg in Europa unter schwedischer Beteiligung. Dazu verfasste Brännström ein internes Militär-Dokument, das vor diesem Szenario warnt.

In Anbetracht der Situation in Schweden – die jüngsten politischen Beschlüsse im Land und die globale Instabilität – erklärte Brännström seinen Männern, sich auf einen kommenden Krieg vorzubereiten. Es wäre durchaus denkbar, dass Schweden „in wenigen Jahren“ in Europa gegen einen „erfahrenen Gegner“ in den Krieg ziehen werde.
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NATO: Bald auch (offiziell) mit Schweden und Finnland?

Deutsche Regierungsberater sprechen sich für eine stärkere Einbindung der offiziell militärisch neutralen Staaten Schweden und Finnland in die westlichen Militärstrukturen aus. Die zunehmende Kooperation der beiden Länder mit der NATO und ihre Aktivitäten im Rahmen der gemeinsamen EU-Militärpolitik seien sehr zu begrüßen, heißt es in einer aktuellen Analyse aus der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP): „Davon profitiert auch Deutschland.“ Tatsächlich beteiligen sich Schweden und Finnland nicht nur seit Jahren an einer EU Battlegroup; beide diskutieren zur Zeit auch über einen etwaigen NATO-Beitritt. Während die Eliten in Stockholm und Helsinki erkennbar auf eine Mitgliedschaft im westlichen Kriegsbündnis dringen, verweigern
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Schweden rüstet auf

70 statt 60 neue Gripen-Kampfflugzeuge, fünf statt vier neue U-Boote, eine moderne Flugabwehr und eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft. Dies schlägt eine überparteiliche Arbeitsgruppe im verteidigungspolitischen Bericht vor, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Aus Anlass der Ukraine-Krise hat die Regierung der Kommission sechs Wochen mehr Zeit gegeben für das Weissbuch, auf dessen Basis die neue Militärstrategie für die Periode 2016 bis 2021/23 formuliert wird. Die verlängerte Frist hat nicht verhindert, dass die bürgerliche Koalition und die Opposition nicht geeint hinter dem Papier stehen.
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Wie kann man da noch neutral bleiben?

Ist das der typisch skandinavische Balanceakt? Finnland und Schweden arbeiten mit der Nato zusammen, gehören dem Bündnis aber nicht an. Norwegen ist Nato-Mitglied, hält sich aber aus der EU heraus. Pauschal vom neutralen Skandinavien zu sprechen, ist trotzdem falsch. Die Länder reagieren unterschiedlich auf die russische Aggressivität. Die norwegische Verteidigungsministerin Ine Marie Eriksen Søreide forderte jüngst, dass die europäischen Nato-Länder mehr in ihr Militär investieren und sich wieder stärker auf die Verteidigung des Bündnisses konzentrieren sollten.

Schweden möchte aufrüsten, um sein Territorium besser absichern zu können. Die Regierung in Stockholm kündigte an, den Verteidigungsetat zu erhöhen, mehr Kampfflugzeuge zu ordern und neue U-Boote zu bauen. Sie schickt mehr Truppen in die Ostsee und auf die Insel Gotland. Für einige Aufregung hat gesorgt, dass Verteidigungsministerin Karin Enström Kampfjets mit Cruise Missiles ausrüsten möchte, Waffen mit einer Reichweite von etwa 500 Kilometern. Kritiker sehen darin eine Abkehr von Schwedens Selbstverständnis als defensive Nation. Die Debatte um eine mögliche Bedrohung aus Russland ist auch deswegen so aufgeregt, weil Schweden in der Vergangenheit bei Truppen und Rüstung stark gespart hat. Nun wird selbst der Nato-Beitritt wieder diskutiert, den aber die Mehrheit der Schweden weiterhin ablehnt.
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Quo Vadis SP Sicherheitspolitik?

Bürger, die beim Plebiszit über den Kauf von 22 Gripen E am 18. Mai damit liebäugeln oder gar planen, ein Nein in die Urne zu legen, sollten vor dem Ausfüllen ihres Stimmzettels die Analyse „Die neue europäische Realität – Umschwenken auf Konfrontationskurs“ von Jonas Grätz, Senior Researcher am Center for Security Studies der ETH zur Pflichtlektüre machen. In diesem Beitrag kommt der Analyst des Global Security Team zum Schluss, dass „durch Russlands Vorgehen das Militär als probates Mittel der Politik in Europa wieder ganz nach oben auf die Tagesordnung gerückt ist“ und „Europa erstmals seit Ende des Kalten Krieges vor einer ernsten strategischen Herausforderung stehe“!

von Konrad Alder, ehemaliger Rubrikredaktor „Schweizer Soldat“ für den Bereich Militärluftfahrt, 8713 Uerikon – in Auszügen erschienen auf tagesanzeiger.ch
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Russlands Säbelrasseln weckt Schwedens Politiker

«Die schwedische Verteidigungspolitik braucht eine neue Doktrin», sagt Jan Björklund. Der Vize-Regierungschef und Vorsitzende der liberalen Volkspartei will, dass die auf internationale Einsätze ausgerichtete Armee in eine Organisation zurückgebildet wird, deren Hauptaufgabe es ist, das eigene Territorium zu verteidigen. Björklunds Kollege Göran Hägglund, der den Christlichdemokraten vorsteht, stellt sich auf eine ähnliche Linie, indem er eine uneingeschränkte Analyse sicherheitspolitischer Alternativen fordert, inklusive einer Nato-Mitgliedschaft. […]
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Kann sich Schweden nur während einer Woche verteidigen?

Sweden’s defence minister faced a barrage of criticism on Wednesday after she said it was “enough” for Sweden only to be able to defend itself militarily for a week if it came under attack.

Sverker Göransson, commander-in-chief of the armed forces, recently said that Sweden’s scaled backed military leaves the country vulnerable. Sweden, he claimed, could only defend itself for one week if it came under attack. Defence Minister Karin Enström responded that the level of preparedness was appropriate given the credibility of an attack. […]

Her statements were not welcomed by some of her colleagues. Allan Widman, military spokesperson for the government-coalition partner Liberal Party (Folkpartiet), was among her critics on Wednesday. “I think a neutral country must have higher ambitions than this irrespective of the current situation,” he told the TT news agency.
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GV 2017

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Samstag, 29. April 2017
Bern

Erinnerungen an die Armee 61

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