Luftwaffe im politischen Luftloch

«Eine Armee ohne Luftwaffe ist wie ein Haus ohne Dach.» Dieses Mahnwort verwendete Verteidigungsminister Ueli Maurer bei jeder Gelegenheit, als er im letzten Frühjahr für den Kampfjet Gripen warb. Der Souverän sah es anders. Am 18. Mai 2014 sagten 53,4 Prozent der Stimmberechtigten Nein zum Kauf neuer Kampfflugzeuge. Die rot-grünen Armeegegner bejubelten ihren Erfolg gemeinsam mit der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA). Die bürgerlichen Armeefreunde blickten zerknirscht auf einen Abstimmungskampf zurück, in dem sie vieles falsch gemacht hatten. Und die Luftwaffe sieht seither einer ungewissen Zukunft entgegen.
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Resolution zur Wiederherstellung der bewaffneten Neutralität im Schweizerischen Luftraum

Anlässlich der Generalversammlung der Gruppe Giardino am 9. Mai 2015 wurde folgende Resolution verabschiedet:

Grundlagen

Dem Konzept zur langfristigen Sicherung des Luftraumes (Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats Galladé 12.4130 vom 12. Dezember 2012) vom 27. August 2014 entnimmt man die folgenden Aussagen (Zitat S. 23): „Für länger anhaltenden Luftpolizeidienst mit 2-4 Flugzeugen permanent in der Luft wären an sich 5 Staffeln mit insgesamt 55 Kampfflugzeugen nötig. Luftverteidigung ist noch anspruchsvoller.

Am Montag, 22. September 2014, ist der Nationalrat auf die Vorlage des VBS zur Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial, (u.a. 54 Tiger F-5 per 2016) nicht eingetreten und folgte damit dem Ständerat.

Bundesrat Ueli Maurer hat am 23. September 2014 vor dem Ständerat (Interpellation von Ständerat Isidor Baumann) ausgeführt, dass bis zu einem endgültigen Entscheid des Parlaments die derzeit noch 54 Tiger F-5 weiter im Betrieb und ordentlich unterhalten bleiben.

Die Gruppe Giardino fordert

Die Schweizer Luftwaffe besteht quantitativ aus minimal 70 Kampfflugzeugen für die Luftverteidigung (Flugzeuge für Erdkampf, Aufklärung nicht inbegriffen). Diese Anzahl soll in den kommenden Jahrzehnten sichergestellt werden.
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Rundschau: Tiger im Regen (Video)

Logistik-Panne beim VBS: Für die stillgelegten Tiger-Kampfjets der Luftwaffe hat es nicht genügend Platz in den Hangars. Das zeigen Recherchen der «Rundschau». Seit Monaten steht in Emmen ein halbes Dutzend Tiger F-5 auf einem Abstellplatz im Freien, ungeschützt der Witterung ausgesetzt.

Ein Sprecher des Verteidigungsdepartements VBS räumt ein, dass dieser Zustand unbefriedigend sei. «Das Ziel ist, dass die Flugzeuge drinnen stehen. Sie müssen geschützt werden, damit ihr Wert möglichst erhalten bleibt,» sagte Thomas Walther, im Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) Bereichsleiter für Kampfflugzeuge, gegenüber der «Rundschau».
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Switzerland to relaunch F-5 replacement effort in 2017

Switzerland is to relaunch its efforts to procure a new fighter type following the recent announcement by the Federal Department of Defence, Civil Protection and Sport (DDPS) that it is prematurely retiring a third of the ageing Northrop F-5E Tiger II fleet due to cracking. […]

When Switzerland rejected the Gripen E, it was clear that the F-5s would still need replacing at some stage. However, the speed at which the fleet seems to have degenerated will provide an added sense of urgency to the effort, and provides clear evidence that the country cannot afford any more delays.
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Wo sind all die Tiger hin?

Seit letzten Herbst ändern sich die Zahlen zum aktuellen und künftigen Bestand der Tiger-Flotte regelmässig. Der Bundesrat beantragte «die Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial», namentlich der gesamten Tiger-Flotte. Doch das Parlament trat in der Herbstsession nicht auf die Vorlage ein und bekräftigte damit, dass die 54 Flieger in der Luft bleiben sollten. VBS-Chef Ueli Maurer erklärte einen Tag später, man könne «den Tiger F-5 noch einige Jahre für gewisse reduzierte Aufgaben weiter in Einsatz behalten». Die Luftwaffe bestätigte, dass die «derzeit noch 54 Tiger F-5 weiter im Betrieb und ordentlich unterhalten werden».

Trotzdem hat sich die Flotte markant verkleinert. Im Oktober berichtete die «Zentralschweiz am Sonntag», dass das Verteidigungsdepartement bereits Verhandlungen führe, um einen Teil der Flotte 2016 zu verkaufen. Anfang Januar 2015 wurde bekannt, dass bei zwei Tiger Risse entdeckt wurden. In der Medienmitteilung der Luftwaffe findet sich in einer Klammer auch die Nebenbemerkung, dass bereits 18 Flugzeuge gegroundet wurden, diese befänden sich «im Inventar der Luftwaffe, werden aber nicht mehr geflogen». Der Entscheid, diese Flugzeuge nicht mehr weiter in Betrieb zu halten, wurde nicht explitzit kommuniziert.
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Rissbildungen am F-5 Tiger: Kontrolle abgeschlossen – Verwirrung total

Anlässlich einer grossen Kontrolle wurde 2014 an einem Tiger F-5E (Einsitzer) ein Riss in der tragenden Flugzeugstruktur festgestellt. Dies hatte einen Kontrollauftrag an den noch regelmässig geflogenen Tiger F-5E/F-Jets zur Folge. Im Rahmen dieser grossflächigen Überprüfung wurde Anfang Januar 2015 bei einem zweiten Flugzeug ebenfalls ein grösserer Riss am gleichen Bauteil entdeckt. […] Der Kontrollauftrag ist nun abgeschlossen. Fazit: Bei 16 Jets wurden Risse festgestellt. Davon sollen sechs Tiger-Einsitzer repariert und weiter betrieben werden (ein F-5E Tiger grau und fünf F-5E Tiger rot-weiss). Da die Anzahl Standplätze bei der Industrie begrenzt ist, wird die Reparatur voraussichtlich bis Ende erstes Quartal
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Sind die Tiger nutzlos?

Die F-5 Tiger der Luftwaffe müssten unbedingt weiterbetrieben werden. Dies fordert Roger Harr, ehemaliger Zentralpräsident der AVIA, der Gesellschaft der Offiziere der Luftwaffe. Im folgenden Beitrag argumentiert er, dass der Tiger noch sinnvoll eingesetzt werden könne und die Flotte der Luftwaffe damit die kritische Grösse von mindestens 50 Kampfflugzeugen behalten würde. Anders sieht das die Luftwaffe, die das Geld für den Tiger-Weiterbetrieb möglichst rasch einsparen und in andere Projekte investieren möchte.
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Antworten des Bundesrats auf Fragen der Parlamentarier

Beschaffung eines Transportflugzeuges. Wofür? – Antwort Drohne Hermes 900 nicht beschaffungsreif? Drohnenkauf gefährdet Vermittlerrolle der Schweiz Fluglärmentwicklung nach der Ausmusterung des Tiger F-5 Militärtauglichkeit Personenfreizügigkeit und Rüstungszusammenarbeit mit der Europäischen Union – Antwort Mängelliste zur Armee. Braucht es eine Generalinspektion? – Antwort Abhör- und Spionageanlage in Bülach – Antwort Ersatz für das Sturmgewehr 90? – Antwort Werden die Grenzwächterinnen und Grenzwächter sinnvoll eingesetzt? –  Antwort  

Wundersame Auferstehung des Gripen

Nicht einmal ein Jahr ist ins Land gegangen. Am 18. Mai 2014 kassierte Verteidigungsminister Ueli Maurer eine historische Niederlage. Das Schweizer Stimmvolk lehnte den Kauf des schwedischen Kampfjets Gripen ab. Mit einem Nein-Anteil von 53,4 Prozent. Erstmals hatte die Linke eine Initiative gegen die Armee durchgebracht.

Aber der Vogel scheint den Absturz überlebt zu haben. Bereits arbeiten die Gripen-Lobbyisten daran, der Schweiz den Schweden-Jet doch noch zu verkaufen. Im Lauf der Frühjahrssession in Bern fiel auf, dass immer mehr Politiker und Militärspezialisten wieder vom Gripen reden. Die Kampfjetfrage werde vielleicht schon in ein oder zwei Jahren wieder aufs Tapet kommen, heisst es hier und dort, und auch der Gripen gehöre wieder zu den Papabili.
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Sion – Drehkreuz für Super-Reiche Skitouristen

Derzeit ist Sion noch eine von vier wichtigen Basen für die Schweizer Luftwaffe. Diese trainiert hier unter anderem Piloten für Northrop Grumman F-5E Tigers. Der Flughafen ist jedoch einzigartig, weil er den Maschinen saudischer Prinzen oder russischer Oligarchen Vorrang gewährt. Karrer erwartet, dass die Luftwaffe nach einer Volksabstimmung gegen den Kauf der Gripen- Kampfflugzeuge von Saab AB als Ersatz für die F5-Maschinen im vergangenen Jahr den Airport wohl nach 2020 verlassen wird. Das eröffne mehr Chancen für Privat-Jets.
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GV 2017

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Samstag, 29. April 2017
Bern

Erinnerungen an die Armee 61

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