Armee startet neue Offensive bei Frauen

Auf Instagram gingen Selfies von Schweizer Soldatinnen jüngst unter dem Hashtag #schweizerarmee viral. Selbst die britische Presse wurde auf unsere «hot female recruits» aufmerksam. Dem Hype zum Trotz: Frauen, die Dienst leisten, sind in der Schweiz immer noch eine absolute Minderheit: Zum Erhebungszeitpunkt im letzten März waren 1117 Frauen in der Armee eingeteilt – damit waren nur gerade 0,7 Prozent aller Armeeangehörigen weiblich. Das wollen die Sicherheitspolitiker des Nationalrats ändern. Vor Wochenfrist haben sie eine Motion eingereicht, die den Bundesrat beauftragen soll, alle jungen Frauen zu den Orientierungstagen der Armee einzuladen. Dadurch soll der Militärdienst «speziell auch für Frauen attraktiver» werden, wie es in der Mitteilung der Kommission heisst.
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Bund will Wehrpflicht-Schuldnern Pass entziehen

chweizer Bürger, die weder Militär- noch Zivildienst leisten, müssen eine Ersatzabgabe zahlen: Dafür treibt der Bund drei Prozent des Jahreseinkommens ein, der Mindestbetrag beträgt 400 Franken. Die Abgabe wird etwa bei Untauglichen fällig, aber auch Angehörige der Armee, die beispielsweise ihre Wiederholungskurse verschieben, erhalten vom Bund eine Rechnung.

Finanzminister Ueli Maurer (SVP) will jetzt härter gegen säumige Untaugliche oder WK-Verschieber vorgehen: In einer aktuellen Vernehmlassung schlägt er vor, dass der Bund bei geschuldeten Ersatzabgaben Pässe und Identitätskarten neu nicht nur sperren, sondern auch einziehen darf.
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Anpassung der Wehrpflichtersatzabgabe an die Weiterentwicklung der Armee

Im Zuge der Weiterentwicklung der Armee (WEA) soll auch die Wehrpflichtersatzabgabe an die Dienstpflichtdauer angepasst werden. Eine Abschluss-Ersatzabgabe soll sodann bei jenen erhoben werden, die nicht sämtliche Diensttage geleistet haben. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. Januar 2017 beschlossen, zu diesen und weiteren Änderungen des Wehrpflichtersatzgesetzes (WPEG) die Vernehmlassung zu eröffnen. Die Änderungen sollen per 1. Januar 2019 in Kraft treten.
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Wehrpflicht für Frauen in Norwegen (Video)

Frauen können in europäischen Ländern in der Regel freiwillig bei der Armee arbeiten. Nicht so in Norwegen. Seit Sommer 2016 ist die Wehrpflicht für Frauen in Kraft. Nun rücken immer mehr Rekrutinnen in die Kasernen ein.
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Polen will Freiwilligen-Heer rekrutieren

Polen plant bis 2019 den Aufbau einer paramilitärischen Truppe zur Landesverteidigung mit 53’000 Freiwilligen. Wie Verteidigungsminister Antoni Macierewicz am Montag mitteilte, soll es sich um Zivilisten handeln, die eine militärische Ausbildung erhalten. Die Kosten für die neue Truppe in den kommenden drei Jahren gab der Minister mit 800 Millionen Euro an. Die neuen Einheiten seien der «preiswerteste Weg, um die Stärke der Streitkräfte und die Verteidigungskapazitäten des Landes zu erhöhen», sagte Macierewicz in Warschau.
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Lieber nur Männer in der Armee statt norwegisches Modell

Die Sicherheitspolitische Kommission (SIK) des Nationalrates befasst sich mit der Frage, ob in Zukunft auch Frauen gezwungen sein sollen, Militärdienst oder Zivildienst zu leisten. Sie hat noch keine Empfehlung abgegeben, konzentriert sich aber auf Modelle ohne Dienstpflicht für alle.

Basis für die Diskussion bildet der Bericht einer Studiengruppe, den der Bundesrat im Juli zur Kenntnis genommen hatte. Die SIK führte Anhörungen dazu durch, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Danach entschied sie mit 14 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen, sich in der nächsten Sitzung auf die Modelle «Status quo plus» und «Sicherheitsdienstpflicht» zu fokussieren.
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Schweden hat zu wenige Soldaten

Freiwillig ins Militär? Nein, danke. So dachten in den vergangenen Jahren viele Jugendliche in Schweden – zu viele, wie die Armee erfahren musste. Zu Jahresbeginn fehlten ihr 393 festangestellte Soldaten sowie 6131 sogenannte Vertragsangestellte, die für eine bestimmte Periode Dienst leisten, aber ihre angestammte Stelle ausserhalb der Armee behalten. Laut einem Ende September veröffentlichten Expertenbericht ist Schwedens ganz auf Freiwilligkeit setzende Berufsarmee zu schwach besetzt, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Für 2020 wird ein akuter Mangel an Berufsoffizieren prognostiziert.
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Untaugliche sollen tiefer in die Tasche greifen

Heute kommen die Untauglichen billig weg. Wer wenig Einkommen hat, muss im Jahr lediglich den Mindestbeitrag an Wehrpflichtersatz von 400 Franken zahlen. Bei besser Verdienenden sind es 3 Prozent des Einkommens.
Das Abschleichen vom Militärdienst über die Untauglichkeit soll künftig teurer werden. So schlägt eine Studiengruppe des Verteidigungsdepartementes vor, die Mindestabgabe auf 1000 Franken zu erhöhen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Für die gesamte Dienstzeit von heute 260 Tagen würde damit die Mindestabgabe von 4400 auf 11’000 Franken steigen.
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Schweden führt die Wehrpflicht wieder ein

Schweden führt ab 2018 die Wehrpflicht wieder ein. Verteidigungsminister Peter Hultqvist sagte bei einer Medienkonferenz, er verspreche sich davon eine «stabilere, robustere und funktionsfähigere Rekrutierung».
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Achtung! Abtreten! Und tschüss

Mit 400 anderen Uniformierten rücke ich in die Kaserne Reppischtal in Birmensdorf ZH ein. Die Zürcher Entlassungsfeier ist die grösste im Land. Einige schlurfen in zerschlissenen Kampfstiefeln an, von ­denen sich die Sohlen lösen. Einige tragen keine Uniform, weil sie längst nicht mehr hineinpassen. Nur bei wenigen sitzt das Tenue korrekt. Es ist egal. Dabei schrie einen in der RS der Kadi vor versammelter Kompanie nieder, wenn man beim Rasieren ein Barthaar stehen liess.

Das Gewehr werfen wir in irgendeine Holzkiste. So wie die Hemden, Gnägi, Helme, Gasmasken, Bérets. Das meiste werden neue Rekruten erhalten. Wer will, darf sein Sturmgewehr für läppische 100 Stutz nach Hause nehmen. In Zürich machen das nur zwei Prozent, auf dem Land zehn.
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GV 2017

ACHTUNG:
Neues Datum!

Samstag, 29. April 2017
Bern

Erinnerungen an die Armee 61

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