„Die Armee hat mir gutgetan“

Ich habe Stiefel geputzt, die schon sauber waren, Nachtwache gehalten für Material, das nicht hätte bewacht werden müssen, und ich habe Gewehre zu zerlegen gelernt, mit denen ich niemals würde schiessen dürfen. Stundenlang stand ich herum, um darauf zu warten, dass eine Fahne übernommen oder abgegeben wurde. Tagelang sass ich herum, um – ja, weiss Gott warum. Ich frass Frass aus Konserven, die besser für immer ungeöffnet geblieben wären, fuhr auf harten Pritschen in die hintersten Käffer der Schweiz und langweilte mich fast zu Tode. 233 Tage lang. Und jetzt, jetzt vermisse ich den Armeedienst.
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WKs sollen «in der Regel» drei Wochen dauern – nicht zwei

Alle durften diese Woche im Zimmer 286 des Bundeshauses vorsprechen. Die Pazifisten von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee genauso wie die Stahlhelme von der Gruppe Giardino.

Eingeladen hatte die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates, die im Vorfeld zu ihrer Diskussion über die Armeereform des Bundesrates Anhörungen durchführte. Besonders die geplante Reduktion der Diensttage und die Dauer der Wiederholungskurse gaben bei den Hearings dem Vernehmen nach viel zu reden.

Der Bundesrat möchte die Zahl der Diensttage von heute 6,2 Millionen auf 5 Millionen reduzieren. Die WKs sollen ab dem 1. Januar 2017 bloss noch 13 statt 19 Tage dauern.

Damit will die Landesregierung Geld sparen und gleichzeitig den Bedürfnissen von Unternehmen gerecht werden, für die militärbedingte Abwesenheiten ein Ärgernis sind. Nur im Ausnahmefall, bei grösseren Übungen oder Einsätzen, dürfen sich die WKs gemäss dem bundesrätlichen Gesetzesentwurf über drei Wochen oder «längstens 19 Tage» erstrecken.
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Ueli Maurers neue Armee gefährdet die Sicherheit

Kleiner, effizienter und besser ausgerüstet. So stellte Verteidigungs­minister Ueli Maurer (SVP) letzte Woche seine Armee der Zukunft dar. Die Monsterreform «Weiterentwicklung der Armee» wird schon länger kontrovers diskutiert. Doch nun geht die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) auf die Barrikaden.

Sie stört sich an der geplanten Verkürzung der Wieder­holungskurse von drei auf zwei Wochen. «Das ist ein absolutes No-go. Und es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum das VBS dies will», erklärt SOG- Präsident Denis Froidevaux. Die Zeit für die Ausbildung reiche «nie und nimmer», sagt der Brigadier. Die «Quelle des Übels» liege beim Plafond von fünf Millionen Diensttagen pro Jahr. In der Botschaft stellt sich das VBS auf den Standpunkt, dass ein verkürzter WK helfe, Militär und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Das komme auch den Arbeitgebern entgegen.
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Zweiwöchige Wiederholungskurse: Erfahrungen sammeln

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee ist beabsichtigt, dass Wiederholungskurse ab 2017 nur noch zwei anstelle von drei Wochen dauern. Der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, hat aus diesem Grund entschieden, im ersten Halbjahr 2014 mit zwei Bataillonen entsprechend verkürzte Dienstleistungen durchzuführen.
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Junge BDP will WK-Soldaten als Lückenfüller einsetzen

Die Junge BDP will WK-Soldaten in Gefängnisse schicken, damit sie dort aushelfen. Auch beim Grenzwachtkorps sollen die Soldaten zum Einsatz kommen, um möglichen Flüchtlingsströmen Herr zu werden.

«Die Idee ist, dass WK-Soldaten temporär dort eingesetzt werden, wo es nötig ist», sagt Filip Winzap von der Jungen BDP. So könnten die Soldaten mit ausgebildeten Grenzwächtern an der Landesgrenze patrouillieren. Im Gefängnis sollen sie bei Eingangskontrollen zum Einsatz kommen oder bei Sicherheitsrundgängen. Auch bei der Polizei könnten sie Patrouillen in der Agglomeration durchführen oder den Verkehr regeln. «So würden die Soldaten einen Einsatz leisten, der Sinn macht. Gleichzeitig sähe die Bevölkerung den direkten Nutzen des Militärs.»
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Ueli Maurer will WK auf 13 Tage verkürzen

Am Montag erläutert Ueli Maurer vor den Medien in einem «Kasernengespräch» seine Vorschläge zur Weiterentwicklung der Armee (WEA). Was heute schon für Diskussionen sorgt: Das Verteidigungsdepartement (VBS) will laut einem noch unveröffentlichten Bericht den WK von drei Wochen auf 13 Tage reduzieren. Die Dienstpflicht für Soldaten soll von 260 auf 225 Tage verkürzt werden, schreibt die NZZ. […]

Es sei klar, sagt Margelist, dass mit weniger Mitteln die Leistungen reduziert würden. «Das hat schlussendlich eine Reduktion der Sicherheit für die Bevölkerung zur Folge», macht die Departement-Sprecherin auf die Kehrseite der geplanten Armee-Reform aufmerksam.
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Soldat lässt sich im WK „vertreten“

Ein ausländischer Staatsbürger hatte unter dem Namen eines Schweizer Armeeangehörigen an einem Wiederholungskurs teilgenommen. Dies wurde der GPDel im Rahmen ihrer Abklärungen zum Fall des Rütli-Bombers bekannt. Sie setzte die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) davon in Kenntnis, die der Sache nachgingen. Am Donnerstag hat die GPK des Nationalrates nun über die Ergebnisse informiert.
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Antreten zum Offiziere verpfeifen

Jetzt gehts den Kadis an den Kragen. Ab 2012 führt die Armee anonyme SMS-Befragungen bei den Soldaten durch. Wer Schlendrian im WK meldet, verpfeift damit die Offiziere. Weiterlesen auf blick.ch

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