Gefährdung der Bestände der Armee durch den Zivildienst

Immer wieder wird aus zivildienstkritischen Kreisen behauptet, dass die Anzahl Zulassungen zum Zivildienst die Bestände der Armee gefährde. Solche Aussagen kommen unter anderem auch vom Chef der Armee Philippe Rebord. Auf dieser Grundlage wird die politische Diskussion geführt. Deshalb ist es wichtig, dass dabei Klarheit besteht.
1. Wie ist die Lage unter Anbetracht der Umsetzung der WEA in der Zukunft zu beurteilen?
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Wechsel zum Zivildienst erschweren

Die Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) verlangt mit der Motion, das Zivildienstgesetz anzupassen, um ein „Abschleichen“ in den Zivildienst zu erschweren. Konkret verlangt sie, dass für den Zivildienst nur noch die Hälfte der bereits bei der Armee geleisteten Diensttage angerechnet werden können. […] Der Bundesrat lehnt den Vorschlag ab. In seiner Antwort auf den Vorstoss spricht er von einer unverhältnismässigen Sanktion und einer Ungleichbehandlung der Zivildienstpflichtigen.
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Umstrittener Zivildienst: Drückeberger oder aufrechte Bürger?

Für die einen sind sie engagierte junge Männer, die unangenehme Arbeiten ausführen und so einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft übernehmen. Andere wiederum halten sie für verwöhnt und verweichlicht: Junge Leute die lieber Büsche ausreissen oder Senioren herumchauffieren, statt kilometerlange Märsche zu absolvieren und bei Wind und Wetter im Freien zu nächtigen.

Dass immer mehr junge Männer den Zivildienst dem Dienst an der Waffe vorziehen, bereitet tatsächlich vielen bürgerlichen Politikern Bauchkrämpfe.

Nun will der Nationalrat die Zivildienst-Vollzugsstelle vom Volkswirtschaftsdepartement ins VBS verschieben. Zuvor stellte bereits Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in Aussicht, die Hürden für den Zivildienst zu erhöhen.
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Die Schweizer Armee hat ein Rekrutierungsproblem

Herr Baumgartner, die allgemeine Wehrpflicht für Schweizer Männer ist Bestandteil unserer Verfassung. Trotzdem schaffen Sie es nicht mehr, die jährlich benötigten 18 000 Personen zu rekrutieren. Was läuft schief?

Wir haben zu viele Abgänge zwischen der Aushebung und dem Start der Rekrutenschule. Die Jugendlichen sind dann in einer entscheidenden Lebensphase, einige schaffen ihre Abschlussprüfungen nicht und verschieben die RS, andere bekommen gesundheitliche Probleme und rücken gar nie ein. Durch den Zivildienst gehen uns zudem jährlich 3000 Militärdiensttaugliche verloren.
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Schattenboxen gegen «Zivis»

Um auch in Zukunft genügend und vor allem motivierte Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere zu haben, muss die Armee ihre Hausaufgaben machen. Über die Hälfte der Personen, die in den Zivildienst abwandern, reichen ihr Gesuch während oder nach der Rekrutenschule ein. Das sollte zu denken geben. Es sind junge Menschen, die nicht nur aus Bequemlichkeit, wie ihnen gerne unterstellt wird, sondern oft aus Verdruss der Armee den Rücken kehren. Gewiss, der Militärdienst kann keine Wohlfühloase sein: Er ist physisch und psychisch anspruchsvoll und bringt Unangenehmes mit sich wie Nachtübungen, Märsche und Wachtdienste, schliesslich soll er die Soldaten auf den militärischen Ernstfall vorbereiten. Doch es gibt diverse Möglichkeiten, seine Attraktivität wieder zu steigern: ein höherer Sold, Steuererleichterungen, die Zertifizierungen militärischer Tätigkeiten, für das Studium anrechenbare ECTS-Punkte bei Kaderausbildungen – oder generell weniger Leerlauf in den Wiederholungskursen.
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Not am Mann

Die Schweizer Armee steckt in Personalnöten. Immer mehr junge Männer wählen den Zivildienst, in manchen Kantonen ist fast die Hälfte untauglich. Dienstverschiebungen und Urlaube gefährdeten die Ausbildungsqualität, sagen Offiziere.
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Die Kritik am Zivildienst setzt am falschen Ort an

Rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum der Einführung des Zivildienstes ist eine Debatte um den zivilen Ersatzdienst entbrannt. Bürgerliche Sicherheitspolitiker kritisieren, der Zivildienst sei zu attraktiv und der Armee laufen die Leute davon. Sie fordern vom Bundesrat Gegenmassnahmen und denken laut darüber nach, den 1,5-mal längeren Zivildienst auf das 1,8-Fache des Militärdienstes zu verlängern. Diese Forderungen kommen zur Unzeit. Denn Anfang Juli ist das neue Zivildienstgesetz in Kraft getreten. Es wäre Aufgabe der Parlamentarier, ihre Bedenken während der Beratungen vorzubringen. Und nicht unmittelbar nach Ablauf der Referendumsfrist das Gesetz grundsätzlich infrage zu stellen.
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Zankapfel Zivildienst

Seit zwei Jahrzehnten haben diensttaugliche Männer die Möglichkeit, einen zivilen Ersatzdienst zu leisten, sofern sie den Militärdienst mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Das Angebot wird genutzt. 2015 leisten gemäss behördlichen Angaben 18 223 «Zivis» rund 1,6 Millionen Diensttage.

Das Zivildienstgesetz, das die Bedingungen für einen alternativen Einsatz zum Militärdienst regelt, ist im letzten Jahr von den eidgenössischen Räten revidiert worden. Neu können Zivildienstleistende insbesondere im Schulwesen eingesetzt werden. Möglich sind Einsätze an Schulen von der Vorstufe bis zur Sekundarstufe. Die Zivildienstler sind befugt, Lehrpersonen innerhalb und ausserhalb der Klassenzimmer zu sekundieren. Die Verantwortung für den Unterricht obliegt aber weiterhin den Lehrpersonen.
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Des Armeechefs überflüssige Sturmwarnung

Der Zivildienst sei zu attraktiv und koste Soldaten, mahnt Korpskommandant André Blattmann. Doch für die «beste Armee der Welt» können so ein paar zusätzliche Zivis kein ernsthaftes Problem bedeuten. Von Georg Kreis
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Gut Gebildete meiden das Militär

Deutschsprachige Rekruten stellen häufiger ein Zivildienstgesuch als ihre französisch- und italienischsprachigen Kollegen. Übervertreten sind ausserdem Personen mit einer höheren Schulbildung. Dies ist einem Bericht zu entnehmen, den der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat. […]

In den vergangenen drei Jahren hat das VBS nun Gespräche mit 8000 Personen durchgeführt. Als Hauptgrund für die Einreichung eines Zivildienstgesuchs gaben die meisten (88 Prozent) «militärkontextuelle Faktoren» an, wie es im Bericht heisst. Dazu gehört insbesondere die Verpflichtung zur Kaderlaufbahn. Die Bezeichnung umfasst aber auch Wartezeiten, Organisation, Kommunikation und Führungsstil in der Armee.
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Erinnerungen an die Armee 61

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