Not am Mann

Die Schweizer Armee steckt in Personalnöten. Immer mehr junge Männer wählen den Zivildienst, in manchen Kantonen ist fast die Hälfte untauglich. Dienstverschiebungen und Urlaube gefährdeten die Ausbildungsqualität, sagen Offiziere.
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Die Kritik am Zivildienst setzt am falschen Ort an

Rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum der Einführung des Zivildienstes ist eine Debatte um den zivilen Ersatzdienst entbrannt. Bürgerliche Sicherheitspolitiker kritisieren, der Zivildienst sei zu attraktiv und der Armee laufen die Leute davon. Sie fordern vom Bundesrat Gegenmassnahmen und denken laut darüber nach, den 1,5-mal längeren Zivildienst auf das 1,8-Fache des Militärdienstes zu verlängern. Diese Forderungen kommen zur Unzeit. Denn Anfang Juli ist das neue Zivildienstgesetz in Kraft getreten. Es wäre Aufgabe der Parlamentarier, ihre Bedenken während der Beratungen vorzubringen. Und nicht unmittelbar nach Ablauf der Referendumsfrist das Gesetz grundsätzlich infrage zu stellen.
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Zankapfel Zivildienst

Seit zwei Jahrzehnten haben diensttaugliche Männer die Möglichkeit, einen zivilen Ersatzdienst zu leisten, sofern sie den Militärdienst mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Das Angebot wird genutzt. 2015 leisten gemäss behördlichen Angaben 18 223 «Zivis» rund 1,6 Millionen Diensttage.

Das Zivildienstgesetz, das die Bedingungen für einen alternativen Einsatz zum Militärdienst regelt, ist im letzten Jahr von den eidgenössischen Räten revidiert worden. Neu können Zivildienstleistende insbesondere im Schulwesen eingesetzt werden. Möglich sind Einsätze an Schulen von der Vorstufe bis zur Sekundarstufe. Die Zivildienstler sind befugt, Lehrpersonen innerhalb und ausserhalb der Klassenzimmer zu sekundieren. Die Verantwortung für den Unterricht obliegt aber weiterhin den Lehrpersonen.
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Des Armeechefs überflüssige Sturmwarnung

Der Zivildienst sei zu attraktiv und koste Soldaten, mahnt Korpskommandant André Blattmann. Doch für die «beste Armee der Welt» können so ein paar zusätzliche Zivis kein ernsthaftes Problem bedeuten. Von Georg Kreis
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Gut Gebildete meiden das Militär

Deutschsprachige Rekruten stellen häufiger ein Zivildienstgesuch als ihre französisch- und italienischsprachigen Kollegen. Übervertreten sind ausserdem Personen mit einer höheren Schulbildung. Dies ist einem Bericht zu entnehmen, den der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat. […]

In den vergangenen drei Jahren hat das VBS nun Gespräche mit 8000 Personen durchgeführt. Als Hauptgrund für die Einreichung eines Zivildienstgesuchs gaben die meisten (88 Prozent) «militärkontextuelle Faktoren» an, wie es im Bericht heisst. Dazu gehört insbesondere die Verpflichtung zur Kaderlaufbahn. Die Bezeichnung umfasst aber auch Wartezeiten, Organisation, Kommunikation und Führungsstil in der Armee.
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Organisation der Orientierungstage zur Rekrutierung von Kanton zu Kanton unterschiedlich

Tornare Manuel (NR/SP/GE):
Ich ersuche den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
1. Kann er eine Bestandesaufnahme über die verschiedenen kantonalen Vorgehensweisen bei den Orientierungstagen machen?
2. Kann heute garantiert werden, dass Jugendliche, die Zivildienst leisten möchten, angemessene und objektive Informationen über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten erhalten?
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Immer mehr Schwänzer unter den Zivis

Die Zahl der Schwänzer unter den Zivildienstleistenden hat letztes Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Gemäss SRF hat die Vollzugstelle für den Zivildienst (ZIVI) gegen rund 800 Zivildienstleistende letztes Jahr ein Disziplinarverfahren eröffnet. (Audio-)Beitrag auf toponline.ch

Grosser Zahltag im Zivildienst

Reto H. drohten Monate der Arbeitslosigkeit. Als Langzeitstudent in Geschichte waren seine Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nach eigenem Bekunden eher schlecht. Nach dem Lizenziat ging er deshalb zurück in den Zivildienst. Zumindest in finanzieller Hinsicht ist er damit «sehr gut gefahren», wie er einräumt. Sein Tagesansatz betrug inklusive Zulage für seine zwei Kinder 213 Franken. Im Monat macht das gut 6400 Franken abzüglich Arbeitnehmerbeiträge für die Sozialwerke. Daneben bezahlte ihm der Einsatzbetrieb – das Kloster Fahr – eine Spesenentschädigung von täglich 49 Franken (werktags) bzw. 40 Franken (Wochenende).

Insgesamt erhielt er gegen 7800 Franken pro Monat plus ein Streckenabo für den ÖV. Für die Krankenkassenprämien musste er ab 60 Diensttagen nicht mehr aufkommen; die Militärversicherung übernimmt den Schutz. Sein Tätigkeitsbereich im Kloster: Gartenarbeiten wie Hecken pflanzen oder der Bau von Fledermausunterkünften. Seit der Zivildienst zu Ende ist, ist Reto H. zwischen einigen Praktika meist auf Stellensuche. So viel Geld wie im Zivildienst hat er nie mehr verdient. […]
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Armeeverweigerer profitieren unzulässig vom Zivildienst

Trotz Verboten lassen Zivis ihre Einsätze an die Ausbildung anrechnen, machen Medienarbeit für Verbände wie den WWF oder arbeiten als Rezeptionisten in Jugendherbergen.

Eigentlich sind die Regeln klar: Das Zivildienstgesetz macht strenge Auflagen darüber, wo jemand seinen militärischen Ersatzdienst leisten darf und wo nicht. Recherchen zeigen aber: Viele Zivildienstleistende arbeiten in Funktionen, die gesetzlich nicht erlaubt sind – oder zumindest fragwürdig scheinen. […]

Umweltverbände wie WWF, Greenpeace oder Pro Velo sowie Organisationen wie Amnesty International stellen ebenfalls häufig Zivis ein.
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AdA: Adieu der Armee

„Neulich musste ich in den WK. WK steht für Wiederholungskurs und gemeint ist damit der jährliche Wiederholungskurs für Angehörige der Armee (AdA). Dummerweise kann man auch als Student Angehöriger der Armee sein und dies führte bei mir zu einem alljährlichen Dilemma.“ Weiterlesen im NZZ (!) Campus Blog

Erinnerungen an die Armee 61

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