Rechenspiele der Armee haben politische Folgen

Die Schweizer Armee ist nach der Armeereform WEA grösser, als bisher bekannt war. Neben einem Effektivbestand von 140’000 Mann gibt es rund 15’000 weitere voll ausgerüstete und einsatzpflichtige Soldaten, die in den offiziellen Zahlen der Armee nicht erscheinen. Unter anderem handelt es sich um Durchdiener, die ihre Diensttage absolviert haben, aber noch vier Jahre lang der Armee angehören und für Einsätze aufgeboten werden können. Diese Recherche hat die ohnehin schon heftige Kontroverse um den Zivildienst zusätzlich angefacht.

Sicherheitspolitikerin Priska Seiler Graf (SP, ZH) fühlt sich von der Armee «an der Nase herumgeführt». Es heisse aus Armeekreisen oft, der Bestand würde mit der laufenden WEA-Reform auf einen Sollbestand 100’000 Mann halbiert. «Faktisch sind wir davon aber weit entfernt», so Seiler Graf. Sie habe den Eindruck, der Bestand würde primär mit rechnerischen Tricks reduziert. «Welche Armeeangehörigen zum Effektivbestand gezählt werden und welche nicht, ist jedenfalls ziemlich rätselhaft.»

Beitrag auf derbund.ch

Kommentar:
Besonders aufschlussreich ist das Zitat der „Sicherheitspolitikerin“ Sailer-Graf: «Ehe wir nicht ­genau wissen, wie gross die Armee ­wirklich ist, ist jede weitere Diskussion überflüssig».
Hat sie etwa in den Sitzungen, wo es um die WEA ging, geschlafen?
Es ist auch klar, dass der TagesAnzeiger hier den Ton angibt und den Politikern das Mikrophon hinhält. Sonst würde die Diskussion ja gar nicht stattfinden. Das Thema ist als Kandidat für das Sommerloch qualifiziert.

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Beda Düggelin

Da werden nicht nur SP-Politiker an der Nase herumgeführt! Da wird seit Jahren ein ganzes Volk an der Nase herumgeführt. Die Eckwerte sind bekannt, sie lauten 100’000 AdA’s und 5 Milliarden, dies haben uns die sog. bürgerlichen Politiker eingebrockt, die sich nun um die Zukunft der Armee Sorgen machen. Warum auch das VBS und selbst die SOG nicht in der Lage sind, dem Bürger in Bezug auf die Bestände klaren Wein einzuschenken ist schleierhaft, völlig inkompetent und fahrlässig. Dafür wird nun darüber diskutiert, ob die Allgemeine Wehrpflicht auch für Frauen gelten sollte? Wie dumm und blöd können eigentlich Politiker sein?… Weiterlesen »

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