Parmelin will neue Kampfjets für 9 Milliarden Franken … und eine Erhöhung des Militärbudgets

Jetzt gilt es ernst für den Kampfjetkauf. Am kommenden Mittwoch wird Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) im Bundesrat einen Kostenrahmen von 9 Milliarden Franken beantragen. Mit dem Geld soll die Armee etwa 30 bis 40 neue Kampfflugzeuge kaufen, um die seit 1997 im Einsatz stehenden F/A-18-Jets abzulösen. Inbegriffen im 9-Milliarden-Franken-Antrag sind auch die Ausgaben für ein neues bodengestütztes Raketensystem zur Luftverteidigung. 

Beitrag auf tagesanzeiger.chblick.ch – aargauerzeitung.ch – 24heures.ch – Reaktion GSoA.ch

Kommentar:
…aber, aber, aber… Hat der CdA nicht gesagt, dass die Armee mit den 5 Mia. genug Finanzmittel hat? Wir werden sehen, ob der Bundesrat dieses Ansinnen so unterstützt.
Ganz nebenbei: Mit dem aktuellen Stationierungskonzept können noch maximal 30 – 40 Flugzeuge in unserem Luftraum bewegt werden. Wie kann die SOG da glaubwürdig 70 Flugzeuge fordern, wenn sie zuvor die WEA mitsamt Stationierungskonzept gutgeheissen hat?

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Felix Lammbrigger

Aber, aber, lieber Kommentar-Schreiber. Die 5 Mia sind ein Jahresbudget, die 9 Mia sind über einige Jahre verteilt. Aber das wissen Sie ja eigentlich schon. Wenn Parmelin diese Grössenordnung gewählt hat, um damit leichter und schneller durchzukommen, aber dann im übernächsten Jahr „unter dem Druck der Ereignisse“ nachzudoppeln gedenkt, dann o.k. Allerdings: „dass Parmelin auch den derzeit wohl teuersten und stärksten Kampfjet der Welt, die F-35, testen will“ halte ich für einen Fehler. Der Flyaway-Preis ist doppelt so hoch wie beim Grippen, und er kann im „Tarnmodus“ weniger Waffen mitführen. „Das Stärkste Flugzeug“ ist nur ein PR-Spruch. Mehr nicht. Wenn… Weiterlesen »

Thierry Pasteur

Die F-35 ist der teuerste Rohrkrepierer in der Geschichte der Rüstungsindustrie. Ein Flieger, der alles können soll und schlussendlich nichts richtig kann. Meiner Meinung nach wäre die Dassault Rafale C/B der ideale Flieger für die Schweiz. Ein erprobtes und kompetentes Waffensystem, das sämtlichen Anforderungen der Schweizer Luftwaffe mehr als gerecht wird. Zudem wurde dieses Jahr die Entwicklung des F4-Standards gestartet, welcher die Rafale auf den aktuellsten Stand der Technik bringt. Einsatzbereit soll diese Version 2025 sein. Dies würde für die Schweiz aufgehen. Beim Gripen bin ich nach wie vor skeptisch. Auch wenn der Gripen E/F mittlerweile gebaut und bald auch… Weiterlesen »

Peter Bosshard

Die Glaubwürdigkeit unserer Landesverteidigung ist eng verbunden mit der Durchhaltefähigkeit am Boden und in der Luft. Mit lediglich 30-40 Flugzeugen ist diese viel zu kurz und damit nicht gegeben – mit diesen bundesrätlichen Verlautbarungen wird bereits die Basis für ein weiteres Beschaffungsdebakel gelegt. Wer die Vorpremiere des Films „Ein Volk auf der Höhe“ angesehen hat, musste sofort erkennen, weshalb eine genaue Analyse des Gripen-Debakels auch von Armeeseite abgelehnt wurde. Das Trauerspiel findet leider seine Fortsetzung – die Unfähigkeit, aus Fehlern lernen zu wollen ist leider eine weitverbreitete schlechte Tugend.

Thierry Pasteur

Betreffend der Durchhaltefähigkeit bin ich grundsätzlich einverstanden mit dir. Nur muss man wohl leider auch einsehen, dass die Variante mit 70 – 80 Kampfflugzeugen wohl politisch dem Volk nicht hätte verkauft werden können. Es wird auch jetzt schwierig, dem Volk glaubwürdig erklären zu können, warum es 9 Mia. Franken sprechen soll. Da aber BR Guy Parmelin sehr viel überlegter agiert und kommuniziert, als sein Vorgänger, dem ich die Hauptschuld daran gebe, dass wir heute keine JAS 39 Gripen E/F haben, denke ich, dass es eine Chance gibt. Schlussendlich ist es besser, eine Basis zu haben, auf der man aufbauen kann,… Weiterlesen »

Peter Bosshard

Die Glaubwürdigkeit unserer Armee ist im Krisenfall eng verbunden mit der Dauer der Durchhaltefähigkeit am Boden und in der Luft. Mit lediglich 30-40 Kampfflugzeugen ist diese Durchhaltefähigkeit nur ganz kurze Zeit gegeben. Mit dem angekündigten Vorgehen und der Festlegung auf 30-40 Flgz dürfte ein zweites Beschaffungsdebakel vor der Tür stehen. Die Unfähigkeit aus den gemachten Fehlern lernen zu wollen ist offenbar eine schlechte aber leider verbreitete Untugend. Wer der Vorpremiere des Film „Ein Volk auf der Höhe“ beigewohnt hat, erkannte sofort, weshalb die Armee an einer notwendigen Analyse des Gripendebakels wenig Interesse zeigte.

Felix Lammbrigger

Während BRUM seinerzeit schon VOR der Gripen-Abstimmung bei mir jeden Kredit verlor, hielt ich Parmi für cleverer. Aber nun befürchte ich, dass er doch etwas zu hoch pokert. Dass er das Projekt neue Luftwaffe/Luftabwehr entgegen der Meinung seiner Berater doch Referendumsfähig aufgleisen will, könnte auch ins Auge gehen. Allerdings wird sich die Weltlage bis dahin nochmals deutlich verschlechtert haben, oder es könnte sogar zu grösseren Militärschlägen gekommen sein. Wer weis das schon?! Aber wie ich schon schrieb, könnte es auch eine wirklich clevere Strategie von ihm sein. Allfällige Gegner verwirren und in die Irre führen. In diesem Fall: Bravo, Parmi.… Weiterlesen »

Thomas Müller

Glaubwürdiger wird die Schweizer Armee auch mit 100 neuen Kampfjets nicht, da müssen wohl einige Herren mit Gold am Hut sowie Zugewandte und Träumer nochmals ordentlich über die Bücher.
Zudem, so hoffe ich doch inständig, kann man solche Investitionen nicht am zahlenden Volk vorbeischleusen.

Hohermuth

1. Es ist wichtig, 70 Flugzeuge zu verlangen und dann zu hoffen, dass man nachher 40 bekommt! 2. So ein Geschäft gehört nicht vor das Volk. Sonst müsste man darauf bestehehn, dass zum Beispile auch über die Mittel für die „Pseudo“flüchtlinge und über das Budget für Entwicklungshilfe zwingend abgestimmt wird! 3. Flieger sind toll, aber hier wird in allen Kommentaren vergessen, dass der Entscheid für die Flab völlig daneben ist. Es soll geplant sein, nur weitreichende Flab zu beschaffen. Dann aber besteht ein massives Defizit bei der Mittleren und unteren Flab. Wenn man die aktuellen Konflikte betrachtet, werden massivst Helikopter… Weiterlesen »