Parlamentswahlen 2019

Parlamentswahlen 2019

Sehr geschätzte Mitglieder der Gruppe Giardino!

Nach regelmässiger Lektüre unserer Rundschreiben und Sonderschriften sind Sie bestimmt über die dramatischen Defizite unserer Streitkräfte hinlänglich orientiert. Auch wenn der Stab und vor allem der Vorstand der Gruppe Giardino sehr zielgerichtet arbeiten, sind unsere Möglichkeiten, auf die Entwicklung der Armee Einfluss zu nehmen, naturgemäss beschränkt, denn das Bundesparlament und der Bundesrat sind und bleiben die wichtigsten Entscheidungsträger. Es ist demnach von allergrösster Bedeutung welche Persönlichkeiten, nicht unbedingt welche Partei, anlässlich der National- und Ständeratswahlen am 20. Oktober 2019 gewählt werden.

Aus Sicht der Gruppe Giardino sind Personen, welche die Armee ablehnen, welche sich nicht um die Sicherheit unseres Landes kümmern wollen und welche die Grundsätze unserer Verfassung missachten, nicht wählbar. Erfahrungsgemäss nehmen Politiker insbesondere vor den Wahlen Kontakt mit Wählerinnen und Wählern auf, veranstalten Nominierungsversammlungen, kontradiktorische Podien oder präsentieren sich in kleinerem Rahmen ganz persönlich. Es ist dies die Zeit, in der die angehenden Behördenmitglieder auf die Bürgerinnen und Bürger hören, sich verbindlich geben und zuweilen auch Versprechungen machen oder Zusicherungen abgeben.

Es ist unerlässlich, dass auch Sie, liebe Giardino-Mitglieder, aktiv werden! Nehmen Sie doch bitte an solchen Anlässen in Ihrem Dorf, Ihrer Stadt oder Ihrem Wahlkreis teil und stellen Sie Fragen, welche jedem Giardino- Mitglied auf der Zunge brennen müssen. Zum Beispiel:

  •  «Darf ich Sie fragen, wie Ihr Verhältnis zur Armee ist?»                           
  • «Sind Sie bereit, sich für die Belange der Armee einzusetzen und dafür zu sorgen, dass sie die notwendigen Mittel und Rahmenbedingungen erhält, um Ihren Verfassungsauftrag erfüllen zu können?»                                                       
  • «Würden Sie sich bei einer Wahl für die Belange der Armee einsetzen, und welche Schwerpunkte würden Sie dabei legen?»                                                      
  • «Die Schweizer Armee ist in einem desolaten Zustand. Halten Sie es für Ihre Pflicht, in Ihrer parlamentarischen Arbeit auf diesem Gebiet zu arbeiten und eine Verbesserung der Situation anzustreben?»

Nehmen Sie die Kandidaten in die Pflicht und machen Sie Ihnen klar, dass in erster Linie sie es sind, die für die Sicherheit unseres Landes Verantwortung zu tragen haben. Teilen Sie die Resultate Ihrer Befragungen Ihren Freunden, Kollegen und Bekannten mit, so dass wir vielleicht im einen oder anderen Wahlkreis das Zünglein an der Waage spielen können. 

Autor: Reto Melcher