Nachdenkliche Gedanken zum Mobilmachungkonzept

Nachdenkliche Gedanken zum Mobilmachungkonzept

Basierend auf dem Grundlagendokument der WEA (Weiterentwicklung der Armee)

Themen: – «…jeder Truppenkörper basiert neu auf einem der 5 Logistik-Center». Bei jedem Anflug eines Ferien-Fliegers sind sie von weitem sichtbar: Othmarsingen, Hinwil, Thun, Grolley und Monteceneri. Sie sind gross und mit den vorhandenen Truppen kaum rund um die Uhr bewachbar.

Wer trägt die Schuld an der Vernichtung des alten Mobilmachungskonzeptes?

Die völlig hoffnungslosen Sprachdarbietungen der «Strategen» lauten in diesem Bereich wie folgt: – «…jeder Verband übernimmt seine Ausrüstung immer in einem Logistik-Center. Auch bei Mobilmachung. Durchhaltefähigkeit und Schutz der Logistik sind nicht auf längerdauernde Einsätze der Truppe ausgerichtet und es bestehen Ausrüstungslücken, die überbrückt werden müssen». (In einfacher Soldatensprache: das Material muss irgendwo zusammengekratzt oder ausgeschlachtet werden – sofern vorhanden). – «…der Truppenbestand reicht nicht aus, um Einrichtungen der Basislogistik, Infrastruktur usw. längerdauernd zu schützen. Der längerdauernde Einsatz der Armee würde eine Herausforderung darstellen». (Das ist die schöngeistige Umschreibung für Unfähigkeit) – «…alle Mittel der ersten Stunde (ca. 1/3 der Rumpfarmee) sollen innert 24 bis 96 Stunden nach einem politischen Entscheid einsatzbereit sein.

Diese Einheiten können ihre Leistung nur erbringen, falls das Material aus den Schulen zurückgezogen wird und für die Einheiten zuerst konfiguriert werden». (Das heisst also das Gros nach 4 Tagen! – sofern das Material da ist, sofern das Personal da ist, sofern die Transportmittel da sind, sofern die Autobahnen….!) – «…der Schutz der Armee-Infrastruktur ist von vitaler Bedeutung. Reserven sind kaum vorhanden und der Ausfall des Verteilsystems führt rasch zu einer Notlage.

Zum Abschluss der absolute Renner: «…die Truppe soll über das elo-System «eAlarm» aufgeboten werden». (Kein Wort darüber, dass dies das erste System sein wird, das ein Gegner stört, blockiert oder falsch auslöst). Nicht einmal das «Aufgebot zum Aufgebot» wird funktionieren! Stellt sich noch die Frage, wer die Verantwortung trägt für die Auflösung des alten Mobilmachungskonzeptes. Und warum man nicht jenes System wieder einführen will… Noch einfacher: Wer hat hier auf der strategischen Stufe welche Absichten oder Aufträge?????

Dies kann zur Folge haben, dass bis zu den 2030 Jahren im Falle einer Gesamt-Mobilmachung nicht alle Verbände gleichzeitig aufgeboten werden können. Mit Unterstützung der Logistik Bataillone können maximal täglich 10 Bataillone ausgerüstet werden». (Diesen Notstand gibt der BR zu – nichts geht! Wir sind absolut wehrlos!)

Autor: Hans Rickenbacher