Blattmann: «Nicht verloren», sondern «nicht vollständig»

Blattmann: «Nicht verloren», sondern «nicht vollständig»

In Bezug auf 27’000 Dossiers von ehemaligen Armeeangehörigen, die gemäss Berichten von Sonntagsmedien verloren gegangen sind, erklärte Blattmann, dass die Daten «nicht verloren» seien. Sie seien «nicht vollständig». Die Lücken in den Angaben seien entstanden bei der Migration der Angaben von den 26 Kantonen zum Bund.
Weiterlesen auf nzz.ch – 2. Artikel bei nzz.chMitteilung des VBS

 

Kommentare: 4

  1. Alain Vincent sagt:

    Wenn man sieht was an gewissen Orten für Leute arbeiten, dann ist es kein Wunder, dass der Bund von gewissen Kantonen “unvollständige” Dossiers (Datensätze) erhalten hat. Nun ist aber die Armee schuld und nicht die kantonalen Verwaltungen. Ist ja klar. *Augen-verdreh*
    Wenn die Daten “verloren” wären, woher wüsste man dann von wem man das Dienstbüchlein zur Kontrolle einfordern soll?
    Dass diese laufende DB-Aktion in den Medien auftaucht, zeigt ein Mal mehr: die grössten Feinde sitzen in den eigenen Reihen. Bestimmt handelt es sich wieder um eine sogenannte Indiskretion. Es handelt sich ja um laufende Untersuchungen und nicht um einen unbekannten Missstand den man nun unbedingt öffentlich breit treten müsste damit er behoben wird.

  2. Franz Betschon sagt:

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass das VBS DB’s zurückrufen muss. Man kann das natürlich auch mit einem plötzlich ausgerbrochenen Ordnungsfimmel im VBS begründen. Induskretionen sind in solchen Fällen gar nicht nötig.
    Als seinerzeit die DB’s für die Neueinteilungen im Rahmen der gegründeten AXXI zurückgerufen wurden, verblieben mehrere tausend Stück, die trotz mehrmaliger Mahnung nicht eingesandt wurden, ehe das VBS die Bemühungen sanktionslos aufgab. Einige tausend Wehrmänner hatten sich also durch eigenen Entschluss aus der Armee abgemeldet. Verbleibt also die Frage, wieviele Wehrmänner auch dieses Mal das Gesetz des Handelns an sich reissen.

    • Alain Vincent sagt:

      Wenn es so einfach ist sich davonzuschleichen; ist es dann auch so einfach wieder einzutreten?
      Die Übersich “wer, wo, warum” scheint ja ein bisschen abhanden gekommen sein.

  3. Brugger Kurt sagt:

    Hallo Herr Betschon, grüezi Giardinos, Ihre Aussagen sind so gravierend (für den Zustand der Armee), dass ich geneigt bin zu wiederholen, was ich in meiner Wut (und Trauer) auch schon gesagt habe, “nicht mehr viel mehr als eine schlecht geführte Pfadfinder-Abteil-ung”.
    Viele eigene Beobachtungen über Jahre, von Auftritten AdAs in der Oeffentlichkeit, bei der Mitarbeit (für ein privates Cateringunternehmen) bei den Entlass-ungen (Kt ZH Flugplatz Dübendorf), hat bei mir ein Bild geprägt, das in keiner Weise etwas zu tun hat, mit einer Truppe die durch eine starke Führungsstruk-tur auffällt. Dadurch befähigt ist, im Ernstfall einen Abwehrkampf erfolgreich zu führen.
    Vielleicht fehlt dieser Truppe wirklich der BöFei? Dann würde der BöFei-Jo mit seiner Entourage eigent-lich recht behalten.
    Weil ich als Trp Kdt im Kalten Krieg (wo dieser BöFei omni präsent war) ein völlig anderes Bild verinner-licht habe, ist meine Urteil vielleicht kompromiss-los, aber sicher nicht falsch. Eine führungsschwache Armee, hat noch nie eine Schlacht gewonnen, das haben nicht nur die Eidgenossen, auch die Römer, die Aegypter und die Griechen gewusst.
    Nicht, dass ich damit den Verlust von 27000 Daten über exAdAs hochspielen oder gar schönreden will. Nein, wenn diese Armee (bis in die oberste Führungs-etage)nicht wieder zurück kommt, auf die eiserne Durchsetzung von militärischer Disziplin, wird ihr diese Führungsschwäche (inkl. alle negativen Aus-wirkungen) erhalten bleiben. Und auch wenn BR UM, mit hohem Mass an Selbstdisziplin, weiterhin täglich mit dem Bike nach Bern fährt, wird er von seiner weltbe-sten Armee (die Armee 61 war einmal eine davon, darauf bin ich heute noch stolz, und Ueli der politische Knecht hat dazu gehört als Bat Kdt der Rdfhr, AdA mech leichte Trp) noch bis an das Ende seiner Tage bestenfalls träumen.
    Der aktuelle Datenverlust ist nichts anderes als eine weitere Panne, infolge Führungsschwäche und disziplin-losem Umgang mit Waffen und Munition. BR UM weiss ob diesem Mangel, nach Jahren der Verluderung braucht er Jahre um diese (für eine Armee) unabdingbaren Werte wieder zu installieren.

Kommentare sind geschlossen.