Hollande will Steueroasen in aller Welt "ausradieren"

Hollande will Steueroasen in aller Welt "ausradieren"

„Unerbittlich“ will der französische Präsident künftig im Kampf gegen Steuersünder und Steueroasen sein. Das hat er am Mittwoch bei einer Fernsehansprache im Elysée-Palast verkündet und eine neue „Beispielhaftigkeit“ versprochen. Steuerparadiese in Europa und in der Welt müssten „ausradiert“ werden, sagte François Hollande.
Quelle: FAZ20min.ch – tagesanzeiger.ch
Kommentar:
Ist das nun eine Kriegserklärung an die Schweiz? Hat nicht ein Staatsoberhaupt aus dem Nahen Osten mit ähnlicher Rhetorik das Ende von Israel gefordert? Wer sagt denn nun noch, in Europa gäbe es keine Verrückte mehr? Wir sagen euch voraus: Es wird noch schlimmer kommen! Dem Bundesrat ist zu wünschen, dass er gegen diese Erpressungsversuche auftritt und die Souveränität der Schweiz verteidigt.

 

Kommentare: 6

  1. Ernst Kägi sagt:

    Auch ein altbekanntes Muster: wenn innenpolitisch der Karren im Dreck steckt, muss man aussenpolitisch einen Gegner/Feind aufbauen.
    Das löst zwar die Probleme nicht, aber es lenkt zumindest für eine gewisse Zeit ab.
    Die Hoffnung auf einen Bundesrat mit Rückgrat habe ich schon länger aufgegeben.

    • Alain Vincent sagt:

      Darum engagiert sich der Franzose neuerdings wieder stärker militärisch auf dem afrikanischen Kontinent,
      und siehe da: es erschallt nicht mal der Ruf “Imperialismus”. Seltsam…

  2. Alain Vincent sagt:

    Sind wir also dort wo “der Osten” schon war… Der Kommunismus war nichts anderes als der totale Kapitalismus!
    Dank Globalisierung sind wir bald wieder gleich weit: jeder knechtet den andern so fest wie möglich! Soviel zur Aussenpolitik…
    …zur Innenpolitik: Hier geht es ja neuerdings darum, dass sich der Pöbel mind. 1 Mal pro Jahr ein Denkmal setzen kann. Was es nützt ist offenbar egal.

  3. Willy Stucky sagt:

    „Der Kommunismus war nichts anderes als der totale Kapitalismus“: Ein bedenkenswerter Satz, Herr Vincent. „Alles Kapital dem Staat!“ lautet tatsächlich die Devise des zu Ende gedachten Sozialismus. Dem Individuum jede Entscheidungsfreiheit nehmen heisst aber nichts anderes als es zu versklaven; und Sklaverei führt am Ende immer zum Krieg. Sie reden vom (ewigen) Frieden und fördern de facto den Krieg; und ihre Rhetorik entlarvt sie: „Kampf den Steueroasen!“ „Kampf der Kapitalflucht!“ Kampf dem Gewinn!“ Kampf, Kampf, Kampf…

  4. Hans Schmid sagt:

    Fehlt nur noch, dass Herr Hollande den Begriff “coventrieren” verwendet.

  5. Hans Ulrich Suter sagt:

    Es ist sicherlich eine massive Fehleinschätzung, wenn man glaubt, dass man Staatsfinanzen mit Raubzügen im Ausland (auch wenn es angeblich um sog. eigene Steuerflüchtlinge geht) in Ordnung bringen kann. Meines Wissens ist das spätestens seit dem dreissigjährigen Krieg nicht mehr möglich. Wichtig ist dabei v.a. dass sich anscheinend weite Teile der Politk und der publizierten Meinung in einer Denkweise, weit vor der Aufklärung bewegt und das is natürlich schon auch eine mögliche Kiegsursache, auf alle Fälle können die so bedrohten Staaten, auch die Schweiz, langfristig nicht immer nachgeben ohne irgendwann einen Krieg oder einen Volksaufstand zu provozieren.

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