Per Schlafwandel in den nächsten Weltkrieg?

Per Schlafwandel in den nächsten Weltkrieg?

Vor genau 100 Jahren hatte niemand geglaubt, dass die Welt innerhalb von wenigen Monaten in einen verheerenden Krieg schlittern wird. Heute glaubt das auch keiner. Das kann ein fataler Denkfehler sein. Denn schon mehren sich die Zeichen, dass wir auch heute wieder schlafwandeln, statt kritisch die Entwicklungen zu beachten. Und dabei meine ich nicht die Konfrontation China-Japan, sondern die gespannte Lage vor unserer Haustür.
Anfang Januar 2013 hat der luxemburgische Premierminister vor versammelter Presse vor einem bevorstehenden Dritten Weltkrieg gewarnt. Er verglich das Jahr 2013 mit 1913, in dem die Menschen an Frieden glaubten, obwohl die Welt vor einem Krieg stand. Könnte es sein, dass der zu diesem Zeitpunkt dienstälteste Regierungschef in der Europäischen Union über diplomatische Informationen verfügte, die ihn zu der Warnung bezüglich eines möglichen neuen Weltkriegs veranlassten?
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Kommentare: 17

  1. Philipp Hofmann sagt:

    Ihr steht also auf Trance-Reisen, Heilung im Quantenraum, Rückführungen, die „Magie des Sonnengrusses“, New-Age-Theorien, Naturfeld-Energie-Praktiken, Reinkarnationstherapien, Aktivieren des Alphazustandes, geistige Apachen-Krieger-Schulungen, indianischen Energie-Rituale, die Vier-Elemente Lehre der Lakota, Prophetie, Naturhypnose sowie auf „Trommeln, Chanten und Schamanisches Reisen“? Dann seid Ihr bei Peter Orzechowski – Autor des Artikels und Obergurufachexperte punkto Welt- als auch Transzendentalwissen – goldrichtig! Für alle andern: Willkommen in der Realität.

    • Erwin Markus sagt:

      GUTEN MORGEN HERR HOFMANN, GUT GESCHLAFEN……..?
      Ich meine nur, denn nach dem Zustand in dem Sie sich gestern Abend beim verfassen Ihres Artikels befanden, wäre es in der Tat erstaunlich wenn Sie heute Morgen nicht mindestens einen kleinen Brummschädel hätten. Wie kommt es übrigens, dass Sie gestern abend in dieser stressigen vorweihnachtlichen Zeit und noch dazu an einem Samstag Abend, nicht auf der Gasse waren wie es wohl Ihrem Naturell entrspricht…?
      Jeder Mensch Herr Hofmann, steht auf irgend etwas. Bei Ihnen scheinen es eben nunmal das Dumme grund- u. haltlose Gerede, sowie auch das sporadisch-krankhafte Provozieren zu sein. Kurze Rede langer Sinn mein lieber, wie schon einmal gesagt sollten Sie sich endlich einen guten Therapeuten besorgen, damit meine ich einer der WIRKLICH etwas kann, verstehen Sie?
      Denn eines ist sicher Herr Hofmann, Sie beweisen hier mit Ihrem Fabulieren einmal mehr, dass Sie zwischen Phantasie und Wirklichkeit immer noch nicht unterscheiden können. Ja mein lieber armer Freund, Sie sind krank wie eh und je, und das ist in Grunde genommen jammerschade. Aber auch diese Tatsache erlaubt Ihnen noch lange nicht, periodisch hier über dieses Forum herzufallen wie eine alt-biblische Plage, Ihren Stuss zu verbreiten um gleich anschliessend wieder zu verdufte wie Sie gekommen waren.
      Herr Hofmann wir sind hier ein seriöses Unternehmen, notorische Nörgler und Querschläger wie Sie sind hier unerwünscht. Hier wird seriös und vor allem sachbezogen diskutiert. Schönen Sonntag noch, und… gehen Sie doch besser an einen der wunderbaren Weihnachtsmärkte, dort sind Sie garantiert besser aufgehoben.

    • Philipp Hofmann sagt:

      Guten Mörgli, Herr Markus
      “Sie” wollen ein seriöses Unternehmen sein und sachbezogen diskutieren? Schön. Nur gelingt Ihnen dies leider nicht mit Hilfe von Peter Orzechowski. All die lustigen Dinge, die ich aufgeschrieben habe, werden nämlich von dem Spassvogel allen Ernstes gepredigt, in Büchern weiterverbreitet und an seinen Seminaren gelehrt. Glaubwürdigkeit: Quo Vadis.
      Sie dürfen ihm aber gerne glauben: An die Magie des Sonnengrusses, an Quantenraum-Heilungen und an die Aktivierung des Alphazustandes. Ich gehe heute gerne auf einen Weihnachtsmarkt; Sie dürfen in der Zwischenzeit aber gerne “seriös” Schamanenrituale abhalten und dazu “sachbezogen” Trommeln & Chanten – und sich somit als Schweizer Apachen-Krieger auf den 3. Weltkrieg vorbereiten. *Hugh!*

    • Gruppe Giardino sagt:

      Wie wäre es, wenn Sie die Ausführungen im Bericht widerlegen würden, statt sich auf den Überbringer der Nachricht einzuschiessen? Beweisen Sie doch, dass der Autor “nicht glaubwürdig” ist! Solange SIE die Punkte nicht widerlegen, bleiben SIE nicht glaubwürdig.

    • Erwin Markus sagt:

      HOFMANNS ERZÄHLUNGEN….!
      Danke für den Hinweis, denn wohl im Gegensatz zu den Meisten hier, musste ich heute arbeiten und hatte dadurch nur sehr wenig Zeit mich dieser Sache zu widmen.
      Ich habe mir also jetzt die Zeit genommen, und habe die Hintergründe des KOPP ONLINE Berichtes ein wenig angesehen. Darin stiess ich aber nicht nur auf den mehrfach zitierten Peter Orzechowski, sondern auch auf Christopher Clark und auf Seine Werke. Bei Clark sind wir aber fernab von jeglicher Esoterik, dafür aber tief in unserer Zeitgeschichte drin. Also gehen wir einmal systematisch vor:
      1. ESOTERIK ist dank New Age und ähnlichem immer noch sehr populär, denn damit werden weltweit Milliardenumsätze generiert. Man kann wie bei allen anderen Themen dieser Welt auch, dazu stehen wie man will ganz sicher ist aber, dass sich meistens die in diesem Zusammenhang gemachten Aussagen und Theorien bis anhin NICHT beweisen lassen. So können wir eben nichts anderes tun, als sie so zu akzeptieren wie sie an uns getragen wurden. Dies um sie nachher einfach dort im Raum stehen zu lassen, das ist alles.
      2. PETER ORZECHOWSKI kenne ich eigentlich NICHT, will heissen: hatte glaube ich bis zum heutigen Tag noch NIE von Ihm gehört.
      Wie es aussieht, scheint er aber ein höchst erfolgreicher Unternehmer zu sein, der gleich auf mehrere Steckenpferde setzt. So eben scheinbar auch nach der Esoterik, auf die Zeitgeschichte wie wir hier sehen können. Da es sich aber nicht um Sein Hauptthema handelt, arbeitet er hier mit Profis zusammen. Er selbst versucht allerdings vereinzelt gewisse historische Tatsachen, logische Schlussfolgerungen, usw. mit Weisheiten aus dem Bereich der Esoterik zu vergleichen. Dies wohl um letztere mit jenen Beweisen zu untermauern, die ihr bis jetzt fehlen.
      3. CHRISTOPHER CLARK war für mich “die” Entdeckung an dieser ganzen Geschichte. Denn ohne ein Revisionist zu sein, scheint er in Seinen Werken Tatsachen aufzuzeigen, die es schon lange verdient hätten aufgezeigt zu werden. Vor allem dann, wenn er mutig den Versuch macht, die offizielle und alleinige Kriegsschuld Deutschlands am Ausbruch won WW1 auszuräumen. Aber Hand auf’s Herz, dorthin sind wir alle nach näherer Betrachtung schon einmal gekommen, oder nicht?
      4. FAZIT ich habe auch in meiner jetzigen ziemlich oberflächlichen Betrachtung, nicht annähhernd jene angebliche Flut von Esoterik vorgefunden wie sie Hofmann in Seinem gewohnten Styl hier zum Besten gibt. Wie schon gesagt: dieser Mensch benötigt wohl einen guten Therapeuten, und bei Seinen gelegentlichen schriftlichen Gefühlsausbrüchen, von uns ganz entschieden in die Schranken gewiesen zu werden.

    • Philipp Hofmann sagt:

      @GruppeGiardino: Herr Orzechowski spickt seinen Artikel zwar mit Fakten, er wählt sie aber völlig selektiv bloss so aus bzw. baut sie just gerade so zusammen, dass sie seine These stützen vermögen. Problem am Ganzen: Er liefert nicht viel mehr als andere Geschichtsklitterer und Revisionisten, die – wie er – immer nahe am Abgrund der Esoterik und Verschwörungstheorien wanken. Und so kommt es halt, dass er seine These nicht aus anderen Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen ableitet, sondern aus – ich zitiere – „Prophezeiungen“ von „über 100 Hellsehern“. Viel Spass damit; ich bin raus. Hier geht es nicht mehr um Wissen, sondern Glauben und Glauben-Wollen. Für die Widerlegung von Visionen muss man Gegenvisionen aufbieten. Nur da bin ich der Falsche. Ich empfehle Ihnen daher sich mal Erich von Däniken zu melden oder bei Mike Shiva anzurufen (4.50 CHF/Minute).
      @Markus: Nur geht es in diesem Text nicht um Clark. Und Bezug auf ihn nimmt man darin auch nicht. Von dem her tut Clark nichts zur Sache. Zu Herrn O. und seinen Methode habe ich ja schon Stellung genommen, zu Clark werde ich es noch tun, aber in einem andern Posting am Ende dieses Threads.

  2. Michael Dahinden sagt:

    @Hofmann
    Für einmal ins Schwarze getroffen…..
    (pardon, Sie sind ja kein Schütze)

  3. Peter H. Kuhn sagt:

    Man muss doch sehr naiv, ignorant, unbelehrbar oder dumm sein, die Möglichkeit eines weiteren grossen Krieges zum vorne herein auszuschliessen! Der entscheidende Fehler der Menschheit ist, das sie nie aus den Fehlern gelernt hat, dies und auch nie tun wird und immer wieder die gleichen Fehler macht! Ob das nun ein Religionskrieg, ein Krieg vor der Haustüre oder ein Krieg mit Ausgangspunkt in fernen Ländern werden wird, ereignen wird sich das früher oder später! Wahrlich sehr einfältig sind jene Schalmeien- Spieler, die kurzsichtigen, leichtsinnigen Gutmenschen und Irregeführten, die die Landesverteidigung vernachlässigen!

  4. Alain Vincent sagt:

    So oder so. Der 3. Weltkrieg steht nicht bevor. Den haben wir bereits.
    Bloss auf dem Wirtschaftstisch. Denn der Krieg findet heute Geld-mässig statt. Man unterbietet sich gegenseitig mit tiefen Preisen, bis der andere entgeistert aufgibt (= kapituliert). Ein Arbeitsplatz ist heute weniger wert als vor hundert Jahren ein Soldatenleben.
    Die Konsumenten schaufeln sich ihre Arbeitsplatz-Gräber gleich selber, indem sie nach mehr M-Budget, Prix Garantie, Aldi oder Lidl schreien.
    Derweil verbünden sich die europäischen Regierungen in einem abgehobenen Macht-Konstrukt (EU) – von dem sie glauben es ewig halten zu können – während die Völker der einzelnen Länder dahin serbeln und die Binnenwirtschaften an die Globalisierung ausgeliefert werden.
    Sollte die heutige, politische Sauordnung – die Regierungen und Verwaltungen haben keine Ahnung was an der Basis jeden Tag “ab geht” (und sie wollen es auch nicht wissen, da sie sich hinter Gesetzen und Verordnungen verstecken) – irgendwann in einen bewaffneten Konflikt münden, so wäre das folglich nicht der dritte, sondern der vierte Weltkrieg.
    Bis dahin dürfen die Bürger Südeuropas weiter waffenlos gegen die “Sparmassnahmen” demonstrieren.
    WILLKOMMEN IN DIESER REALITÄT !!!

  5. Rosa Roth sagt:

    Es ist doch so, dass die Esoterik seit der Jahrtausendwende extrem zugenommen hat. Klar, man kann davon halten was man will. Ich tue es auch. Auf Hellseher mag ich mich aber nicht verlassen. Ich verlasse mich auf facts und figures, wie sie sich in der Schweiz in den letzten 5 Jahren darbieten und die sagen genug. Die sagen, dass wirklich eine Regierung an der Macht ist, die den Sozialismus einführt. Etwas, das gar nicht zur Schweizer Demokratie, so wie sie gewachsen ist, passt. Schade ist u.a., dass besonders viele Frauen, gerade wohlhabende total begeistert sind von Rotgrün. Das hängt mit was weiss ich zusammen. Jedenfalls DARF man einfach nicht Taten von Bundesräten loben, NUR weil sie Frauen sind. Es MUSS als Demokratin, denen auf die Finger geschaut werden können. Man SOLL Kritik ausüben dürfen. Man DARF sagen, was man denkt. Auch wenn ich nie einer Partei angehörte, war meine Laufbahn ähnlich wie die des Journalisten UPE: in den 80ern wählten wir noch die SP, ab Mitte 90ern fing es an zu kriseln in den Gehirnen. Seit die Arena im TV eingeführt wurde, zerfiel unsere politische Kultur. Und weil alle nur gebannt auf die Auftretenden in der Sendung schauten, vergassen sie die gewaltigen Umbrüche, die in der Bundesverwaltung stattfanden, zu hinterfragen. Es wurde KEINE Unterwanderung von links bemerkt, bis sie da war. Und nun ist sie da. Die Zentralisierung grossen Ausmasses ist weit fortgeschritten. Ich frage mich, ob das Pendel endlich wieder mal ausschlägt und ob es uns gelingen wird, es eine schöne Weile in der Mitte zu halten. Von alleine kommt dies wohl nicht. Aber es fehlt einfach an der Information bei den Massen in unserem Land. Zum Beispiel glauben wirklich noch die meisten, wir hätten eine grosse, starke Armee, die man schon ein bisschen abbauen dürfe. Meine Gespräche mit Menschen, sei dies im Zug, am Marktplatz machen mich betroffen und nachdenklich: ein grosses Unwissen ist vorhanden. Es hat mit vielen, vielen Faktoren zu tun. Ich mag es nicht weiter ausführen, denn es geht vom fehlenden Heimatkunde-Geschichts-Unterricht in den Schulen bis zur starken Durchmischung mit Bevölkerungsgruppen aus Nichtdemokratien, welche unsere eigenen Kinder beeinflussen. Das Fazit daraus ist, dass man sich schämen soll, ein Schweizer zu sein. Psychologisch gesehen hat dies wohl mit einem schweizerischen Minderwertigkeitskomplex vor den uns umgebenden Machos zu tun. Deshalb fährt man die Liebkind-Gutmensch-Schiene, was zu den verheerenden Zuständen in diesem >Land geführt hat. Ja, es wird IMMER Kriege geben. Und die kleine Schweiz kann noch lange versuchen, DAS Vorbild in Sachen Rotgrün zu sein. Irgendwann wird der Koloss auf den tönernen Füssen zusammenkrachen.

  6. Theo Biedemann sagt:

    Wer die Geschichte nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nehmen will, der wird nur allzu leicht ihr Opfer. Denn der aufmerksame politische Beobachter wird bald feststellen, dass es in der Politik kaum Zufälle gibt, sondern im Hintergrund laufen systematisch geplante politische, wirtschaftliche und militärische Operationen von mächtigen Interessengruppen ab. Empfehlenswertes Buch dazu z.B. “CIA, Die ganze Geschichte” von Tim Weiner.
    Mit solchen bewusst herbeigeführten politischen und wirtschaftlichen Katastrophen sowie militärischen Konflikten werden dann Tatsachen geschaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Ereignisse wie der 11. September 2001 mit nachfolgendem geostrategischem Krieg gegen den Terror, die anhaltende Euro-Krise mit einer schleichenden Enteignung der Bürger durch Geldentwertung, die herbeigeführte Erdölkrise von 1973 oder die Golf-Kriege II/III zur Sicherung von Erdöl-Ressourcen und zur Umsetzung einer neuen Weltordnung lassen grüssen. Lesenswertes Buch dazu: “Die Schock-Strategie – Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus” von Naomi Klein.
    Die Schweiz braucht eine starke Milizarmee, als letztes strategisches Mittel in der Hand eines demokratisch legitimierten Staates und seiner Behörden. Denn wenn unser Land schutzlos ist, werden unsere Energie- Wasser- und Geldreserven sowie unsere Informationstechnologie-, Verkehrs- und Industrie-Infrastruktur nur allzu leicht begehrte strategische Ziel-Objekte eines potentiellen Aggressors. Ohne glaubwürdige Verteidigungsarmee droht das Bertold Brecht zugeschriebene Zitat “Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu euch”! schneller als uns lieb ist grausame Realität zu werden. In drei Kriegen (D-F-Krieg, Weltkrieg I/II) ist die Schweiz mit viel Glück und auch dank göttlicher Fügung praktisch unversehrt geblieben. Ein weiteres Mal darauf zu vertrauen, wäre naiv und unverantwortlich.

  7. Hans Ulrich Suter sagt:

    “Nur weil einer ein Psychopath ist, muss er nicht unrecht haben”, John Malkowitch in R.E.D. Ich ziehe es aber vor anders zu argumentieren als diese Gruppe: Ich brauche auch keinen Krieg 2014… Der Witz ist eher der, dass man die Eintretenswahrscheinlichkeit unwahrscheinlicher Ereignisse unterschätzt. Man empfiehlt dazu natürlich das Buch, Der schwarze Schwan von Taleb. Die Aufgabe des VBS wäre es diesen unterschätzten, unwahrscheinlichen aber trotzdem möglichen Krieg vorzubereiten. Während man sich nun darauf vorbereitet wird dieser noch unwahrscheinlicher, denn auch der Gegner plant mit. Das wäre nun schon der Auftrag und dieser wird von Politik und Militär offensichtlich nicht gemacht. So einfach ist das ganze.

  8. Philipp Hofmann sagt:

    Ergänzend hier noch die weiter oben angekündigte vertiefte Stellungnahme zu Christopher Clark und der Thematik „Schuld und Causa für den 1. Weltkrieg“:
    Christopher Clark hat in der Tat dieses Jahr ein Aufsehen erregendes Buch herausgegeben. Bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Wobei mich die Reviews dazu gespalten zurücklassen. Clark bemüht zwar viele Detailentwicklung kurz vor dem Krieg, erfasst aber kaum die Gesamtzusammenhänge.
    Dass Deutschland nicht mal im Ansatz die alleinige Kriegsschuld am 1. Weltkrieg trägt, ist – wie Herr Markus selber festhält – wohl für niemanden eine wirkliche Neuigkeit. Und genau diese Disposition erachte ich denn als Grund dafür, warum das 100-Jahr-Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkriegs in Europa dieses Jahr weitgehend ignoriert wurde. Zu gross Angst oder besser das Bewusstsein, am Ende als Kriegstreiber dazustehen. Daher halten die Engländer als Kollektiv schön still, während sie sonst den medialen Markt überschwemmen mit Reminiszenzen. (Siehe Titanic-Untergang: 3 TV-Mini-Serien, dutzende Dokus und Bücher zu jedem kleinsten Hintergrundaspekt.)
    Es ist nun mal das Schandmal der Nationalstaatlichkeit und des Patriotismus: Der Erste Weltkrieg wurde von den Regierungen und Militär-Oberen der grossen Industriestaaten Europas nicht nur herbeigesehnt, sondern über Jahre hinweg gezielt konstruiert und provoziert. Europa wollte den Grossen Krieg und hat ihn bekommen. Mag sein, dass man glaubte, dass man zu Weihnachten wieder zuhause sei und nicht an die abstrusen Auswüchse wie Verdun gedacht hat.
    Nur ist die Entwicklung auf den Weltkrieg hin nicht erst ein paar Jahre vor dem 1913 anzusiedeln, sondern WEIT ins 19. Jahrhundert anzusetzen. Der Erste Weltkrieg unter anderem die Kulmination der wettrennenartigen imperialistischen Weltbeherrschungspolitik. Dass es dabei zwingend zu einem Big Bang kommen wird und soll, wusste jeder, der in oberen Politik- und Armeerängen tätig war. Nicht umsonst rüstet man schon Jahrzehnte vor dem 1. Weltkrieg massiv auf und provozierte einander ganz gezielt.
    Nur war diese kompetitive Haltung bzw. das Überlegenheitsselbstverständnisse nicht bloss auf Militärmacht belassen, sondern bezog sich in alle Bereiche wie Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Als gemeinsamer Nenner lässt sich ein zur damaligen Zeit den Menschen und Staat inhärenter quasi-sakralisierter Nationalstaatsbegriff: Kompromissloser nationaler Geltungsdrang auf Weltebene zusammen mit einem der Welt gar entrückten vaterländischer Ehreverständnis. Der eigene Nationalstaat als das neue höchste Wesen – und alles und jeder muss sich dem unterordnen und gegebenenfalls wie selbstverständlich opfern.
    Und so trieb blinder Soldatengehorsam und Überpatriotismus Millionen von Menschen in direkt in den Tod und rissen noch einmal Abermillionen als zivile Kollateralschäden mit. Und für was? Für nicht mehr als die Verteidigung eines völlig degenerierten Vaterlandsverständnisses und der Befriedigung der Kriegssucht von ein paar Kriegsgurgeln und Armeekarrieristen, wie sie in ALLEN industrialisierten Grossmachtstaaten zur damaligen Zeit den recht-konservativen Milieu der Postaristokratie und Bourgeoisie entsprangen. Der Kleinbürger und Arbeiter war sich wohl nicht der Kriegswahrscheinlichkeit bewusst, aber fraglos die kriegseuphorischen, siegessicheren Landesdenker und –lenker. Dahingehend sind die Aussagen Clarks, wie jene, dass anno 1913 alle noch schlafwandelnd und friedensnaiv durch die Welt wankten, natürlich grotesk und schon mal schlichtweg falsch.

    • Erwin Markus sagt:

      MEIN LIEBER HOFMANN…!
      Alle Achtung zu Ihrem langen, schon gestern Abend angekündigten Thread: GRATULIERE HOFMANN! Das sind ja ganz andere Töne, ist mann von Ihnen gar nicht gewohnt.
      Haben Sie das alles denn auch selber verfasst…? wie dem auch sei Herr Hofmann, gratuliere nochmal und… weiter so.

  9. Hans Ulrich Suter sagt:

    @Hofmann
    Es ist völlig absurd zu behaupten die politisch Verantwortlichen von 1900 bis 1914 hätten bewusst einen Krieg herbeigeplant, währenddem die heutigen Verantwortlichen alle ein Abbild von Mutter Theresa sind. Das ist Verschwörungstheorie von schlimmsten Ausmassen einfach mit umgekehrten Vorzeichen und mindestens einem blinden Auge. Im Wesentlichen war wohl Wilhelm II. einfach überfordert und falsch beraten, aber sicher guten Willens nur das Beste zu machen. Ersteres sind die heutigen Politiker auch, nur der gute Willen fehlt ihnen, aber ob das schon reicht um eine friedliche Zukunft zu sichern? Wohl eher nicht.

  10. Fritz Kälin sagt:

    Etwas von ‘1914’ sollte uns heute auf jeden Fall zu denken geben: Die damalige Bündnislage trug massgeblich dazu bei, dass eine einzelne Eskalation zwischen zwei Staaten alle grossen (nicht neutralen) Staaten eben nicht nur die Frage ‘Krieg oder Frieden?’, sondern die Frage ‘bündnistreu oder nicht?’ beantworten mussten.
    Heute wird in der NATO wieder vollmundig von ‘Bündnissolidarität’ gefaselt. Deshalb wird heute nicht gerne daran erinnert, was Bündnissolidarität vor 100 Jahren bedeutete.
    Beispiel Ukraine: viele Leute haben noch immer nicht begriffen, dass der Georgienkrieg 2008 gleichzeitig auch ein Warnschuss bezüglich der Ukraine war. Russland ist für die Ukraine zu weit höherem Einsatz bereit als der Westen.
    Krieg ist vermeidbar, aber es braucht dazu einen Effort. Diverse Entwicklungen in Europa unterminieren die Dämme, die man 1945-1989 gegen einen Kriegsausbruch (in Europa) errichtete:
    -Die nukleare Abschreckung spielt in Europa kaum noch eine kriegsverhindernde Rolle.
    -Der militärische Leviathan USA disloziert seine Mittel weg von Europa.
    -Die NATO-Staaten nutzen ihre Streitkräfte seit dem Mauerfall nicht mehr für Kriegsverhinderung, sondern für Kriegführung. Obwohl das humanitäre Gejammere über ‘Krieg’ im Westen immer weiter zunimmt, sinkt die Hemmschwelle, militärische Zwangsmittel einzusetzen.
    -Die modernen Gesellschaften sind mit geringen Mitteln schwer treffbar.
    -Russland rüstet, um begrenzte Ziele wenn nötig zu erreichen. Westeuropa hat uferlose Ansprüche, während seine militärischen Kapazitäten Tag für Tag schrumpen.
    -Innergesellschaftlich schlummert in den europäischen Staaten ein Konfliktpotential, gegen das die etablierten Kriegsverhinderungsinstrumente (z.B. Diplomatie) nicht greifen würden.

  11. Kurt Anton Brugger sagt:

    Hallo Giardinos, Vergangenheit ist Geschichte, Gegenwart ist Glück, Zukunft ist Geheimnis!
    Alle kriegerischen Handlungen auf dem europäischen Kontinent haben ihre Geschichte und sind Geschichte. Die Ursachenforschung überlasse ich den Historikern, orientiere mich an deren Resultaten. Nicht zuletzt an dem was ich 1:1 erfahren habe.
    Die Gegenwart liefert alltägliche Beweise, dass Menschen die Fähig-keit in Frieden zu leben, über kurz oder lang verlieren. Trotz gros-sen Anstrengungen der Weltgemeinschaft werden auf allen Kontinenten bewaffnete Konflikte geführt. Ethnische Säuberungen,religiöse Bürger-kriege,wirtschaftliche Bruderkriege. In Europa zählen wir uns aktuell zwar zu den Glücklichen. Keiner weiss so richtig, ob dieses Glück von Dauer ist, wann und wo soziale und finanzielle Spannungen aus dem Ruder laufen. Wann regionale Konflikte einen Flächenbrand auslösen.
    Ob die Menschen mehrheitlich, schlafwandelnd in einen kriegerischen Konflikt schlittern, wage ich zu bezweifeln und schon gar nicht in einen 3. Weltkrieg. Die pazifistische Bewegung der Schweiz, eine Minderheit, möchte dies für das ganze Volk, indem sie glauben die Völker könnten ihre Konflikte waffenlos austragen. Dazu braucht es ein grosses Mass an Realitätsverlust, Ignoranz und esotherische Interpretations-Kunst. Damit ist gar ein Mike Shiva und seine Adlaten(innen) überfordert.
    Die grosse Mehrheit der Schweizer ist geerdet. Realistisch und mit wachem Geist der allfälligen Gefahr bewusst, einer bewaffneten Auseinandersetzung gegen unser Land, mit den richtigen Mitteln begegnen zu müssen. Dafür ist die Strategie der Dissuasion (Kriegs-verhinderung)und der bewaffneten Neutralität unser Erfolgsrezept.
    Eine flexible Milizarmee, gut bewaffnet, kriegsgenügend ausgebildet, kampfstark im vertrauten und verstärkten Gelände. Niemand, auch die schweizerischen Militärstrategen nicht (und schon gar nicht die SIKO Politiker), muss dafür das Rad neu erfinden. Eine Verteidigungsarmee bestehend aus Milizionären und getragen vom Wehrwillen der grossen Mehrheit des Volkes.
    Dieser Volkswillen muss die kommenden eidgenössischen Wahlen prägen. Für jeden von uns, der sich diesen Gedanken anschliesst, sind Politi-ker nicht mehr wählbar, welche die Landesverteidigung aus ideologi-schen Gründen, esotherisch, schlafwandlerisch, oder gar aus der pazifistischen Ecke betrachten.

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