Raubbau an der Landesverteidigung

Raubbau an der Landesverteidigung

Allein schon das Wortungetüm macht stutzig: Der Mitte-links-Bundesrat in Bern plant ein – nun halten Sie sich fest – Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket 2014, abgekürzt KAP.
Hinter dem Wort-Viermaster versteckt sich schlicht ein neues Sparprogramm, das namentlich wieder auf dem Buckel der Armee ausgetragen werden soll. Kein halbes Jahr ist vergangen, seit der Bundesrat der Armee sechshundert Millionen pro Jahr abzwackte – und schon will er ihr nochmals hundert Millionen jährlich wegnehmen. Im Grunde ist es ein ungeheuerlicher Vorgang, der sich unter der Bundeskuppel hinter dem harmlos daherkommenden Kürzel KAP tarnt.
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Kommentare: 5

  1. M. E. sagt:

    Meine lieben Giardinos, lieber Herr Schlüer….!
    Bedenklich, oder besser gesagt ALARMIEREND; das wissen aber hier wohl alle…!
    Nur, dass ist denke ich mal leider nichts überraschendes oder? es ist ganz einfach die Essenz unseres hiesigen Wirkens, solche Misstände aufzudecken. Dies, ist doch der Existenzgrund der Gruppe Giardino. Nein mich erstaunt doch, dass bis jetzt noch niemand aus unserem Reihen reagiert hat. Wird wohl am schönen Wetter liegen, oder eben etwa doch nicht?
    Wie dem auch sei, ich hätte eigentlich an dieser Stelle mehr etwas über die Verleihung des Nobelpreis für Frieden an die EU erwartet. Ich hatte seit jeher schon, einen grossen Respekt für diese Auszeichnung, und auch für die Akademie die sie verleiht. Seit Arafat (1994 oder 1995) jedoch, habe ich da aber meine berechtigten Zweifel… Und jetzt da er an unser liebes Krisengebilde verliehen wurde, bin ich perplexer denn je. Frage: inwiefern, für WAS, hat die EU den Preis denn eigentlich verdient?
    Fazit: solange in Europa solche höchst zweifelhafte Entscheide gefällt werden, wird hier bei uns punkto glaubhafter Landesverteidigung, auf ganz kleiner Flamme gekocht werden, das ist sicher….!

  2. Willy Stucky sagt:

    Es ist wirklich absurd geworden. Jede Budgeterhöhung im sozialen Bereich wird mit dem Standard-Argument begründet, wir seien schliesslich eines der reichsten Länder der Welt. Geht es hingegen um eine eigenständige Armee, gehören wir offensichtlich eher zu den ärmeren Ländern der Welt, während sich Griechenland – angeblich aus Furcht vor der Türkei, d.h. aus Furcht vor einem Nato-Bündnis-Partner – eine Luxus-Armee leistet. Doch dies ist keineswegs eine Knacknuss für die Friedensnobelpreis-Trägerin EU. Absurder geht’s wirklich nicht mehr!

    • Alain Vincent sagt:

      So absurd wie die Vorstellung, wer das Bürgerrecht mehrerer Gemeinden in der Schweiz hat, könnte dadurch irgendwann Doppelbürger verschiedener Länder werden.
      (Mal abgesehen davon, dass man juristisch gesehen schon heute immer erst durch das kantonale Bürgerrecht den roten Schweizer Pass erlangen kann.)
      Die “lingge” Querbeet-Politik national wie kantonal, siehe beim nationalen Finanzausgleich oder bei der Dezimierung nationaler Sicherheitsinstrumente, gefährdet langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz. Irgendwann wird sich der Unmut nicht mehr nur auf der Wahl/Abstimmungs-Ebene manifestieren.
      Irgendwann wird sich der Unmut auf der gesellschaftlichen, alltäglichen Ebene entladen. Dies ist durchaus denkbar. Doch genau daran wollen unsere “Uns geht es gut und wir sind nett zueinander”-Politiker nicht denken müssen. Während sie in der internationalen “das Undenkbare denken”-Grössenordnung herumstudieren, sind sie nicht mehr dazu fähig, dass ihnen das Naheliegendste einfällt.
      Mit der ständigen Armeeverkleinerung wurden und werden die Möglichkeiten der Bürger geschmälert, sich gemeinsam für die Sicherheit des Landes einzusetzen, in dem jeder (s)einen Teil beiträgt. Nimmt man den Leuten diese Möglichkeit und Aufgabe weg, fühlen sich diese Leute irgendwann auch nicht mehr für die Sicherheit des Landes verantwortlich und zuständig.(*) Fällt aber die tatsächliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im Alltag unter einen gewissen Level, werden die Leute ihre Sicherheit aber wieder in die eigene Hand nehmen wollen.
      (*) Auf diesem Weg haben es die Armeeabschaffer fertig gebracht, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr für die Armee interessieren.

    • Hammond sagt:

      Irgendwann wird sich der Unmut auf der gesellschaftlichen, alltäglichen Ebene entladen. Dies ist durchaus denkbar. Doch genau daran wollen unsere “Uns geht es gut und wir sind nett zueinander”-Politiker nicht denken müssen. […]
      Haben Sie verpasst, dass erst vor kürzerem ein kleiner Kelch vorbeigegangen war? (Waffenverbotsinitiative wurde letztes Jahr mit 56.3% abgelehnt)
      Ich bin der Meinung, dass sich ein paar Linke da durchaus einiges (unschönes) gedacht haben. Und was diese national nicht zustande bringen, versuchen sie über Schengen und andere internationale Organisationen nochmals durchzudrücken. Und „böse“ Zungen sagen, dass Josef Stalin einer ihrer Waffenrechts-Fachexperten ist.
      Erst vor einigen Tagen gab Allen West eine Rede über die Wichtigkeit des Waffentragrechts mit diversen Zitaten von historischen Persönlichkeiten. Auch dieses erwähnte Zitat hat für die Schweiz Gültigkeit: „Those who hammer their guns into plowshares will plow for those who do not.“ – Thomas Jefferson
      Zum Abschluss noch ein Tweet mit mehreren aussagekräftigen Bildern:
      „I took my 12-year-old daughter shooting this summer for her 12th birthday. Self-defense is one of the best gifts you can give a girl.“ – @michellemalkin
      Und eine andere Frau beschrieb Handfeuerwaffen als „Kraftausgleicher“ („Force equalizer“).

  3. Walter Liechti sagt:

    Wie lange lassen wir uns das noch bieten?
    Die unnützen Mio. und Mia. für das Asylunwesen werden
    auf Kosten unserer nationalen Sicherheit eingespart!
    Leider haben noch nicht alle begriffen, dass unsere
    Regierungsparteien alle unter dem gleichen Deckel
    stecken. Ein Systemwechsel nach Richtung rechts+
    wäre dringend nötig! Welche Organisation hat den Mut,
    einen Marsch auf Bern zu organisieren?

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