SF – 5 gegen 5: Argumente zur Armeeabschaffung

SF – 5 gegen 5: Argumente zur Armeeabschaffung

Das Schweizer Fernsehen bereitet die Bevölkerung sanft auf die Armeeabschaffung vor:

Sendung 5gegen5 vom 9. Juli 2012

Gesucht werden die Argumente, mit welchen die Armeegegner die Armee abschaffen wollen. 

ab Minute 14:00

5GEGEN5 vom 09.07.2012

Häufigste Antworten:

  • Geld sparen
  • Keine Kriegsgefahr
  • Schweizer wären chancenlos

 
Bevor man bei der Armee, welche in den letzten Jahren am meisten “gespart” hat, den Rotstift ansetzt, gäbe es noch andere Departemente mit grossem Einsparpotenzial.
Wer nur dann eine Armee will, wenn Krieg herrscht, hat keine Armee, weil sie nicht bereit ist.
Und damit ist auch klar, dass eine solche nicht existente Armee chancenlos wäre. Müsste man nicht aufrüsten, um eine Chance zu haben?

 

Kommentare: 7

  1. M. E. sagt:

    Guten Tag Giardinos…!
    Schön bei euch zu sein, schön sich unter echten Schweizern zu fühlen, und noch schöner ist, keiner dieser verdammten trittbrettfahrenden Volksverhetzer/verräter von der GSOA zu sein!
    Nein langsam aber sicher gehen mir diese Leute entgültig auf den Wecker, sie werden nämlich durch ihr ewiges subversives Tun definitiv zum Sicherheitsrisiko. Die Frage ist hier nur: will denn wirklich niemand reagieren?
    Ich denke eben, dass es eines jeden echten Eidgenossen heilige Pflicht ist, diese Bande mit allen Ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bis aufs Äusserste zu bekämpfen und auch zu zerstören.
    Ja Giardinos, ich sagte ganz klar bekämpfen und zerstören. Diese Subjekte werden nämlich wenigstens teilweise ferngsteuert, früher in einer auf dieser Ebene noch gesünderen Zeit, hätte man wohl:-“unterwandert…” gesagt.
    Die sog. GSOA ist in hohem Masse staatsgefährdend, sie ist gegenwärtig ein Staatsbedrohendes Problem: packen wir es an! Ich kann natürlich schon verstehen, dass mit solchem Abschaum die Schweiz:”… chancenlos…” wäre… Die höchst seltsame Ansicht, dass: “…gegenwärtig keine Kriegsgefahr herscht…”, zeigt uns nur wie weit weg von der Wirklichkeit, wie naiv, diese armen Tröpfe lavieren. Da braucht man schon gar nicht mehr die ewige Entschuldigung vom:”Geld sparen…” zu bemühen, wie es immer allzu gerne getan wird wenn man keine besseren Argumente mehr hat.
    Sicher Giardinos, wir mögen zwar gegenwärtig einen viel-Fronten Krieg führen, aber es ist zum Guten und da dürfen wir nicht klein bei geben: NIEMALS! das sind schon unseren Vorfahren schuldig, die uns das Land in so gutem Zustand übergeben haben.
    Also dann liebe Freunde auf gehts! ich möchte jetzt, dass wir alle gemeinsam nachdenken wie und mit welchen Mitteln man(n) die GSOA bremsen, mundtot machen, zerstören kann und dies hier auf diesem Forum.
    Daher lanciere ich ein diesbezügliches Brainstorming, und freue mich jetzt schon auf eine animierte und fruchtbare Diskussion und Zusammenarbeit. Also, wer fängt an…?

    • Max Harberg sagt:

      Ich hatte gemeint, unser Väter unf Grossväter hätten unser Land erfolgreich gegen das barbarische Regime und Ideologie aus dem Norden zu Wehr, gesetzt.
      Anscheinend vergeblich. Je mehr Sie sich mit ihrem vermeintlichen Gegner anlegen, desto ähnlicher werden Sie ihm.
      Brain stormed.

  2. Fritz Kälin sagt:

    Bei aller Liebe zur Armee möchte ich klar gesagt haben, dass sie kein Selbstzweck ist, sondern dem Schutz eines noch wertvolleren Gutes, nämlich der Nation als Ganzes, dient. Dieses Ganzes umfasst letztendlich auch jedes GSoA-Mitglied in seiner Eigenschaft als Bürger dieses Landes, unabhängig davon, ob man ihre Tätigkeit als staatsgefährdend einschätzt. Das Ganze umfasst auch unsere politische Ordnung, die auf der Meinungsfreiheit fusst. Persönlich distanziere ich mich deshalb klar von jeder Forderung danach, in diesem Land irgend jemanden “mundtot” zu machen. Viel wichtiger und richtiger ist es, dass wir uns selbst den Mund nicht länger verbieten lassen und – hier treffe ich mich wieder mit M.E. – in Giardino endlich ein Sprachrohr bekommen haben, welches berechtigten Klagen bei den richtigen Adressaten unüberhöhrbar Gehör verschafft.
    Letztlich wird der Stimmbürger an der Urne einmal mehr der GSoA das Maul stopfen (Wehrpflichtabstimmung) – und auch all jenen, welche die GSoA vorschicken, um ihre Ziele für dieses Land auf indirektem Weg umzusetzen.

  3. Guido Pescio sagt:

    @Fritz Kälin
    Richtig, in diesem Land, in unserer Demokratie darf niemand mundtot gemacht werden. Jedoch hat auch die beste und direkteste Demokratie ihre Grenzen (hab ich mal aus einem linken Maul gehört). Dass diese Grenze, bildlich gesprochen, in einer absolut fast unerreichbarer Höhe anzusiedeln ist, ist auch unbestritten. Aber wo ist nun diese Grenze? Meines Erachtens genau dort, wo “Elemente” die VERTEIDIGUNG eben dieser Demokratie verhindern wollen. Ein Verteidigungsinstrument wie die Armee, ob gut, effizient, genügend oder nicht, abschaffen zu wollen und im äussersten Fall in Kauf nehmen, ohne Gegenwehr abgeschlachtet zu werden…ja genau dort ist die Grenze der Demokratie erreicht! Meines Wissens haben die meisten demokratischen Länder einen sog. Staatsschutz. Ich kann nicht beurteilen, ob die GSOA die Grenze bereits überschritten hat, dass der Staatsschutz eingreifen sollte. Meiner Meinung nach fehlt dazu nur noch sehr wenig! Ohne Freiheit gibt es keine Demokratie! Die Verteidigungsinstrumente für unsere Freiheit, unser Leben, ja sogar für unser Hab und Gut aufzugeben, bedeutet auch unsere Demokratie aufgeben. Wer also diese Demokratie schützen und verteidigen will, darf nicht darüber diskutieren, ob wir die Schutzmechanismen aufgeben sollen. Wer die Demokratie nicht mehr verteidigen will, will die Demokratie per se nicht mehr. Die Demokratie und die Werte unseres Landes mit einer hinterhältigen Salamitaktik mittels Abschaffung der betreffenden Verteidigungsinstrumente zerstören zu wollen….dort ist die Grenze der Demokratie erreicht…dies ist nun wirklich diskussionslos!

  4. Hans Ulrich Suter sagt:

    Es ist eben wichtig zu sehen, dass die Aussagen faktisch falsch sind.
    1. Bekanntlich wird für sehr vieles viel mehr Geld ausgegeben, zum Beispiel Bildung: Faktor 10 bis 20, Grundlagen-Forschung=Militärausgaben, bis ein Faktor 100 im Sozialwesen, usw. usf.
    2. Muss jetzt nicht wirklich diskutietrt werden, oder?
    3. Finde ich am lustigsten. Zu der Zeit, wo es wirklich Bedrohungsszenarien gab, bei denen die Schweiz keine militärischen Möglichkeiten gehabt hätte (Fall eines Nuklearkrieges zwischen UdSSR und USA) wurde die Armee nicht in Frage gestellt, währenddem die Bedrohungsszenarien die jetzt wahrscheinlicher sind, ziemlich vollständig durch eine Armee (wie um 1960) abgedeckt würden. Der Momentanen fehlt zum Beispiel das Bewachungselement, die Landwehr, als Objektschutz gegen Terroranschläge.
    Das Problem ist, dass viele Leute tatsächlich die in der Sendung aiufgezählten Gründe glauben und es sehr schwierig ist sie vom Gegenteil zu überzeugen, wer wie ich schon Physikunterricht gegeben hat, weiss wie mühsam selbst einfachst beweisbare Tatsachen in das Allgemeinwissen übergehen.
    Aber ich kann nicht lassen und muss meine eigene Liste abgeben. Auch ich habe fünf Gründe um für die Abschaffung der Armee zu sein:
    1. Ich bin eine feige Sau und werde mich sowieso nicht verteidigen.
    2. Als gekaufter Politiker muss ich denjenigen Leuten Geld zuschanzen die mich angefüttert haben, zum Beispiel die Asylindustrie meine Forschungskollegen und eben nicht die Militärindustrie.
    3. Nach jahrelangem Haschischkonsum glaube ich nicht mehr an Krieg: Friede Bruder.
    4. Ich bin Prof. Jositsch und kriege keine Sex mehr, wenn ich für die Armee bin.
    5. Ich bin in der RS und mein Korporal hat mich beleidigt und ich will nicht mehr so früh aufstehen. Ich will heim zum Mammi. Bääää.

  5. Kurt Anton Brugger sagt:

    Hallo Giardinos, hallo liebe Bloggerfreunde, danke für die guten und engagierten Beiträge. Das Thema Armeeabschaffen hat den Eingang ins SFTV schon lange gefunden. Da kommen die Vertreter der GSOA, des Friedensrats, der Landeskirchen und aller Sympathisanten, immer wieder und ausgiebig zu ihren Auftritten. Noch nie habe ich erlebt, wie Armeebefürworter gleichartig vereint am Bildschirm aufgetreten sind. Es sind Sendungen über den Bildschirm geflimmert, welche bei letzteren die reinste Empörung hätten hervorrufen müssen. (zB vor den Wahlen auf dem Bundesplatz, wo junge Menschen (Militärdienstleistende und Armeebefürworter) von Prof. Eichenberger, aSTR M. Stocker, und mehreren anderen Exponenten des oeffentlichen Lebens) mit Häme überschüttet wurden. (Moderation Katrin Hasler).
    Da fühlt sich das aktuelle Vorkommnis (5 gegen 5) geradezu sanft an. Jedenfalls hat der Moderator auf Kommentare zu den Antworten verzichtet. Allerdings machen die meistgenannten Antworten auch deutlich, wie viele (vor allem junge Menschen) Bürger über die Argumente zum Thema denken. Diese sind falsch und können mit Fakten widerlegt werden! Aber, die Armeebefürworter schweigen, statt endlich zu tun, was getan werden muss (und die Gegener schon längst tun)!
    Seit Jahrzehnten kämpfen die Armeeabschaffer (jeder politischen Couleur) mit oberflächlichen und unwahren (im Minimum modifizierten)Argumenten. Wiese sind mit geschichtlichen Fakten jederzeit überzeugend zu wider-legen. Die Armeebefürworter haben weder den Mut noch den politischen Willen, diesen Fedehandschuh aufzu-nehmen. Nach dem Motto: “Möglichst kein Aufsehen erregen!”
    Die armeebefürwortenden Institutionen (SOG, KOG’s, UOV, GGst ua) verstehen sich, seit ich mich zurück erinnere, als unpolitische Akteure des Geschehens. In mehreren Fällen (in der Vergangeheit) sind politisch aktive AdA’s innerhalb dieser Organisationen besten- falls belächelt, schlechtestenfalls zu Schweigen gebracht worden.
    Es ist schon mehr als 5vor12, endlich als eine Stimme in der Oeffentlichkeit aufzutreten. Politische Lobby-Arbeit und analytische Arbeit (zum Verhalten des Parlaments in Fragen LV und Armee) voranzutreiben, systematsiche Oeffentlichkeitsarbeit zu betreiben.
    Nur so wird es uns (nicht nur der GG, allen vereini- gten Armeebefürwortern) gelingen, den mutlosen Defai-tisten, pazifistischen Träumern und notorischen Armee-gegnern Paroli bieten zu können.
    Der stark angeschlagene Wehrwillen, vor allem bei der Jungen Generation, kann nur mit aktiver Aufklärung, gutem (professionellem) PR und gezielter, intensiver Arbeit an “allen Fronten”, auf den Stand gebracht werden, den die Armee und die Landesverteidigung braucht, um vom Volk und seinen Vertretern in Bundesbern getragen zu werden.
    In diesen Fragen kann die Gruppe Giardino eine füh- rende (und in den nächsten Jahren entscheidende) Rolle inne haben. Dafür ist entschlossene Führung, Mut, politisches Gespür, Durchsetzungswille und (sehr wichtig) die Rücken- und Flankendeckung aller Armeebefürworter und deren Organisationen nicht nur nötig sondern unabdingbar.

  6. M. E. sagt:

    Meine lieben Giardinos…!
    Es war heute wirklich ein echter Aufsteller als ich den Komputer aufklappte, und eure erfrischenden Beiträge durchlas. Ein wahrer Augenschmaus sage ich euch. Doch dies kann um meiner gestrigen Aufforderung gerecht zu werden, erst der Anfang sein, auch wenn letzterer sehr ermutigend ist.
    Ja Herr Kälin, zur Demokratie gehört auch freie Meinungsäusserung das ist wahr. Doch wie dann gleich Herr Pescio schrieb, befinden wir uns mit unserer Demokratie schon seit einiger Zeit auf Talfahrt. Es genügt doch schon wenn man sich die allgemeine politische Entwicklung der letzten Jahre, sowie der damit einhergehende rapide gesellschaftliche Zerfall nüchtern betrachtet um festzustellen, dass ich mit meiner Behauptung recht habe. Wer regiert denn hierzulande eigentlich, ganz sicher nicht das (dumme…) schweizer Volk, das sich alles gefallen lässt. Nein, es sind viel mehr die Lobbyisten jeder Schattierung sowie allerlei andere Abenteurer, Gaukler, (Finanz-)Haie und weitere Zampanos; die in der Wandelhalle zu Bern das Sagen haben. Und da Herr Pescio haben Sie nun mal recht, wir befinden uns gegenwätig an den Grenzen der Demokratie.
    Bezüglich des Wortes “Staatschutz” Herr Pescio, und vor allem was das (böse…) Wort “Mundtot” anbelangt Herr Kälin, würde ich nicht allzu sensibel reagieren. Darf ich Ihnen hier in Errinnerung rufen, dass wir hierzulande von 1939 bis 1945 eine völlig legale Zensur hatten. Darüber hinaus hatten wir während des ganzen kalten Krieges, einen sehr effizienten Staatsschutz der sich in einen Inland- und einen Auslandnachrichtendienst gliederte. Beide Dienste unterstanden dem EMD, und funktionierten im Grossen Ganzen sehr gut. Die sog. “Fischenaffäre” war mehr eine Mediensache, und nicht zu vergessen: sie half einem gewissen Moritz Leuenberger in den bundesrätlichen Sattel…!
    Was frage ich Sie nun Herr Kälin, was war das gesamte Wirken von Zensur und Nachrichtendienst(e) denn anderes, als gewisse für unser Staatswesen als gefährlich eingestufte Elemente “mundtot” zu machen?
    Darum schliesse ich mich hier Herr Pescio ganz entschlossen an wenn er sagt:-“Wir haben die Grenze der Demokratie erreicht!” da nützt es auch gar nichts sich naiv-idealistischen Illusionen hinzugeben, denn auch Demokratie will und muss aktiv beschützt werden wenn sie leben soll. Und genau das ist heute eben nicht (mehr…) der Fall meine lieben Mitstreiter, der heutige Nachrichtendienst ist nur noch ein Schatten Seiner selbst. Idealismus ist das Eine, Realismus das andere. Sicher ist aber, dass um die edlen Ziele des Ersteren zu erreichen und zu sichern, wir auf die Mittel des Letzteren nicht verzichten können, und auch nicht verzichten dürfen. Es war nämlich in der ganzen Weltgeschichte schon immer so, und wird es auch bleiben.

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