Sicherheitspolitik muss wieder zum Thema werden

Sicherheitspolitik muss wieder zum Thema werden

“Die Politik hat sich damit abgefunden, dass der Armee seit über 20 Jahren die Mittel entzogen werden!” Diesen Satz mit bedenklichem Inhalt prägte der Chef des VBS, Bundesrat Ueli Maurer, am Armeegespräch vom 15. November 2012 auf dem Lilienberg.
Fakt ist: Der Handlungsbedarf ist gross und die Sicherheitspolitik muss in der Schweiz dringend wieder zum Thema werden. Gefordert sind viele: allen vor an der Bundesrat, das Parlament, das VBS, der Chef VBS, die Armeespitze, die Wirtschaft und die armeefreundlichen Organisationen.
Quelle: lilienberg.chganzes Dokument (PDF)

 

Kommentare: 2

  1. Franz Betschon sagt:

    Sehr geehrter Herr Vollenweider,
    Ihr Kommentar könnte von der Gruppe Giardino stammen. Ich weiss, dass wir für das VBS ein Problem sind, denn wir fordern seit unserer Gründung vor drei Jahren eine „Due Diligence“ wie es die Geschäftsleute nennen würden oder einfach eine „Generalinspektion“ der Armee, genau das, was auch Sie als „breite sicherheitspolitische“ Diskussion“ bezeichnen. Damit meinen wir nicht „die beste Armee der Welt“ oder „erfüllt alle Aufträge“, sondern die „neue Ehrlichkeit“ wie sie sogar Herr Maurer vor zwei Jahren gefordert hat. Nur so kann unsere Armee überleben und nur so wissen wir auch, für was wir uns einsetzen.
    Natürlich verstehen wir darunter nicht eine Untersuchung durch eine Beraterfirma, die ein Gefälligkeitsgutachten abgibt, sondern durch wirklich unabhängige Fachleute, von denen es in der Schweiz genug gibt.
    Die Hiobsbotschaften mehren sich, es ist erstaunlich, dass überhaupt noch keine Köpfe gerollt sind. Wahrscheinlich wurde Herr Seiler mit seinem Nachrichtenflop als Bauernopfer aufgespart, damit nicht der Chef VBS über die Klinge springen muss, wie dies sonst überall auf der Welt üblich ist. Das von Ihnen vermisste Engagement des VBS kann auch aus den gelangweilten Gesichtern auf S. 20 abgelesen werden.
    Nochmals herzliche Gratulation zu Ihrer klaren Aussage. Wenn dies die Position des Unternehmerforums Lilienberg ist, so kann auch ich wieder an Ihre Veranstaltungen kommen.
    Darf ich Euch in der Beilage auch noch einen Buchhinweis übermitteln? Einen Monat nach Erscheinen übertrifft der Verkauf bereits sämtliche Erwartungen des Verlages. Militärwissenschaften sind auch Ingenieurwissenschaften und Sicherheitspolitik umfasst auch vor allem Wirtschaftspolitik.
    Mit den besten Grüssen
    Franz Betschon

  2. Fritz Kälin sagt:

    Gerade lese ich Samuel P. Huntingtons ‘The Soldier and the state’. Darin meint Huntington über einen idealen Verteidigungsminister:
    “Finally, the Secretary [of defense] must be a man of policy. His greatest needs are breadth, wisdom, insight, and, above all, judgment. He is neither operator, administrator, nor commander. But he is policy maker. […] He does need the capacity to analyze, to discriminate, to evaluate, and to reconcile conflicting claims and interests. He should have his own ideas on policy, and he needs initiative. But he also requires patience and humility.”
    Auch wenn Huntington hier den amerikanischen Secretary vor Augen hat, dürften die Anforderungen an sein eidgenössisches Pendant ähnlich sein. Ich wünsche UeM jedenfalls weiterhin fiel ‘patience and humility’.

Kommentare sind geschlossen.