Ueli Maurer: Gedanken zur Sicherheitspolitik der Schweiz

Ueli Maurer: Gedanken zur Sicherheitspolitik der Schweiz

Referat von Bundespräsident Ueli Maurer, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, anlässlich der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Offiziersgesellschaft vom 16. März 2013 in Thun.
Wenn wir das Weltgeschehen verfolgen, übernehmen wir häufig die Optik der Medien, die sich auf einige wenige – möglichst spektakuläre – Brennpunkte konzentrieren. So sind wir über Einzelereignisse recht gut informiert; einmal ist es Syrien, dann der Inselstreit zwischen China und Japan, momentan Nordkorea usw.
Dabei geht leicht vergessen, dass diese Ereignisse immer Ausdruck grösserer Veränderungen und Zusammenhänge sind. Und genau diese grossen Zusammenhänge müssen wir freilegen, wenn wir eine gute Sicherheitspolitik für unser Land machen wollen. Wir können einen Megatrend beobachten: Die Bedeutung des Westens nimmt ab. Und dieser Megatrend hat in verschiedensten Bereichen vielfältigste Auswirkungen – ich möchte darauf näher eingehen.
Rede lesen auf vbs.admin.ch

 

Kommentare: 5

  1. Y. Blau sagt:

    Meine Wahrnehmung des Artikels ist positiv. Natürlich wüsste ich gerne, was “es gilt das gesprochene Wort” hier genau meint, offenbar das, was nicht im Text steht. Ein Soldat muss nicht alles wissen. – Das mit der Soziologie von Frankreich glaube ich nicht ganz. Insgesamt aber so scheint es mir eine solide realistische Darstellung in helvetischer Perspektive, wenig ideologischer Verschnitt, weil Ideologie der Glaubwürdigkeit schadet. Ohne Zweifel und Grundsätzlich kann man etwas über die Sicherheitspolitik des neutralen Kleinstaates lernen. Das eine oder andere mag man dann anders sehen (Flächenfeuer, Bestandeszahlen), vielleicht einfach aus dem Reflex heraus, weil ein Bataillonsschiessen auf dem Glaubenberg einem immer noch zittern lässt. Manches mag politisch motiviert sein, aber das ist auch ok. Wir leben mit Meinungsvielfalt, das wollen wir. Es gibt keine Armee, ausser die für die es eine Mehrheit gibt. Weiter so. Ob sich das Engagement am Ende von allen ausgezahlt hat, die sich für eine vollausgerüstete Milizarmee engagieren, müssen wir hoffentlich nie in der Realität ausprobieren. Davon gab es einfach schon zu viel. Trotzdem muss die Armee finanziert werden.
    Danke für das Link.

  2. Gfr Obelix sagt:

    “Der grösste Bankraub” und seine folgen. Wir wurden heute Zeuge eines der grössten Bankraub der Geschichte. Die EU hat beschlossen auf Spareinlagen eine Abgabe zu verlangen bei über 100 000 Euro von 9.6 Prozent unter 100 000 Euro von 6.8 Prozent…Viele Zypern wachen am Morgen auf und sind 10 000 Euro ärmer…das wird folgen haben, es wird Unruhen geben in Zypern und der Rest der EU…Viele Spanier und Italiener werden 1 und 1 zusammen zählen und Ihr Geld abheben…Kollaps der Banken, weil viele Banken nur “virtuelle” Einlagen haben und nur 10% sind wirklich Bargeld, welcher Ökonom hatte wohl die Schnapsidee sich an den “Sparanlagen” zu vergreifen. Der Euro ist auf “Vertrauen” augebaut, wenn jetzt der Einlegerschutz (100 000) nicht das Papier wert ist worauf er geschrieben ist. Wir kommt die “Karte der Unruhen” im Sinn von CdA Blattmann und jetzt macht auch die Volltruppen Übung “Stabilo Due” Sinn, die EU bricht Auseinander und die Anarchie bricht aus…wir hätten den Gripen früher beschaffen sollen…Die Büchse der Pandora ist geöffnet..ich hoffe es wird nicht schlimm.
    Was das wissen der Soldaten betrifft, kommt mir ein Satz von Welligton im Sinn..Welligton wurde einmal gefragt ob er die Soldaten nicht über den Schlachtplan informieren wollte. O ton Welligton “Wüssten meine Haare was mein Hirn denkt, ich würde Sie sofort abschneiden !”

  3. Marco Bless sagt:

    @Gfr Obelix
    In Italien KANN man leider sein Geld nicht mehr in bar vom Konto abheben,denn es gibt dort eine Bargeldlimite von 1’000 Euro.
    Daher sollte man sein Geld rechtzeitig in Bares verwandeln…bevor auch bei uns die Bargeldlimite eingeführt und dann salamischeiben-weise gesenkt wird.

  4. Gfr Obelix sagt:

    @Marco Bless
    Das in Italien wusste ich nicht, aber auch bei uns ist es nicht mehr möglich mit Bargeld über 500 000.- sfr zu zahlen…
    Gegenfrage und die Italiener schlucken das einfach ? Bei uns gäbe es laut Proteste und die Regierung müsste zurück treten…
    Es gilt hat immer noch der alte Spruch “Nur Bares ist wahres”

  5. Bruno Merki sagt:

    Die Lagebeurteilung von Bundesrat Maurer war überfällig, dafür absolut überzeugend. Sie ist umfassend, eingegliedert im weltpolitischen Umfeld und zieht daraus die klaren Konsequenzen für die Schweizer Armee. Ein wirklicher Leitfaden für die verantwortlichen Militärs, Politiker aber auch für die Medienleute, welche aber offensichtlich die Publikation dieser ausgezeichneten Lagebeurteilung mehrheitlich boikottieren, schaut man in die heutige Presselandschaft. Weshalb wohl, passt diese sehr realistische Darstellung nicht ins ideologische Weltbild der main-stream-Journalisten? Steckt man weiterhin den Kopf in den Sand?

Kommentare sind geschlossen.