Umfrage: Mehrheit der Schweizer hält neue Kampfjets für unnötig

Umfrage: Mehrheit der Schweizer hält neue Kampfjets für unnötig

Die Mehrheit der Bevölkerung hält den Kauf neuer Kampfjets für unnötig. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von Demoscope im Auftrag der «Zentralschweiz am Sonntag» hervor. Nur gerade ein Viertel der über 1000 befragten Personen hält den Kauf für richtig.
Einen Meinungsumschwung braucht Maurer auch, wenn er den Rückhalt der Bevölkerung für eine Erhöhung der Armeeausgaben auf 5 Milliarden Franken will. 57 Prozent der Befragten halten diesen Betrag für zu hoch. Allerdings wollen gemäss der Umfrage nur noch gerade 10 Prozent die Armee ganz abschaffen.
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Kommentare: 7

  1. Beda Düggelin sagt:

    Was sollen diese läppischen “repräsentativen” Umfragen von Demoscope, welche ohnehin gekauft und getürkt sind. Man sollte diese abschaffen, d.h. ab sofort verbieten. Sie sind unnötige kontraproduktive Stimmungsmache und im höchsten Grad staatsfeindlich! Ich werde mir bekannte Politiker dazu aufrufen.

  2. Betschon Franz sagt:

    Bundesrat Maurer braucht keinen Meinungsumschwung, weil ihm die Angelegenheit ziemlich sicher egal ist. Seine Wiederwahl ist erst in 4 Jahren fällig, die wird er so oder so durchstehen und sein wirkliches Problem (die Pension) verliert von Tag zu Tag an Brisanz.
    Für eine Volksabstimmung, das weiss er, steigen dann andere in die Hosen, u.a. Giardino. Die werden dann das Geld und die Argumente schon beibringen. Giardino hat keine andere Wahl, aber eine solche Abstimmung müsste zu gewinnen sein.
    Ausserdem gehe ich davon aus, dass sich die sicherheitspolitische Lage bald dramatisch verändern wird und sich wieder derjenigen des Kalten Krieges annähern wird. Das weiss auch die GSoA, deshalb sorgt sie dafür, dass noch möglichsz schnell möglichst viel Material unwiederbringlich vernichtet wird.

  3. Willy Stucky sagt:

    Bezüglich der GSoA haben Sie wohl recht, Herr Betschon. Aber ich bitte Sie, die Zürcher Oberländer nicht zu unterschätzen. Es handelt sich bei uns um einen hartnäckigen Schlag. Der Ustertag wird jetzt noch gefeiert.
    Ueli Maurer schielt gewiss nicht nur auf seine Pension, aber er pflegt auch die Tugend der Geduld. im Moment ist Vieles in der Schwebe. Entscheidend wird sein, wie sich England letztlich verhalten wird – d.h. unser heimlicher Verbündeter der letzten Zwischenkriegszeit. Ich kann mich noch gut erinnern, wie enttäuscht ich war, als sich sogar England Brüssel unterwarf…

  4. Hans Ulrich Suter sagt:

    Vor allem wollen nur 10% die Armee abschaffen (und sie nicht vernünftig zu finanzieren ist sie abzuschaffen, ohne Waffen ist sie ein Trachtenverein, wie sich mal jemand (nicht zu unrecht!) ausgedrückt hat). Schlussendlich sieht wahrscheinlich die Mehrheit ein, dass eben 5 Milliarden eher wenig sind, v.a. wenn man mit den anderen Ausgabenposten vergleicht. Die Hauptlüge der wir begegnen werden ist der Vergleich mit den Bildungsausgaben, bei denen dann der Versuch gemacht wird, nur die Bundesausgaben zu betrachten und Gemeinde- und Kantonsausgaben zu vergessen. Aber auch die Bundesausgaben für Bildung betragen 6.7 Milliarden (fürs Jahr 2012) und hatten ein Wachstum von 5.3% in den letzten 4 Jahren. (Quelle: ETHLIFE)

  5. Alain Vincent sagt:

    Interessant gerade die Bildungsausgaben für den Vergleich heranzuziehen, zumal gerade in diesem Bereich viel Unfug betrieben wird.
    Leider bedeuten mehr Ausgaben im Bildungswesen nicht bessere Bildung sondern v.a. einfach teurere und neuere Infrastruktur, dh. automatische Storen, wasserlose Pissoir, vollautomatische Türschliessanlagen, Videokameras, grössere Kopierapparate,…
    Dann wäre da noch allgemeine Akademisierung der Gesellschaft, die weder dem Bildungswesen noch der Armee nützen; sehe zumindest nicht wo.
    Insofern kann man die allgemeine Volksverblödung mathematisch so ausdrücken: V ~ B
    (steigende Volksverblödung proportional zu den steigenden Kosten im Bildungswesen).
    Meiner Meinung nach könnte man gut etwas von den höheren Bildungsausgaben ein wenig ins VBS umleiten.
    Dass diese Umfragen solche Resultate bringen ist ja klar weil die Linken wohl die einzigen sind die solche Telefon-Umfragen überhaupt noch beantworten.

  6. Y. Blau sagt:

    Moi, je pense on doit utiliser que des arguments pertinentes et éviter des discours idéologiques. Car les dernières sont ceux qui font chier au gens.

  7. Hans Ulrich Suter sagt:

    Ich denke wir müssen die Ausgabendaten mal genau aufstellen. Zum Glück hat der BöFei (in Gestalt der ETHZ Pressestelle) schon etwas Vorarbeit geleistet. Ich schaue mal ob ich auch die Daten für die Kantone erhalte. Der andere Weg: Ausgaben als Anteil der Staatsausgaben muss auch aufgestellt werden. Zur Bildung lassen sich drei Sachen sagen:
    i) Nur die USA gibt pro Person mehr für Schulen aus (kein Witz)
    ii) Im Tertiärbereich: Fachhochschulen und ETHZ wurde zuviel ausgegeben in den letzten Jahren. Man versucht zum Beispiel einen Ausländeranteil an Professoren zwischen 50 und 70% mit dem gleichen Anteil ausländischer Doktoranden als “Internationalität der Forschung” zu verkaufen. Ein reiner Unfug!
    iii) Schule (im herkömmlichen SInne) auch Universitäten werden zur Hauptsache von den Kantonen finanziert.

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