…und plötzlich tönt alles wie von Giardino…

…und plötzlich tönt alles wie von Giardino…

«Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.» Der alte Traum der Pazifisten wird ein Stück weit Realität. Allerdings nicht freiwillig: Im Ernstfall könnte die Schweizer Milizarmee weder aufgeboten noch ausgerüstet werden. Dies sagt VBS-Chef Ueli Maurer vor der Schweizer Offiziersgesellschaft.

Kommentar:
Wo bleibt der Aufschrei? Wo bleibt die Entrüstung? Alles Fehlanzeige! Was Giardino von Anfang an kritisiert hat wird endlich auch von offizieller Stelle eingestanden. Doch noch immer bleibt Giardino die einzig öffentlich vernehmbare Stimme, die primär diese Lücken schliessen und die Armee mit der “WEA” nicht weiter schwächen will. Derweil schlafen Herr und Frau Schweizer weiter im Schlafwagen Richtung grosse Krise. Das Erwachen wird nicht schön sein…

 

Kommentare: 24

  1. AW sagt:

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der nächsten 2,3 Jahre eine Mobilmachung notwendig sein wird? Verschwindend klein und deshalb gibt’s wohl keinen Aufschrei. Was die Gruppe Giardino auch nicht berücksichtigt. Die Militärpotentiale in Europa werden immer kleiner, folglich ist es auch weniger ein Problem, wenn die Armee nur noch 100’000 oder sogar 80’000 Ada’s hat.

  2. Robert Hänggi sagt:

    AW Um Ihren Schlaf wird Sie so mancher Zeitgenosse sehr beneiden. Sicher gehören Sie zu den Siebenschläfern, die man mit samt dem Bett forttragen könnte. Wenn Sie sich Ihrer Sache doch so sicher sind, warum schliessen Sie denn überhaupt für alles Mögliche und Unmögliche eine Versicherung ab? Das Versicherungsgeschäft ist ein Risikogechäft. Würde sich dieses Geschäft nämlich nicht bestens rentieren, dann gäbe es auch keinen einzigen Versicherer. Erst kürzlich habe ich im Internet eine Meldung gelesen, wonach in England die Polizei mit Sturmgewehren ausgerüstet wird, um rechtzeitig im Falle eines Bürgerkrieges gewappnet zu sein. Diese Meldung stammt aber sicher nicht von der GSoA. Eigentlich ein Wunder, dass sie nicht schon längstens von ihr in Abrede gestellt worden ist, denn nach ihrer Ansicht ist die Schweiz nur von lauter Freunden umgeben. Wo sind denn nun eigentlich Ihre Freunde von 1914-1918 und von 1939-1945 gewesen? Können Sie uns von der Gruppe Giardino darauf eine plausible Antwort geben? Sie haben sicher Ihren Geschichtslehrer vor lauter Pazifismus zur Verzweiflung getrieben.

  3. Robert Hänggi sagt:

    Stellen Sie sich einmal vor: Ausgerechnet bei unserem Sicherheitsdirektor von Basel-Stadt, Baschi Dürr, ist eingebrochen worden. Man glaubt es nicht! Was nun aber die Sozialisten anbelangen, von denen ist bekannt, dass sie sehr gerne ein bisschen zu tief ins Glas schauen. Wen wundert’s? Leute, die eine solche Politik betreiben müssen sich den Verstand aus dem Hirn gesoffen haben. In Bssel-Stadt haben wir einst einen Polizeidirektor gehabt, welcher natürlich in diesem von den Linken beherrschten Kanton der Sozialdemokratischen Partei angehört hatte. Auch er hatte sich hin und wieder sehr gerne ein edles Tröpfchen gegönnt. Nur ist er dann leider nicht selten nachher voll bis unter den Hut und noch blauer als die Uniform seiner Schugger gewesen. Rote Fahnen und blaue Nasen passen doch ausgezeichnet zu den Sozialisten.

  4. AW sagt:

    @Robert Hänggi
    Ich bin überhaupt kein Pazifist oder Armeegegner. Ich habe nur geschrieben, was aus meiner Sicht der Grund dafür ist, dass es keinen Aufschrei gibt. Ich bin für eine angemessene, gute ausgerüstete Armee(inkl. Gripen), die sich notfalls auch verteidigen muss. Aber es ist eine Tatsache, dass in Europa stark abgerüstet wurde und wird und wir uns im Verteidigungsfall gegen wesentlich schwächere Armeen zur Wehr setzen müssten. Das wir von Freunden umgeben sind, habe ich nie gesagt. Jedes Land verfolgt mehr oder weniger seine eigenen Interessen. In den letzten 70 Jahren zum Glück mehrheitlich auf zivilem Weg.
    Scheinbar gehört man gleich der GsoA an, sobald man etwas kritischer betrachtet als die meisten Leute hier.

    • Beda Düggelin sagt:

      AW: Zwei Ihrer Bemerkungen sind leider sehr unglücklich! Wie kommen Sie auf die Feststellung, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Moblimachung unwahrscheinlich sei, wer sagt denn dies? Die Risiken einer Mobilmachung steigen von Tag zu Tag und seit rund drei Jahren exponentiell! Ob wir uns im Verteidigungsfall gegen wesentlich schwächere Armee zu behaupten hätten, ist eine weiterer Kommentar, der völlig schräg in der Landschaft steht. Wir werden sicherlich nicht gegen Oesterreich oder Liechtenstein uns verteidigen müssen! Gerade die von Ihnen erwähnte Tatsache, dass in Europa stark abgerüstet werden muss (Verschuldungskrise) ist ein Alarmzeichen par excellence! Die NATO entwickelt sich zum zahnlosen Papiertiger und ihr Name ist sprichwörtlich: “No Action Talk Only”. Weiterer Kommentar erübrigt sich.

  5. Robert Hänggi sagt:

    AW Das Schweizervolk hat sich an der Urne für eine Armee von 220’000 Ada’s ausgesprochen. Der armeefeindliche Bundesrat hat ohne einen gesetzlichen Auftrag dazu zu haben sukzessive und eigenmächtig den Sollbestand auf 100’000 Ada’s reduziert. Und er ist schon wieder im Begriff gewesen eigenmächtig zu handeln und selbst diese 100’000 auf 80’000 zu senken. Ins gleiche Kapitel geht dann auch noch die eigenmächtige Reduzierung der Verteidigungsausgaben von 5 Milliarden auf heute 4,3 oder 4,4 Milliarden. Die Schweizer Armee ist noch nie in einem solchen desolaten Zustand gewesen wie gerade zur Zeit. Zudem kann unsere Milizarmee gar nict stark genug sein, will sie ihren Auftrag glaubwürdig erfüllen können. Wenn Sie sich dann natürlich auch noch so ausdrücken, wie in Ihrem letzten Satz, kann schon der Eindruck entstehen, dass Sie mit der GSoA sympathisieren würden. Zudem muss sich die Armee notfalls sicher nicht selbst verteidigen können sondern in erster Linie unser Volk. Und da habe ich so meine mehr als nur berechtigten Zweifel. Wenn dann auch noch am TV ein Oberst erklärt, dass 20 Prozent unserer Grenadierrekruten ihre RS nicht überstehen würden, lässt dies aufhorchen. Noch bedenklicher aber wird es, wenn ein Divisionär a.D. am TV erklärt: “Wenn ich eine Planung machen müsste mit dem was ich da habe, ich wüsste nicht, wie das gehen soll!” Das ist die definitive Bankrotterklärung aus berufenem Munde für unsere Milizarmee und die ultimative Kapitulation für unsere Landesverteidigung. Ich stütze mich in beiden Fällen auf die am TV gemachten Aussagen dieser Herren Offiziere.

  6. M. Quiblier sagt:

    Fakt ist, dass bis zur Armee95 eine Armee existiert hat, welche ihren Auftrag erfüllen konnte, vom Ausland respektiert und geachtet wurde.Um unser Mobilisierungssystem wurden wir beneidet. Dann erfolgte die laufend Reduzierung, welche ohne Konzept und ohne Hirn von Teilen unsern Politikern derart inzeniert worden ist, dass die Armee von heute nicht einmal mehr mobilisierbar , geschweige denn ausgerüstet ist.Es wäre an der Zeit, dass diese, für diesen Zustand verantwortlichen Selbstdarsteller für ihr Tun genannt und zur Rechenschaft gezogen würden. Aber eben, der Schweizer Bevölkerung geht es immer noch zu gut, man ruht sich auf längst vergangenen Loorbeeren aus.Kritische Stimmen werden systematisch von den Medien unterdrückt, man wähnt sich in grosser Sicherheit. Eine Bedrohung, wo denn?
    Nach wie vor fliessen tausende von Witschaftsflüchtlingen unter dem Missbrauch des Asylrechtes in das Schlaraffenland Schweiz.Eine Bedrohung?
    Die Währungskrise steht erst am Anfang, auch in der Schweiz. Es werden noch viel härtete Sparmassnahmen getroffen werden müssen. Die Folgen kann man sich ausrechnen. Keine Bedrohung für unsere Sicherheit?
    Die immer extremeren Naturkatastrophen, keine Bedrohung?
    Die längst laufenden Verteilkämpfe ums Wasser, Energie, keine Bedrohung?
    Die täglichen elektronischen Attaken, keine Bedrohung?
    Unsere Politiker wären gut beraten, sich anstatt um Plastiksäcke zu kümmern, sich um die aktuelle Bedrohungen unserer Sicherheit und deren Abwehr Massnahmen Gedanken und Taten zu machen. Eine aktuelle, umfassende Bedrohungsanalyse der Umwelt fehlt. Ebenso welche Gegenmittel bereit gestellt werden sollten.
    Es werden nach wie vor Milliarden Steuerfranken im Ausland verteilt,ohne dass je nach einem Rendement von diesem Geld gefragt oder Rechenschaft verlangt wird.Dort wäre ebenfalls ein Sparansatz. Aber eben, ruhet sanft und im Frieden. Wie lange noch?

  7. Die Aussage von AW ist aufschlussreich. Teilweise direkt vor Haustüre (der Schweiz) (aber auch entfernter) existieren folgende Konflikte:
    1. der Zerfall der Euro-Zone in Südeuropa;
    2. die Zunahme der Jihadisten in Europa;
    3. einen Bürgerkrieg in Syrien, der zu einem Zerfall des Staates führen dürfte;
    4. ein Libyen, das in Anarchie versunken ist;
    5. der absehbare Zusammenbruch der ägyptischen Volkswirtschaft;
    6. die Ausbreitung von Al-Kaida in Nordafrika;
    7. ein möglicher Krieg im Persischen Golf;
    8. die militärische Wiedererstarkung von Russland;
    9. ein möglicher Krieg auf der nordkoreanischen Halbinsel;
    10.eine sich abzeichnende Konfrontation im südchinesischen Meer;
    usw.
    Keine Hingespinste von sich übenden Nachrichtenoffizieren!

    • M. E. sagt:

      Sehr geehrter Herr Stahel…!
      Danke vielmal für diese kurze, klare, und vor allem präzise Analyse. Wie sich zeigt, widerspricht auch nach über 12 Stunden niemand…!
      Es ist sehr zu wünschen, dass Sie verehrter Herr Stahel, in Zukunft uns hier noch mehr solches liefern werden – ES WÄRE VON NÖTEN!
      Ein schönes u. erholsames Wochenende wünscht Ihnen
      Ihr
      M. E.

  8. Gotthard Frick sagt:

    Bottmingen, 25. März 2013
    Dringende Anfrage eines besorgten Bürgers an die Präsidien der Eidgenössischen Räte!
    Hochgeachtete Frau Nationalratspräsidentin,
    Hochgeachteter Herr Ständeratspräsident,
    Am 18. März 2013 hat Herr Nationalrat Jean-François Steiert an den Bundesrat eine Anfrage gerichtet zu einer Meinungsäusserung von Oberst Peter Forster – als Milizoffizier ein freier Schweizer Bürger – die dahin zielt, ihn mundtot zu machen (siehe Beilage). Herr Steierts Hinweis, als Offizier habe Oberst Forster unsere Institutionen und die demokratisch legimi-tierten Behörden zu schützen, ist wohl sehr ironisch gemeint. Die im Auftrag der SPS von einem Berliner Institut ausgearbeitete und von ihr genehmigte Schweizerische „Sicherheits“-Politik verneint jede zukünftige militärische Bedrohung unseres Landes. Zudem fordert ihr Parteiprogramm die Abschaffung der Armee. Im Folgenden wende ich Herrn Steierts Art der Argumentation in einem wesentlich ernsteren Zusammenhang auf die Parlamentarier an.
    Als Parlamentarier hat Herr Steiert einen Schwur oder ein Gelübde auf die Verfassung abgelegt, darunter den Zweckartikel 2, den wichtigsten Artikel überhaupt, wonach die Eidgenossenschaft die Freiheit und die Rechte des Volkes und die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes wahrt, sowie die Art. 57 und 58, betreffend Sicherheit und Armee.
    1. Gehen die Präsidien davon aus, dass in unserem demokratischen Staat Mitglieder der Eidgenössischen Räte für das Eidgenössische Parlament noch tragbar sind, die entgegen ihrem Schwur oder Gelübde die Armee abschaffen wollen und damit die Sicherheit unseres einmaligen Landes und seiner Bürger und Bürgerinnen in einer immer unsicher werdenden Welt fahrlässig aufs Spiel setzen?
    a. Falls dies der Fall ist: Wo sehen die Präsidien die Grenzen der Loyalität von eidgenössischen Parlamentariern, die durch ihre gesetzgeberische Tätigkeit die Sicherheit unseres Landes zu wahren und dadurch unserer demokratischen Institutionen und demokratisch legimitierten Behörden zu schützen haben?
    b. Falls dies nicht der Fall ist: Haben die Präsidien Massnahmen gegen diese Mitglieder der eidgenössischen Räte getroffen? Wenn ja, welche?
    2. Werden diesen Parlamentariern und ihren Mitarbeitern vom Bund nach wie vor alle nötigen Adressen und Dienste kostenlos zur Verfügung gestellt, ihnen ihre Privilegien weiterhin gewährt und Entschädigungen bezahlt und gedenken dies die Präsidien gegebenenfalls weiterhin zuzulassen?
    Ich sehe Ihrer Antwort mit grossem Interesse entgegen und grüsse Sie
    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Gotthard Frick
    Mitglied der SPS
    cc. Nat.& Ständeräte (falls Email vorhanden), Bundeskanzlei, Herrn BR Ueli Maurer, Medien
    Siehe nächste Seite Anfrage von Herrn Nationalrat Jean-François Steiert
    Widerstand der Schweizer Armee gegen die eigene Regierung?
    Eingereicht von
    • Steiert Jean-François
    Einreichungsdatum
    18.03.2013
    Eingereicht im
    Nationalrat
    Stand der Beratung
    Eingereicht
    Eingereichter Text
    In der Zeitschrift “Pro Libertate” 6/2012 hat sich Peter Forster, Chefredaktor der Militärzeitschrift “Schweizer Soldat” und oberst der Artillerie, wie folgt zitieren lassen:
    “Wissentlich spielt der Bundesrat mit einem kostbaren Gut, der Sichherheit unseres Landes, die ihm als originäre Staatsaufgabe anvertraut ist. Wir nahmen an dieser Stelle die Frage “Anpassung oder Widerstand” schon auf, als der Bundesrat das Messer zum ersten Mal gewetzt hatte. Damals wie heute kommen wir zum Schluss: Schweigen wäre Verrat, und Anpassung wäre Unterwerfung – in einer Lage, wo das Gewissen den Widerstand selbst gegen die eigene Regierung erzwingt.”
    1. Geht der Bundesrat davon aus, dass ein Offizier, der in einem demokratischen Staat öffentlich sein Gewissen als Grund zum Widerstand gegen die demokratisch eingesetzte Regierung angibt, für die Armee noch tragbar ist?
    a. Falls dies der Fall ist: Wo sieht er die Grenze der Loyalität von höheren Offizieren, die unsere demokratischen Institutionen und die demokratisch legitimierten Behörden zu schützen haben?
    b. Falls dies nicht der Fall ist: Hat der Bundesrat Massnahmen gegen Ober Peter Forster getroffen? Wenn ja welche?
    2. Werden dem Verleger des “Schweizer Soldaten” nach wie vor alle Adressen der militärischen Kader ab dem Rang des Hauptmannes gemäss Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung über das militärische Kontrollwesen kostenlos zur Verfügung gestellt und gedenkt dies der Bundesrat gegebenenfalls weiterhin zuzulassen?

  9. Walter Häcki sagt:

    Man kann schon Namen nennen:
    Der ganze Raubbau an der Armee wurde von BR Villiger gestartet und von zwei halben SVP Bundesräten Ogi und Schmid fortgesetzt. Diese haben ihre Leute in der Armee mit dem Vollzug beauftragt, die ihnen genehm waren. BR Villiger alle Manöver auf HE – Stufe mit einem Federstrich abgeschafft. Nicht mal Übungen, bei denen dieTruppen schon eingerückt waren durften durchgeführt werde. Es war ein Desaster. Auch Stabsübungen auf HE-Stufe und Armee waren verpönt.
    Die Medien haben diese Politik wacker mitgetragen, so dass der Schweizer die Notwendigkeit einer Armee nicht mehr versteht. Nun steht die Schweiz vor dem Scherbenhaufen. Br Ueli Maurer hat die undankbare Aufgabe übernommen, die Wahrheit zu sagen und die Notmassnahmen zu ergreifen, die noch möglich sind.
    Ich hoffe er hat Erfolg. (Mobilmachung, Ausrüstung , Kaderausbildung mit Abvermieten und ganze RS für alle) Die Übernahme der NATO – Normen haben uns lächerlich gemacht. Und der BR gibt ihm die gesprochenen 5 Mia Fr. planbar jedes Jahr.

  10. Walter G u l e r sagt:

    Stell Dir vor, es kommt Krieg, und keiner geht hin,
    und weiter sagt Brecht:
    dann kommt der Krieg zu Euch.
    Wer zu Haus bleibt, wenn der Kampf beginnt,
    und andere lässt für seine Sache kämpfen,
    der muss sich vorsehen:
    Denn wer den Kampf nicht geteilt hat,
    der wird teilen die Niederlage.
    Nicht einmal den Kampf vermeidet,
    wer den Kampf vermeiden will:
    denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes,
    wer für die eigene Sache nicht gekämpft hat.
    Bert Brecht: «Wer die Wahrheit nicht weiss, ist bloss ein Dummkopf – wer sie aber weiss und dennoch Lügen spricht, der ist ein Verbrecher».

  11. Walter Liechti sagt:

    Einmal mehr bewahrheitet sich: Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter sälber!! Wie Mann(Frau)
    heute noch rot/grün wählen kann, ist mir ein Rätsel!!
    Die ganze Misere hat ihren Anfang genommen mit dem Frauen-Stimm-und Wahlrecht. Diese Emanzen entscheiden
    statt mit dem Hirn mit dem Bauch!!!
    Als ehemaliger Berufsmilitär blutet mein Herz!! Möge
    eine höhere Macht als “unsere” Idioten in Bern unsere
    schöne Heimat beschützen!!

  12. Aida-Elvana sagt:

    Sehr geehrter Herr Steiert…..ich hoffe, dass Sie Antwort erhalten von unseren “Obrigkeiten”, was, wie ich eigentlich vermute, nicht stattfinden wird. Es handelt sich um die arroganteste Regierung, die unser Land je hatte. Und tatsächlich, niemand vom Volk merkts. Speziell die Frauen nicht, das finde ich bedenklich. Ihre süssen Pazifistenträume werden sich zerschlagen, da bin ich mir sicher und ich denke auch, dass sich Europa total umgruppieren wird in den Machtfragen. Schaut wieder mal Richtung Moskau, das haben wir in Bezug auf Sicherheit total verlernt, lediglich in Bezug auf russische Frauen nicht….

  13. Johannes Fischer sagt:

    Zu Walter Häcki noch Ergänzungen über die Kräfte, die das Armee-Desaster mitgetragen haben:
    – Die militärischen Verbände, vor allem die SOG unter dem Präsidium von NR SVP Ulrich Sigrist, AG. Er hat alles unterstützt, was aus Schmids VBS gekommen ist. Unbelehrbar auf Vorhaltungen. Dies Politik wurde von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Die Gegner des Projektes A XXI wurden ausgegrenzt, verhöhnt und beschimpft auch von sog. Kameraden.
    – Die “bürgerlichen” Parteien FDP und CVP, die vehement für die A XXI geworben haben und sich zum Teil weigerten, vor der Abstimmung kontradiktorische Veranstaltungen durchzuführen. Ihre Parteileitungen haben das bestimmt. In GR erlebt.
    – Die SVP war gespalten. Die Kreise um Schmid von Bern bis ins Welschland waren für die A XXI, die andern Kantonalparteien dagegen. Leider hat die die Parole bestimmende DV der SVP in Lausanne stattgefunden. Eine nicht kotrollierte Überzahl von Berner- und Welschland-Vertreter war anwesend, die Vertreter vom Aargau – Innerschweiz – bis zur Ostschweiz fehlten weitgehend. Das Ergebnis: 166 für die A XXI, 162 dagegen. Der Eindruck besteht, dass die damalige Parteileitung die Taktik der Befürworter falsch eingeschätzt hat, denn das Gros der SVP-Mitglieder war klar gegen die A XXI.
    – Ja, BR Ueli Maurer ist Erfolg zu wünschen. Es gilt, die noch viel zu vielen Baustellen in der Armee rasch in Angriff zu nehmen. Eigentlich ist seine Lage dabei komfortabel, kann er sich doch auf die Bundesverfassung stützen und kann er es auf eine Kraftprobe mit den bremsenden und ablehnenden Kräften aufnehmen, denn eine Abwahl wäre für alle Parteien, mit Ausnahme der SVP natürlich, von grossem Nachteil. Also wünschen wir Ueli Maurer die Haltung von Martin Luther: Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Die Mehrheit des Volkes wartet auf solche Signale und wird hinter ihm stehen.

  14. AW sagt:

    @Beda Düggelin
    Warum? Weil niemand in Europa Interesse hat, einen (Welt-)krieg anzuzetteln. Die Lebensqualität und der Wohlstand in Europa sind sehr hoch. Der Sozialstaat funktioniert noch. Der Wirtschaft schwächelt zwar, ist aber weit von einer Depression entfernt. Das Vertrauen in die Politik ist noch einigermassen vorhanden. Diktaturen, extreme Armut oder eine starke Inflation gibt es nicht (mehr).Ich denke, dass die Kriegsgefahr in Europa erst dann steigt, wenn der Wohlstand stark abnimmt und/oder die EU auseinanderbricht. Oder wenn sich die Mächteverhältnisse stark ändern, was zurzeit der Fall ist. Ich sage nicht, es gäbe nie mehr Krieg in Europa, aber das wird sicher nicht vom einen auf den anderen Tag passieren. Auch der zweite Weltkrieg hatte eine Vorwarnzeit von mind. 2-3 Jahren. Nur haben das die meisten Politiker und Menschen nicht erkannt oder wollten es nicht erkennen. Heute ist es wohl ähnlich. Welche Anzeichen gibt es denn heute für einen Konflikt in Europa? Es sollte doch möglich sein, innerhalb einer kurzen Vorwarnzeit von 2-3 Jahren 100‘000 zusätzliche Soldaten ausbilden lassen. Bei der Luftwaffe geht das leider weniger schnell (eher 5-6 Jahre), weshalb es wichtig ist, dass die Gripen beschafft werden, damit die Kernkompetenzen aufrechterhalten werden.
    @Robert Hänggi
    Wollen Sie mir also damit sagen, dass man Probleme lieber mit Gewalt und Kriegen lösen sollte? Scheinbar ist Ihnen nicht bewusst, was Krieg bedeutet. Ich kenne das nur aus Erzählungen von meiner Grossmutter, die während des Kriegs in Deutschland aufgewachsen ist und von zahlreichen Filmen. Das ist schon schlimm genug. Die Armee wird erst dann für Konflikte eingesetzt, wenn alles andere versagt.
    Falls wir uns gegen die NATO zur Wehr setzen müssten, reichen auch 220‘000 Soldaten nicht aus (für Raumsicherungsaufgabe und subsidiäre Unterstützung schon). Ich bin Ada bei der nicht kämpfenden Truppe und kann sagen, dass wir schlecht darauf vorbereitet wären. Ein Problem ist, dass von den Kadern praktisch niemand das Fachwissen (in meinem Fall Funkgeräte) hatte. Das Wissen geht zwischen den WK’s verloren und es fängt dann jedes Mal von neuem an, weil man das meiste wieder vergessen hat. Übrigens die meisten Leute, die ich kenne sagen, dass sie den Wehrdienst im Kriegsfall verweigern würden. Wir (die heutigen Ada’s) sind einfach in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen. Ich kann mir, wie viele anderen auch, einfach nicht vorstellen, dass es jemals wieder Krieg geben könnte.
    @Albert A. Stahel
    Da haben Sie natürlich Recht. Es existieren zahlreiche Konflikte (potentiale). Mir ist das durchaus bewusst und mir fallen spontan weitere Gefahren ein. Aber welche Auswirkungen haben diese auf die Sicherheit in der Schweiz? Und was kann die Armee konkret tun, um die Sicherheit zu gewährleisten? Warum sollten diese zu einem Krieg in Europa führen? Das mir nicht ersichtlich und lässt sich wahrscheinlich nur schwer beantworten. Solange dies so bleibt, gibt es auch keinen Konsens über die Armee.

    • Fritz Kälin sagt:

      Der “Konsens” ist die einzige wirklich heilige Kuh in unserem Land. Dies ist z.T. aus gutem Grund so, nicht selten wird dem Konsens allzu viel untergeordnet.
      40 Jahre Aufrüstung gegen eine klar sichtbare militärische Bedrohung (Warschauer Pakt) haben den Konsens über die Nowendigkeit der Schweizer Armee (zu) leicht gemacht.
      Der nötige Konsens darüber, dass wir eine glaubwürdige Armee brauchen, wird leider erst dann, dafür überdeutlich entstehen, wenn es bereits zu spät ist. Darum tragen Politik (Bund und Kantone!), Armeeleitung, Zivilschutz etc. eine grosse Verantwortung im Frieden, weil sie für den schlimmsten, nicht für den angenehmsten Fall planen müss(t)en.
      Und vielleicht wäre der gewünschte Konsens seit jeher vorhanden und die Presse bemüht sich fleissig, eine andere Realität zu suggerieren? Es wurde bereits weiter oben bestens festgehalten, dass die Armee jede Abstimmung in der Bevölkerung deutlich gewonnen hat. Der heutige Zustand der Armee ist deshalb ein klarer Verstoss gegen den Willen der obersten politischen Entscheidungsgewalt in unserem Land.

  15. Stelzer Willy P. sagt:

    Es ist interessant, wie sich die Linke bemüht, der Bevölkerung sämtliche Waffen zu entziehen, während andere Kreise schon seit Jahren vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Europa warnen. Man lese die Publikationen von Dr. Udo Ulfkotte. Eines Tages werden wir aufwachen und uns konsterniert unerwartete Nachrichten anhören. Auf einen Schlag wird sich dann die Einstellung unserer Armee gegenüber wandeln, wie 1956 (Ungarn) und 1968 (Prager-Frühling). Allerdings besteht gegenüber damals ein entscheidender Unterschied: Seinerzeit hatten wir eine einsatzfähige und voll ausgerüstete Armee. Und einen Bundesrat, welcher seinen Auftrag gemäss Bundesverfassung, Artikel 58, ausführte.Dies ist heute nicht mehr der Fall und die Regierung wird nicht zur Rechenschaft gezogen. Von wem schon?

  16. Gotthard Frick sagt:

    Arguments please – not insults!
    Unter diesem Titel hatte ich vor nicht langer Zeit in einer englischsprachigen Parteizeitung in China einen Aufruf an die Tausenden von Lesern eingereicht (er wurde dort unter leicht geändertem Titel veröffent-licht), die in Kommentaren im Zusammenhang mit dem Streit um ein kleines Inselchen entweder den Anspruch Chinas oder Japans oder den Anspruch der USA, eine pazifische Macht zu sein, unterstützten. Denn fast alle beleidigten die Vertreter der jeweiligen Gegenseite mit Qualifikationen weit unter der Gürtellinie, die keine Argumente zum Thema waren.
    Den gleichen Aufruf richte ich hier an die Befürworter einer starken, glaubwürdigen Landesverteidigung, zu denen auch ich gehöre: Bitte Argumente, keine Beleidi-gungen!
    Die in unserem Lande gleichberechtigten Frauen sind keine “Emanzen”. Sie entscheiden auch mit dem Hirn, nur ist das bei der Mehrheit der Frauen in der Regel – von der Natur oder dem lieben Gott so gewollt – mehr in Richtung Empathie, Fürsorge, Glauben an das Gute im Menschen und an eine ideale Welt entwickelt, als bei uns Männern, die wohl eher die menschliche Natur so sehen wie sie ist: mit dem Potenzial zum Grossartigen, Kreativen, Menschlichen, ebenso wie zum Brutalen, Zerstörerischen und Unmenschlichen. Je nach der Entwicklung der Lage kann die negative Seite des Menschen auch in Europa wieder durchbrechen, aber grundsätzlich ist es positiv, dass Frauen und Männer mitdenken und beitragen.
    Deshalb müssen wir sehr gefährlich sein, d.h. eine zum Krieg befähigte, starke Armee haben, damit unser einmaliges Land nicht in einen zukünftigen Krieg gerissen wird. Denn dann könnten – neben vielen anderen Greueln, Scheusslichkeiten, Leiden – u.a. auch unsere jungen Frauen von einer aus Rand und Band geratenen Soldadeska vergewaltigt und durch Pfählen durch die Scheide ermordet werden, wie das z.B. um den Jahreswechsel 1937/38 zwanzigtausend jungen Chinesinnen beim Massaker von Nanjing passierte (bei dem 350’000 Menschen beider Geschlechter und aller Altersgruppe innert kurzer Zeit auf grausamste Weise ermordet wurden, z.B. durch lebendiges begraben). Ich will auch nicht, dass völlig hilflose Menschen, die selber keine Waffen haben, völlig gewaltlos sind und nichts verbrochen haben, darunter viele Frauen und Kinder, massenweise in Eisenbahnzügen in grosse Lager abtransportiert und dort industriell vernichtet werden.
    Das können wir mit einer starken Landesverteidigung verhindern. Das sollten und können auch unsere Frauen verstehen. Eine grosse Frau, die Iron Lady von Grossbritannien, Margreth Thatcher, lässt grüssen.
    Gotthard Frick, Bottmingen

  17. Robert Hänggi sagt:

    AW Ich habe Jahrgang 1941 und bin in Basel geboren und aufgewachsen falls Ihnen das ein Begriff sein sollte. Ich kenne also den Krieg nicht nur aus Grossmutters Erzählungen. Ich habe 1944 als 3-Jähriger auch die Folgen des Bombardementes durch die Amerikaner an einem Sonntag um 10.00 im Basler Gundeldingerquartier erlebt. Ich bin also ein Augenzeuge von damals. Ich habe sogar auch noch die Flammen aus dem Dach des Verwaltungsgebäudes von COOP-Schweiz lodern sehen. Der Bundesrat hatte sein Volk schon damals angelogen als er behauptet hatte, dieses Bombardement sei doch nur ein Versehen gewesen. Wenn Sie mir Ihre Mail-Adresse bekanntgeben, sende ich Ihnen ein paar Originalfotos aus jener Zeit. Bei diesem Bombenabwurf auf das Basler Gundeldingerquartier sind auch einige plombierte Güterwaggons, welche auf der Nord/Süd-Achse verkehrt haben und im Güterbahnhof Wolf abgestellt gewesen sind bombardiert worden. Zu jener Zeit hatte es aber auch noch die Fröntler gegeben. Sie haben von der Basler Regierung geduldet im St. Albansaal ihren Treffpunkt gehabt. Ein deutscher Arbeitskollege erzählte mir, dass die Nazis bereits im Besitze von Kartenmaterial gewesen sind auf dem die ganze Nordschweiz zum Süddeutschen Gau gehörend, eingezeichnet gewesen ist. Hätte Hitler die Schweiz angegriffen, so hätten die Deutschen nur noch diese Karten herausgeben müssen. Übrigens: Mein Pflegevater, ein eingebürgerter Deutscher aber 1902 in Basel geboren, hatte auf dem Quartierposten Breite der Kapo Basel-Stadt einen Hausbewohner angezeigt der Fröntler gewesen ist. Erfolglos! Seinem Zeugen, einem Hausbewohner und Sappeur der Schweizer Armee, der ihn begleitet hatte, haben auf dem Polizeiposten Breite aber ziemlich plözlich und ganz zünftig die Hosen geflattert und der todesmutige Landesverteidiger hatte kalte Füsse bekommen. Mein Pflegevater hatte mehr Patriotismus gehabt als viele dieser fürchterlichen Schlaffis welche sich auch noch Eidgenossen schimpfen und aus der Innerschweiz stammen. Zudem sind an allen militärischen Einrichtungen schwarze Meallschilder angebracht gewesen mit dem Hinweis, dass das Fotografieren solchr Anlagen stengstens verboten sei. Ich habe als 8-jähriger ABC-Schütze bereits schon begriffen, dass ich einem Volk von unverbesserlichern Hinterwäldlern und Einfaltspinseln angehören muss, wenn es sich solche Schildbürgerstreiche erlaubt. Die Geheimdienste lassen grüssen. Und dann sind vor und während des 2. Weltkriegs aus Sabotage und Gewinnsucht auch noch diese “weichen” Bunker gebaut worden in welchen unsere Soldaten bei einem Angriff der Deutschen Wehrmacht den sicheren Tod gefunden hätten. Ihre Grossmutter in Ehren aber die beiden Weltkriege haben die Deutschen vom Zaun gerissen und verloren. Die Maginotlinie hat den Franzosen so wenig genützt wie den Schweizern ihre Alpenfestung genützt hätte. Unternehmen Tannenbaum ist extra dafür geplant gewesen. General Guisan hätte nämlich sein eigenes Volk geopfert, denn er hätte das ganze Mittelland samt seinen Städten den Nazis überlassen. Eine Armee hat sich nicht in den Bergen zu verstecken sondern das Volk zu beschützen und zu verteidigen. Basel wäre zur Freistadt erklärt und nicht von der hochwohllöblichen Schweizer Armee verteidigt worden. Die Basler Bevölkerung hätte vermutlich im KZ Strutthof im Elsass ihr Ende gefunden. Schöne Aussichten für die Basler Wehrmänner, wenn sie an der Grenzbesetzung teilnehmen müssen und im Gegenzug als Dank des Vaterlandes aber ihre Familien von der Eidgenosenschaft schändlich im Stich gelassen worden wären. Sicher werden Sie begreifen, dass ich als Baslerbürger da aber schon eine wesentliche andere Sicht der Dinge habe, denn ich bin in erster Linie Baslerbürger und erst dann Schweizerbürger. Da ich am 6. Mai 1941 in Basel geboren bin, hätte auch ich den Marsch in dss Vernichtungslager Strutthof im Elsass antreten müssen. Hat jemand noch Fragen?! Ihr bekommt die Antworten
    frei Haus und mit Originalfotos unterlegt und Ihr könnt Euch zu 100 Prozent darauf verlassen, dass sie ganz bestimmt nicht aus Grossmutters Küche stammen!

  18. Robert Hänggi sagt:

    AW Damit Sie den Ernst der Lage von damals besser begreifen können: Die ganze Schweiz hatte den Kanton Basel-Stadt und seine Wohnbevölkerung während des ganzen 2. Weltkrieges fürchterlich im Stich gelassen. Im Christoph Merian Verlag gibt es eine DVD zu kaufen, welche an jene dunklen Tage erinnert. Der spätere Ständerat von der Sozialdemokratischen Partei Basel-Stadt, Carl Miville-Seiler, gibt darin bekannt, dass er in jener Zeit immer eine Pistole parat gehabt hätte, um sich gegen die Nazis zur Wehr zu setzen, wenn sie 1942 die Schweiz und somit Basel angegriffen hätten. Woher er aber diese Pistole gehabt hatte, das nun aber will der ehrenwerte SP-Standesvertreter nicht mehr wissen. Und ein Basler Wehrmann hatte vor seinem Einrücken in den Aktivdienst seiner Ehefrau den dringenden Rat erteilt: “Du behältst aber auf jeden Fall immer noch eine Kugel für dich und die Kinder übrig, falls uns die Deutsche Wehrmacht angreifen sollte!” Lieber AW Wir brauchen nun aber wirklich keine Armee, welche sich in den Bergen versteckt und mit den Nazischergen am Gotthard Blinde Kuh gespielt hätte. Deutschland hat sich diese Niederlagen aus den beiden Weltkriegen selbst zuzuschreiben und verdient kein Mitleid. Im Übrigen können Sie sich auch noch auf YouTube alle diese Vernichtungslager der Nazis ansehen. Und sich hoffentlich auch Ihren Reim darauf machen! Auch das in der Nähe der Stadt Basel gelegene Strutthof im Elsass ist auch dabei.
    Finden Sie tatsächlich, dass es nun aber wirklich sehr grossen Sinn gemacht hätte, wenn Henri Guisan das ganze Mittelland mit allen seinen Städten der Deutschen Wehrmacht überlassen hätte und sich mit seinem armseligen Haufen in sein Schneckenloch am Gotthard zurückgezogen hätte, denn das hatte er eigentlich in Tat und Wahrheit geplant gehabt. Wo seid Ihr denn nun alle gewesen als Euch die Basler Bevölkerung am Nötigsten gehabt hätte? Kein Grund zur Freude, lieber AW! Und wie bereits erwähnt: Ich bin am 6. Mai 1941 in Basel geboren und auch hier aufgewachsen. Vom immer wie mehr nach Links abdriftenden Schweizervolk habe ich die Nase gründlich voll. Wäre ich nicht auf meine Identitätskarte angewiesen, ich hätte sie schon längstens geschreddert!

    • Fritz Kälin sagt:

      Im Endeffekt hat nicht Guisan mit dem Reduitbezug die dichter besiedelten Landesteile ‘preisgegeben’, sondern die Politik der Zwischenkriegsjahrzehnte, die eine derart unzulänglich ausgerüstete Armee in Kauf genommen hatte. Sparen Sie sich daher Ihre Beschreibung “Armseliger Haufen” für die Politiker auf, welche es sich zum dogmatischen Lebensinhalt mach(t)en, unserer Landesverteidigung noch den letzten Franken und Rappen zu entziehen.
      Der Reduitbezug war auch in den Augen des Militärs eine militärische Notlösung. Er war aber auch ein klares politisches Statement gegen Hitlers neues Europa, das sich damals bedrohlich abzeichnete… Anstelle des Reduitbezugs ‘das Volk zu beschützen’ hätte aber (vor und nach 1945) zwangsläufig bedeutet, dass die Armee den Kampf INMITTEN der dichtbesiedelten Gebiete geführt hätte.
      Letztlich bleibt es hypothetisch, ob die Schweizer Zivilbevölkerung im Mittelland unter einer raschen Besatzung durch die Wehrmacht, verbunden mit einem längerem Kampf der Armee in den Alpen insgesamt (nicht nur in Basel) mehr gelitten hätte als unter einem kürzeren, intensiven und aussichtslosen Abwehrkampf entlang der ursprünglichen Limmatstellung. Was die Geschichte gezeigt hat, war, dass niemand sich nach 1945 dafür rechtfertigen musste, ‘zu viel Widerstand’ gegen das 3. Reich geleistet oder unter deutscher Besatzung ‘zu viel gelitten’ zu haben.
      Last but not least, lieber Herr Hänggi, werden Sie als Basler und ich als Innerschweizer, zum Reduitbezug zwangsläufig einen anderen emotionalen Zugang haben. Jeder Mensch hat Emotionen, aber kein Verstand ist diesen Emotionen wehrlos ausgeliefert…

  19. Gotthard Frick sagt:

    Antwort an Herrn Robert Hänggi, zur Behauptung, Guisan habe für den Fall eines Krieges durch die Réduit-Strategie (die Konzentration des Grosteils der Armee im Gebirge) „sein Volk geopfert“. (Hervorhebungen im Text durch den Verfasser).
    DAS GEGENTEIL ist der Fall. Er hat es erfolgreich vor einer deutschen Besetzung geschützt.
    In fast allen deutschen Angriffsplänen (die ich sehr gut kenne) stand als wichtigstes Ziel eines deutschen Angriffes immer im Vordergrund, die Besetzung der Alpentransversalen samt ihrer Stromversorgung. Das stand für Deutschland angesichts der geographischen Lage seines, ohne ihn wirtschaftlich nicht überlebensfähigen Hauptverbündeten Italien im Vordergrund. Deutlicher konnte das nicht ausgedrückt werden, als von General der Gebirgstruppen Franz Böhme in seiner Angriffsstudie: “DENKSCHRIFT ÜBER DIE WEHRLAGE DER SCHWEIZ UNTER BERÜCKSICHTIGUNG EINER ERFORDERLICH WERDENDEN DEUTSCHEN BEWAFFNETEN INTERVENTION”. Nachdem er die verschiedenen Gründe genannt hatte, die Deutschland dazu führen könnten, die Schweiz anzugreifen, und die Beute, die ihm dabei zufallen würde, kommt er zum Schluss:
    “Vielmehr geht es gerade um den Besitz der wichtigen Nord-Südverbindungen. Erst ihr uneingeschränkter Besitz – oder zumindestens der beiden westlichen (d.h. Gotthard und Lötschberg-Simplon, ohne die Rhätische Bahn, der Verfasser) – samt ihren Stromanlieferungen, bedeutet einen KLAREN MILITÄRISCHEN SIEG über die Schweiz.”
    Deren Bedeutung für Deutschland hatte General Guisan erkannt. Er war sich auch bewusst, dass unser Infanterieheer einem überlegenen gepanzerten Gegner mit einer starken Luftwaffe im Mittelland nicht sehr lange werde Widerstand leisten können, und dass dann das Land besetzt würde, mit all dem was das insbesondere für die dann der Besatzungsmacht schutzlos ausgelieferte Zivilbevölkerung bedeuten würde. Deshalb verschob er die Armee in die Alpen und verwehrte so Deutschland die wichtigste Beute eines Angriffes, denn dort konnte die Armee lange ausharren. Dort konnten weder die Luftwaffe noch die Panzer im grossen Stil einesetzt werden. Durch das Halten der Alpen hat Guisan der Schweizer Zivilbevölkerung die Greuel eines Krieges erspart.
    Zu Herrn Hänggis Kommentar über die französische Maginotlinie und die Schweizer Festungen: Im Gegensatz zur Deutschen „Siegfriedlinie“ an der Grenze zu Frankreich, ein grosser Bluff Hitlers, bestand die französische „Maginotlinie“ aus sehr starken, über viele Jahre aufgebaute Festungen und Bunkern. Deshalb griff Hitler dort gar nicht an. Sondern er umging Frankreich durch die Beneluxstaaten und stiess durch die Ardennen, die der französische Generalstab als für motorisierte und gepanzerte Verbände für nicht passierbar hielt. Deshalb befanden sich dort beim deutschen Angriff fast keine französischen Truppen.
    Bis die Réduitstrategie und deren Bedeutung auf deutscher Seite erkannt war, wurde in deutschen Angriffsplänen immer wieder gefordert, man müsse die Schweizer Armee im Mittelland rasch schlagen, um ihr das Ausweichen in die Alpen zu verwehren, wo sie – nach Meinung der deutschen Planer – lange Widerstand leisten könne. In einer der deutschen Angriffsplanungen wurde ein Angriff vom Bodensee das Rheintal hoch Richtung Chur ausdrücklich ausgeschlossen, obschon er als sehr erwünscht bezeichnet worden war, da er wegen der starken Schweizer Festungen Rheineck und Sargans und dem gebirgigen Gelände keine Aussicht auf Erfolg habe.
    Auch die Meinung von Herrn Hänggi über die Planung „TANNENBAUM“ von 1940 muss ich leider korrigieren. In der Planung wird gefordert, die Schweizer Armee im Mittelland rasch zu zerschlagen, um ihr Ausweichen in die Alpen zu verhindern. Die Deutschen wussten damals noch gar nicht, das die Hälfte der Armee bereits ins Réduit verschoben worden war.
    Ein Krieg wird – auch vorher schon – primär in den Köpfen entschieden. Es scheint eine Kategorie von Menschen zu geben, die sich und ihrem Volk nichts zutrauen, den anderen aber alles. Sie kapitulieren deshalb schon im voraus oder im Ernstfall rasch, und sehen rückblickend beim Blick in die Geschichte auch nur die Möglichkeit der eigenen Niederlage, obschon die als Soldaten auf beiden Seiten kämpfenden Menschen gleich verletzlich und sterblich sind.
    Zu Beginn des zweiten Weltkrieges haben uns fast alle der von der Achse angegriffenen westlichen Länder, einschliesslich das grosse Frankreich, vorgemacht, zu was der Defätismus führt und wie teuer die Menschen dann für die Folgen zahlen. Ausnahmen waren das kleine, arme Griechenland, das 6 Monate lang stand hielt, und Finnland mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern in seinem viermonatigen Abwehrkampf gegen die übermächtige Sowjetunion.
    Deshalb konnte im Juni 1940 eine kleine Truppe von 55, nur mit Infanteriewaffen ausgerüsteter deutscher Soldaten die grösste, gegen Bomben und Artilleriebeschuss immune, mit 30 Kanonen und 20 Maschinengewehren ausgerüstete Festung Belgiens, eine der modernsten und grössten Europas, bezwingen. Die eine Seite der Festung war in die 50 Meter zum Albert-Kanal senkrecht abfallende Felswand eingebaut. Sie sollte den Übergang über den Kanal sperren. Die 1185 Offiziere und Soldaten der Besatzung kapitulierten nach 1 Tag. Zur „Moral“ der Belgier passte, dass sie auf der Kuppe der Festung Fussballplätze angelegt hatten, wo die deutschen Lastensegler mit den Soldaten an Bord ideale Landeverhältnisse antrafen. Während die Deutschen 6 Monate lang diese Aktion eingeübt hatten, haben die belgischen Soldaten Fussball gespielt.
    Da Herr Hänggi meint, wir hätten ohnehin keine Chance gehabt. Dazu die Meinung des kriegserfahrenen Experten, Wehrmachtsgeneral der Gebirgstruppen Franz Böhme, am Schluss von Kapitel 2 „Stärkebeurteilung der Schweizer Landesverteidigung“ seiner umfangreichen Angriffsplanung:
    „Somit ergibt sich folgende Lage: Die Schweizer Landesverteidigung verfügt über ein Heer, das schon wegen seiner zahlmässige Stärke ein äusserst beachtlicher Faktor ist. Die Bezwingung der sich erbittert verteidigenden Truppen im Hochalpenreduit wird eine schwer zu lösenden Aufgabe darstellen.“
    Mit dem Lösen von sehr schwierigen Aufgaben kann man auch scheitern. Ohne hier weiter in Details zu gehen: Die im grossen Ganzen positive Beurteilung der Schweizer Abwehrbereitschaft teilten übrigens während der ganzen Dauer des 2. Weltkrieges die Militärs, Diplomaten und Medien aller Kriegsparteien. Selbst die oberste militärische Führung der USA hielt 1944 die von Stalin geforderte Umgehung der deutschen Front in Frankreich durch die Schweiz „wegen der kleinen, aber effizienten Schweizer Streitkräft im Kampf auf ihrem eigenen Boden“ als militärisch zu riskant.
    Wenn wir wollen, können wir auch in einer unsicheren Zukunft unser Land durch eine starke Armee aus einem Krieg heraushalten.
    Gotthard Frick, Bottmingen

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