Untaugliche im Militär – eine Erfolgsbilanz

Auch Menschen mit körperlichen und psychischen Problemen müssen Dienst leisten dürfen, wenn sie keinen Militärpflichtersatz zahlen wollen. So will es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Erstmals gibt es dazu in der Schweiz nun Zahlen: Neun von zehn Gesuchen konnten bewilligt werden.

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Gotthard Frick

z.Zt. Beijing, 16.10.2013 „Behinderte“ in der Armee – eine höchst erfreuliche Nachricht! 1. Das Allerwichtigste für die Schweiz und auch für die Armee (und jede andere menschliche Gemeinschaft), sind Menschen, die voll zu ihr stehen, die motiviert und bereit sind, dafür auch grosse Opfer bis hin zu ihrem Leben zu bringen. Das gibt es anscheinend erfreulicherweise auch in grösserer Zahl unter „Behinderten“. Wir haben schon zu viele andere (SPS, Gott sei dank gibt es dort noch Ausnahmen, JUSO, GSoA etc.), sowie all die körperlich fitten jungen Leute, die sich vom Militärdienst wegen behaupteter „Gebrechen“ drücken. Die „Behinderten“, die Militärdienst leisten… Read more »

Burkhardt I.

Die differenzierte Tauglichkeit hatten wir schon einmal. Wieso ist man davon abgekommen? Für eine kleinere Armee findet man vermutlich genügend „Top Gesunde“ dachte man wohl. Es wäre wohl klüger, motivierte Plattfüsse in der Armee zu haben, als unmotivierte Leute die zwar 100 Prozent tauglich sind, aber keine Leistung erbringen wollen. Der blaue Weg um wegzukommen, steht Letzteren dann offen, wenn diese die Armee schon viel Geld gekostet haben.

Franz Betschon

Die beiden obigen Stellungnahmen zeigen, dass die begrenzte Tauglichkeit ein Erfolgsmodell war. Warum ist man davon abgekommen? Wahrscheinlich aus demselben Grund, warum man das Mehrheeresklassenmodell (Auszug, Landwehr, Landsturm) verlassen hat. Es mehren sich die Indizien, dass es hinter all den hysterischen Reorganisationen der letzten Jahre eine versteckte Agenda gibt. Wir weisen im Papier „Vernehmlassungsantwort zur WEA“ darauf hin, dass mittlerweilen genügend Schriftstücke aus dem VBS und sonst unerklärliche Entscheide vorliegen, die vor Gericht zu einem glatten Obsiegen führen würden, wenn wir den Beweis für das Vorhandensein einer solchen „Hidden Agenda“ führen müssten. Wahrscheinlich würden uns Aushebungsoffiziere hinter vorgehaltener Hand auch… Read more »

Fritz Kälin

Vielleicht steckt dahinter auch der ‚Jugendwahn‘, der auch in der Wirtschaft schon seit längerem grassiert? (Und das in einer überalternden Gesellschaft…)

Je grösser der Gesamtbestand der Milizarmee, desto höher ihre Durchhaltefähigkeit in personalintensiven Szenarien. Man darf deshalb die Obergrenzen bei Bestandeszahlen und Diensttagen nicht länger politisch-willkürlich runterschrauben.

Kurt Anton Brugger

Grüezi Giardinos, auch ein behinderter Mensch soll die Möglichkeit haben sich in den Arbeitsablauf eines Betriebs zu integrieren. Das stärkt sein Selbstwert-Gefühl und hilft ihm als wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft eigenverantwortlich sein Leben zu gestalten. Zu dieser Einsicht ist endlich eine Mehrheit der Politiker in Bundesbern gekommen. Das Unschöne dabei ist, einige hatten dieses Einsehen erst, nachdem der Druck auf die Kosten der Sozialversicherungen bedrohlich wurde. Wer Behinderte im Arbeitsprozess erlebt hat, spricht mehrheitlich von positiven Erfahrungen. Dabei geht es oft um viel schwerere Behinder-ungen als wenn ein junger Mann bei der Aushebung den Anforderungen nicht genügt und so als… Read more »

Hans Ulrich Suter

Für mich sind das alles Trivialitäten, die Leute müssen natürlich gemäss ihren Fähigkeiten eingesetzt werden, das ist völlig selbstverständlich und muss jetzt nicht diskutiert werden, erstaunlich nur, dass es immer und immer wieder kommt. Eine Schande für diejenigen, die sich als Superman fühlen, nur weil sie jetzt gerade nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Aber denkt daran, die wenigsten wären fit genug für ein Kampfflugzeug und als Grenadiere sehen die meisten von uns (auch die dort eingeteilten, nur so nebenbei gesagt) auch eher bescheiden aus.

Hans Ulrich Suter

Vielleicht sollte man das noch Ergänzen: Es ist natürlich so, dass auch zum Beispiel stark gehbehinderte Leute sogar Drohnen fliegen können… Das heisst es ist so, dass die technische Entwicklung die körperlichen Anforderungen immer mehr reduziert, auch für Infanteristen, was alle wissen, die nur schon mit einem alten Karabiner geschossen haben. Und dann kommt noch etwas dazu, es ist auch für die Leute eine gewisse Motivation sich körperlich (durch Sport) auf den Dienst vorzubereiten, beziehungsweise sich sportlich zu verbessern während der Ausbildung in der RS oder auch während des WKs. Ich erinnere mich dunkel auch Luddendorffs Kommentare zum Landsturm, nachdem… Read more »

Walter G u l e r

• Zum Jugendwahn: Das spielt sicher eine Rolle (ich ziehe übrigens die Bezeichnung Jugendfaschismus vor, da interessanterweise gerade im Dritten Reich dazu eine ähnliche Einstellung wie heutzutage herrschte, allerdings war damals die ältere Generation weg, also war das damals sogar noch logisch, heute eher weniger wie Herr Kälin ja oben erwähnt). Herr Suter: im Dritten Reich herrschte der Nationalsozialismus. Der Faschismus wurde 1922 durch Benito Mussolini in Italien installiert; dessen Emblem das Rutenbündel mit Beil finden wir übrigens auch im Wappen unseres Kantons St.Gallen. Da die Sowjetunion unter Stalin den Begriff «Sozialismus » für sich gepachtet zu haben scheint, musste… Read more »

Hans Ulrich Suter

@Guler: Wenn schon besserwisserisch, dann auch richtig… Das Rutenbündel stammt aus dem römischen Reich, das sog. Fascis, das könnte doch etwas bedeuten…, und hat a priori gar nichts mit dem modernen Faschismus zu tun, genausowenig wie die Swastika, übrigens. Der Faschismus ist unter anderem gekennzeichnet durch den Glauben, dass Experten. oder Arierer, oder sonst eine Gruppe über andere Gruppen bevorzugt werden können, eben auch Junge über Alte, oder Weisse über Schwarze usw. In Extremform ist das eben der „Führer“. Daher ist die Bezeichnung Faschismus sehr genau. Richtig ist, dass viele eher linke Forscher den Nationalsozialismus als Unterspielart der des Faschismus… Read more »

Walter G u l e r

@ Hans Ulrich Suter
Meine Replik hatte nichts mit besserwisserisch zu tun. Ich habe nur die Herkunft des Rutenbündels nicht erwähnt:
Das Motiv des St. Galler Wappens stammt aus dem antiken Rom. Wenn Personen aus dem gehobenen Bereich, wie beispielsweise Richter, in der Öffentlichkeit auftraten, gingen ihnen mindestens zwei Liktoren voran, die als Leibwachen dienten. Diese trugen als Symbol der Gerichtsgewalt ein Rutenbündel mit einem Beil.
Wie Sie richtig schreiben hat auch die Swastika nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. Aber versuchen Sie einmal dieses Symbol zu veröffentlichen, Sie werden Ihre blauen Wunder erleben.
Soweit zu Symbolen

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