Leistet sich die Schweiz eine Luxus-Armee?

Doch leistet sich die Schweiz tatsächlich ein Luxus-Militär? 20 Minuten hat die Truppen- und Flottenstärken unserer Nachbarn und verschiedener Militärmächte mit den unseren verglichen. Das Ergebnis: Pro Kopf gerechnet übertrifft unsere Armee je nach Kategorie sogar die Saudi-Streitkräfte.
→ Weiterlesen: Leistet sich die Schweiz eine Luxus-Armee?

Rückblick der Schweizer Armee 2016 – Armee in Zahlen

Informationen auf vtg.admin.ch

Sicherheitsstudie – Die Schweiz als heile Welt

Gemäss der jüngsten Erhebung vom Januar 2017 ist das Sicherheitsempfinden im Vergleich zum Vorjahr sogar signifikant gestiegen und verbleibt im langjährigen Mittel auf hohem Niveau: Neun von zehn Befragten fühlen sich «sehr sicher» oder «eher sicher». Auch die Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden, hat weiter abgenommen. Auf die Frage «Wie sicher fühlen Sie sich, wenn Sie nach Einbruch der Dunkelheit alleine zu Fuss in Ihrer Wohngegend unterwegs sind?» antworteten 89 Prozent, sie fühlten sich sicher. Im Vergleich zum Vorjahr ganz leicht gesunken ist lediglich das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum, was unschwer als Folge des Terrors in westeuropäischen Städten zu deuten ist.
→ Weiterlesen: Sicherheitsstudie – Die Schweiz als heile Welt

Armee publiziert Jahresbericht – Alles tiptop und wunderbar!

„Die Armee ist kein Selbstzweck, sondern dient dem Schutz von Land, Bevölkerung und kritischer Infrastruktur – sie sorgt also auch ganz direkt für Sie, indem sie täglich einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Schweiz leistet. Das Gleiche gilt für den vorliegenden Jahresbericht: Dieser soll ausdrücklich nicht Selbstzweck, sondern ein Teil des Dialoges sein, den die Armee mit der Bevölkerung pflegt. Obwohl wir aufgrund des in unserer Gesellschaft verankerten Milizgedankens und unserer Milizarmee einen vergleichsweise guten und direkten Draht zur Bevölkerung haben, ist die Kommunikation mit Ihnen zentral – Sie sollen wissen, was Ihre Armee macht, warum sie es macht und wie sie es macht. […]

Die Schweizer Armee hat 2014 in mehreren Einsätzen den Tatbeweis erbracht, dass sie die Aufgabe als einzige strategische Sicherheitsreserve unseres Landes erfüllt – und darauf kann nicht nur ich als Chef der Armee, sondern darauf dürfen auch Sie stolz sein. Bei drei internationalen Grossveranstaltungen hat sich wieder einmal deutlich gezeigt, zu welchen Leistungen die Armee in der Lage ist: Sowohl die Durchführung des Jahrestreffens des World Economic Forums (WEF) und der Syrien-Konferenz als auch des OSZE-Ministerratstreffens wäre ohne den Einsatz der Armee mit mehreren Tausend aufgebotenen Soldaten schlicht unmöglich gewesen. Gerade dort zeigte sich auch, dass sich unser Milizsystem bewährt: Unsere Soldaten – Bürger in Uniform – bringen ein breites Spektrum an Fähigkeiten mit und sind durch ihr ziviles Know-how in der Lage, anspruchsvolle und komplexe Aufträge schnell zu übernehmen und zu erfüllen.“– CdA


→ Weiterlesen: Armee publiziert Jahresbericht – Alles tiptop und wunderbar!

Wo sind all die Tiger hin?

Seit letzten Herbst ändern sich die Zahlen zum aktuellen und künftigen Bestand der Tiger-Flotte regelmässig. Der Bundesrat beantragte «die Ausserdienststellung von Rüstungsmaterial», namentlich der gesamten Tiger-Flotte. Doch das Parlament trat in der Herbstsession nicht auf die Vorlage ein und bekräftigte damit, dass die 54 Flieger in der Luft bleiben sollten. VBS-Chef Ueli Maurer erklärte einen Tag später, man könne «den Tiger F-5 noch einige Jahre für gewisse reduzierte Aufgaben weiter in Einsatz behalten». Die Luftwaffe bestätigte, dass die «derzeit noch 54 Tiger F-5 weiter im Betrieb und ordentlich unterhalten werden».

Trotzdem hat sich die Flotte markant verkleinert. Im Oktober berichtete die «Zentralschweiz am Sonntag», dass das Verteidigungsdepartement bereits Verhandlungen führe, um einen Teil der Flotte 2016 zu verkaufen. Anfang Januar 2015 wurde bekannt, dass bei zwei Tiger Risse entdeckt wurden. In der Medienmitteilung der Luftwaffe findet sich in einer Klammer auch die Nebenbemerkung, dass bereits 18 Flugzeuge gegroundet wurden, diese befänden sich «im Inventar der Luftwaffe, werden aber nicht mehr geflogen». Der Entscheid, diese Flugzeuge nicht mehr weiter in Betrieb zu halten, wurde nicht explitzit kommuniziert.
→ Weiterlesen: Wo sind all die Tiger hin?

2014: Zahl der Diensttage weiter rückläufig

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 5‘841‘341 Diensttage geleistet. Gegenüber dem Vorjahr (6‘052‘376) wurden damit über 200‘000 Tage weniger absolviert. Diese Reduktion resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr tieferen Einrückungsbeständen bei den Fortbildungsdiensten der Truppe (FDT, minus rund 7,1 %). Die durchschnittliche Dienstdauer in den FDT blieb hingegen konstant bei zwölf Tagen, jene der Lehrverbände lag bei 47 Tagen (2013: 42). Durchschnittlich standen im Jahr 2014 täglich 16‘004 Angehörige der Armee im Dienst (2013: 16‘500).

In Einsätzen und für Unterstützungsleistungen hat die Schweizer Armee im vergangenen Jahr 250’028 Diensttage geleistet, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr (228’462). Während die Zahl der geleisteten Diensttage in Sicherungseinsätzen aufgrund der Syrienkonferenz in Montreux und der OSZE-Ministerkonferenz in Basel um 28% auf 121’667 Diensttage zunahm, ging sie bei den Unterstützungsleistungen um 13% auf 26’192 Diensttage zurück, weil 2014 anders als im Vorjahr keine eidgenössischen Grossanlässe auf dem Kalender standen.
→ Weiterlesen: 2014: Zahl der Diensttage weiter rückläufig

SZ: Nur gut jeder Vierte leistet alle Diensttage

Wasser auf die Mühlen der Armee-Gegner: Statt wie behauptet 45 Prozent leisten nur 27 Prozent aller Schweizer Soldaten all ihre Wehrpflichttage. Die Öffentlichkeit sollte diese Zahlen nicht erfahren.

Beitrag auf sonntagszeitung.ch – Dokument des VBS – 20min.chReaktion GSoA
→ Weiterlesen: SZ: Nur gut jeder Vierte leistet alle Diensttage

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus