Die Armee lockt angehende Offiziere mit Geld

Der Schweizer Armee fehlt es an Offizieren. Diesen Mangel will Verteidigungsminister Guy Parmelin mit einem Griff in die Militärkasse bekämpfen: Wer sich zum höheren Unteroffizier oder Offizier ausbilden lässt, dem soll die Armee mehrere tausend Franken an eine zivile Aus- oder Weiterbildung zahlen – an ein Studium etwa oder auch an eine Sprachschule im Ausland.

Die Armee rechnet für 2018 bis 2021 mit Kosten von zirka 23 Millionen Franken, wie Armee-Sprecherin Delphine Allemand erklärt. Eine entsprechende Verordnung soll der Bundesrat noch dieses Jahr verabschieden. Obwohl dieser Schritt noch aussteht, informiert das Verteidigungsdepartement online bereits detailliert über die Gutschriften. Anträge dafür könnten schon gestellt werden, heisst es – immerhin mit dem Hinweis, die Angaben seien ohne Gewähr, da die Verordnung noch in Bearbeitung sei.

Während die Behörden die Internetseite aktualisierten, gingen die Sicherheitspolitiker offenbar vergessen. CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler (LU) etwa ist überrascht über die ­geplante Einführung der Ausbildungsgutschriften. Die Sicherheitspolitische Kommission sei nicht über die Pläne informiert worden, sagt sie: «Das ist störend.» 
→ Weiterlesen: Die Armee lockt angehende Offiziere mit Geld

Umstrittene Bildungsoffensive der Armee

Bald sind die Semesterferien vorbei und es gilt wieder ernst für die Studentinnen und Studenten in der Schweiz. Einige von ihnen starten mit einem Punktevorsprung – und zwar jene, die in der Armee weitermachen: Offiziere und höhere Unteroffiziere können sich ihre militärische Führungsausbildung unter gewissen Umständen ans Studium anrechnen lassen. Entsprechende Vereinbarungen hat die Armee in den vergangenen Jahren mit Hochschulen abgeschlossen. Das Ziel: die militärische Laufbahn wieder attraktiver machen und den Kadernachwuchs sichern.
→ Weiterlesen: Umstrittene Bildungsoffensive der Armee

Ist die Schweizer Armee kein Talentpool mehr?

Die Schweizer Armee macht mit Verteidigungsminister Guy Parmelin einen Anlauf zur Modernisierung. Der Bundesrat hat soeben Parmelins Amtsführung bestätigt. Bleibt unsere Milizarmee ein militärischer Faktor und kann die Privatwirtschaft mit den Offizieren noch etwas anfangen?

Noch vor drei Monaten zogen Offiziere der Schweizer Armee durch das Land, um Unternehmer und Spitzenmanager davon zu überzeugen, dass die Offiziersausbildung ihrer Kader der beste Weg sei für deren späteren Erfolg. Gleichzeitig empfahlen sie ihre Militärkollegen für Zivilkarrieren, denn die Aus- und Weiterbildung der heutigen Generalstabs-Schule übertreffe hinsichtlich der praktischen Führungsschulung alles, vor allem diejenige der MBA-Schulen.
→ Weiterlesen: Ist die Schweizer Armee kein Talentpool mehr?

Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

Die Schweizer Armee befindet sich im Wandel. Mit der laufenden Reform Weiterentwicklung der Armee (WEA) wird das Heer verkleinert und besser ausgerüstet. Einige Probleme lassen sich aber nicht über Nacht lösen. So leidet die Armee seit Jahren unter einem notorischen Offiziersmangel. Jetzt schlägt die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) Alarm. «Gut ausgebildete Offiziere fehlen an allen Ecken und Enden», sagt Präsident Stefan Holenstein. Die Politik hat sich des Themas angenommen, heute diskutiert der Nationalrat darüber. Eine Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission fordert den Bundesrat zum Handeln auf.
→ Weiterlesen: Hauptleute und Majore verzweifelt gesucht

WEA: Infanteriebrigaden nicht restlos abschaffen!

Ein Kommentar zum Artikel “Die Weiterentwicklung der Armee und die Infanterie” von Eugen Thomann, Redaktor der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift, Oberstlt a D, zuletzt Chef eines Armeestabsteils im Militärischen Nachrichtendienst.

Auch wer hinter der Weiterentwicklung der Armee (WEA) steht, will auf die Verteidigungsfähigkeit der Infanterie nicht verzichten. Trotz vordergründiger Übereinstimmung bleiben Zweifel: Wie soll die auf Unterstützungsoperationen ausgerichtete Territorialdivision diese neue Aufgabe gleichsam nebenher erfüllen? Sie bekommt keinen grösseren Stab, keine Feuerkoordinationsmittel, keine Artillerie, keine Genietruppen. Von einem “Kampf der verbundenen Waffen” keine Rede.
→ Weiterlesen: WEA: Infanteriebrigaden nicht restlos abschaffen!

Die Schweizer Armee hat als Karrieresprungbrett ausgedient

Wer in der Schweizer Armee ein hohes Tier ist, hat auch im Berufsleben beste Karrierechancen – dieser Grundsatz galt in der Schweiz jahrzehntelang. Noch 2012 schrieb das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in einer Studie über «die Bedeutung der Armee für die Schweiz», dass die Wirtschaft eine militärische Ausbildung der Mitarbeiter «durchaus schätze«.

Eine Umfrage der «Nordwestschweiz» bei grossen Schweizer Arbeitgebern stellt diese Aussage infrage: Bei ABB, Axpo, Nestlé und Post spielt die militärische Ausbildung bei der Personalauswahl «keine Rolle» mehr. Bei Alpiq und Coop ist eine militärische Karriere «weder Vor- noch Nachteil», bei der Migros «kein Thema» und bei Novartis «nicht entscheidend». Die Swisscom hat eine «eher neutrale Haltung».
→ Weiterlesen: Die Schweizer Armee hat als Karrieresprungbrett ausgedient

Gut Gebildete meiden das Militär

Deutschsprachige Rekruten stellen häufiger ein Zivildienstgesuch als ihre französisch- und italienischsprachigen Kollegen. Übervertreten sind ausserdem Personen mit einer höheren Schulbildung. Dies ist einem Bericht zu entnehmen, den der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat. […]

In den vergangenen drei Jahren hat das VBS nun Gespräche mit 8000 Personen durchgeführt. Als Hauptgrund für die Einreichung eines Zivildienstgesuchs gaben die meisten (88 Prozent) «militärkontextuelle Faktoren» an, wie es im Bericht heisst. Dazu gehört insbesondere die Verpflichtung zur Kaderlaufbahn. Die Bezeichnung umfasst aber auch Wartezeiten, Organisation, Kommunikation und Führungsstil in der Armee.
→ Weiterlesen: Gut Gebildete meiden das Militär

Die Armee, die beste Kaderschule

Die Panzerwagen dröhnen. Soldaten stürmen aus den Fahrzeugluken, Gewehre im Anschlag. 50 Manager von Grosskonzernen aus der Schweiz verfolgen das Spektakel mit Interesse. In englischer Sprache hat sie Armeechef André Blattmann eingeladen, an einer Gefechtsübung eines Panzersappeur-Bataillons in Bülach teilzunehmen: «You will surely want to know more about the Swiss Armed Forces.» Sie wollten.

An diesem Tag erfahren sie, wie die Armee ihren Interessen dient. Schweizer Führungskräfte aus der Wirtschaft, die zugleich Milizoffiziere sind, geben ihnen Auskunft, wie sehr zivile Kader und damit die Unternehmen von militärischer Führungsausbildung und -praxis profitieren. «In der Wirtschaft wie im Militär gibt es kompromisslose und stressige Situationen», erklärt ein Offizier. Zu Einwänden der Manager, die Wiederholungskurse kämen der Geschäftswelt in die Quere, meint Blattmann: «Oft kennen wir den Preis einer Sache, ohne den Wert zu realisieren.»
→ Weiterlesen: Die Armee, die beste Kaderschule

Bildungslandschaft und Armee verbessern Vereinbarkeit von Ausbildung und militärischen Dienstleistungen

Abverdienende Kader der Armee, welche direkt nach dem Dienst ein Studium aufnehmen oder weiterführen wollen, werden beim Abverdienen drei Wochen früher entlassen. Die Präsidenten der Rektorenkonferenzen der schweizerischen Hochschulen und der Höheren Fachschulen haben zusammen mit dem Chef der Armee eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung kam dank Unterstützung der Vertreter der Bildungslandschaft, der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Schweizer Armee zustande.
→ Weiterlesen: Bildungslandschaft und Armee verbessern Vereinbarkeit von Ausbildung und militärischen Dienstleistungen

Unsere Armee – die beste praktische Führungsausbildung

In den letzten 30- 40 Jahren hat die Qualität der Chefs drastisch nachgelassen. Warum? Was hat sich in dieser Zeit verändert?

  1. Immer mehr Chefs kommen aus den Managerschulen. Sie haben keine Produktekenntnisse und wissen wenig über die Produktionsmethoden. Zudem leben sie abgehoben und haben kaum persönliche Kontakte zu anderen Menschengruppen. So müssen sie sich ihre Autorität mit harschen Worten und spektakulären Entscheidungen gewaltsam erschaffen, und machen so ihre Untergebenen krank.
    → Weiterlesen: Unsere Armee – die beste praktische Führungsausbildung

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus