Reaktionen zur Unfallserie der Schweizer Luftwaffe

SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz spricht im Interview zur tragischen Serie der Abstürze bei der Luftwaffe und zu Problemen in der Luft. Der 63-Jährige diente selbst als Fallschirmgrenadier und kritisiert eine Überregulierung: «In einer Notsituation bleibt keine Zeit mehr, Reglementen nachzustudieren.»
→ Weiterlesen: Reaktionen zur Unfallserie der Schweizer Luftwaffe

Flugplatz Meiringen: Lärmbeschwerde abgewiesen

Lärmbelastung und Schadstoffimmissionen durch die Flugbewegungen der Kampfjets im Gebiet Meiringen und Umgebung sind laut Bundesverwaltungsgericht innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Es hat deshalb die Beschwerde der Giessbachstiftung und neun weiterer Lärmgegner abgewiesen. Sie hatten vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Feststellung verlangt, dass die Immissionen in den Jahren 2006 bis 2015 widerrechtlich gewesen seien.
→ Weiterlesen: Flugplatz Meiringen: Lärmbeschwerde abgewiesen

Kampfjets heben (noch) nicht ab

Parmelins Kolleginnen und Kollegen waren denn auch wenig angetan. Gemäss Recherchen dieser Zeitung hagelte es aus gleich drei Departementen Mitberichte: nicht nur aus jenen des Innern und der Justiz, die von den SP-Magistraten Alain Berset und Simonetta Sommaruga geführt werden, sondern auch aus dem Wirtschaftsdepartement von Johann Schneider-Ammann, obwohl der Freisinnige grundsätzlich armeefreundlich ist. Kritisch sollen sich auch FDP-Aussenminister Didier Burkhalter und CVP-Verkehrsministerin Doris Leuthard geäussert haben. SVP-Finanzminister Ueli Maurer war dem Vernehmen nach ebenso wenig begeistert.
→ Weiterlesen: Kampfjets heben (noch) nicht ab

Warum meldete F/A-18 Triebwerksproblem verzögert?

«F/A-18-Absturz von 2015: Unfallursache geklärt»: In seiner Medienmitteilung vom 13. Juni dieses Jahres hat das Verteidigungsdepartement (VBS) keinen Zweifel offen gelassen, was zum Unglück vom 14. Oktober 2015 bei Glamondans über dem französischen Jura geführt hatte. Der Absturz, so das Fazit, sei das Resultat eines Pilotenfehlers. Der Mann, der den Unfall leicht verletzt überlebt hatte, soll nicht vorschriftsgemäss reagiert haben, als während des Trainingsflugs am linken Triebwerk der F/A-18 Probleme in Form eines Strömungsabrisses aufgetaucht seien. Statt den Jet zu stabilisieren, habe er sich mit dem Schleudersitz gerettet. Andere Faktoren wie eine technische Störung oder das Wetter schloss die Militärjustiz als Unglücksursache aus.
→ Weiterlesen: Warum meldete F/A-18 Triebwerksproblem verzögert?

Ein Schweizer auf dem Flugzeugträger (Video)

Eigentlich liegt die Heimatbasis von Militärpilot Andreas Kuhn in Meiringen. Aber der Luzerner ist weit weg von zu Hause – in Virginia Beach, an der amerikanischen Ostküste. Dort steht er vor der grössten Herausforderung seiner fliegerischen Karriere: dem Starten und Landen auf einem Flugzeugträger.
→ Weiterlesen: Ein Schweizer auf dem Flugzeugträger (Video)

Propellermaschinen statt Kampfjets? Umdenken bei der US-Luftwaffe!

Das Militär setzt immer mehr auf High-Tech. Das ist nicht nur teuer. Moderne Waffensysteme sind auch komplex und sehr anfällig für Störungen. Die Luftwaffe der Deutschen Bundeswehr kann ein Lied davon singen. Die US-Streitkräfte haben allerdings jetzt für bestimmte Szenarien ein längst überholt geglaubtes Militärgerät ganz neu entdeckt: leichte Propeller-Kampfflugzeuge.
→ Weiterlesen: Propellermaschinen statt Kampfjets? Umdenken bei der US-Luftwaffe!

Schneller ins Cockpit: Die Schweizer Luftwaffe verkürzt Piloten-Ausbildung um zwei Jahre

Über 300 junge Männer und Frauen bewerben sich jedes Jahr bei der Schweizer Luftwaffe – sie wollen Pilot oder Pilotin werden. Auf die wenigen, die die Eignungsprüfung bestehen, wartete bisher eine sehr lange Ausbildung. Sieben Jahre dauerte es bis zum vollwertigen Kampfjet- oder Helikopter-Piloten. Doch: Das war einmal.

Die Führung der Schweizer Armee hat entschieden, die Ausbildung um zwei Jahre zu verkürzen und umzustrukturieren. Und zwar beinahe ab sofort: Bereits jene, die im September ihre Ausbildung beginnen, werden nur noch fünf Jahre ausgebildet. Die Verkürzung erfolgt komplett zulasten der theoretischen Ausbildung. Bislang musste jeder zukünftige Militärpilot drei Jahre Aviatik an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) studieren – eine akademische Ausbildung, die zukünftig wegfällt.
→ Weiterlesen: Schneller ins Cockpit: Die Schweizer Luftwaffe verkürzt Piloten-Ausbildung um zwei Jahre

Oesterreich: Bericht der Sonderkommission „Aktive Luftraumüberwachung“

Für die österreichische Neutralität ist von besonderer Bedeutung, dass die
Republik Österreich glaubwürdig bereit und in der Lage ist, diese jederzeit
sicherzustellen und zu verteidigen.

Seit 1975 ist das Bekenntnis der Republik Österreich zur umfassenden
Landesverteidigung in der Bundesverfassung verankert. Nach Art. 9a BundesVerfassungsgesetz
(B-VG), BGBl. Nr. 1/1930, soll insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität durch die umfassende Landesverteidigung die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes bewahrt werden.
→ Weiterlesen: Oesterreich: Bericht der Sonderkommission „Aktive Luftraumüberwachung“

Regierungsrat Winiker (LU): «Je mehr neue Kampfjets, desto besser für Emmen»

Seit Mittwoch und noch bis Ende Monat ist Emmen Hauptflugplatz der Schweizer Luftwaffe für Ausbildungs-, Trainings- und Luftpolizeieinsätze. Und ab 2018, wenn der Flugplatz in Sion für militärische Zwecke geschlossen wird, sollen in Emmen bis vorerst 2022 jährlich 5000 Kampfjetflüge durchgeführt werden – 1200 mehr als 2016. Dagegen wehrt sich der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen mit einer Petition (siehe Kasten). Der Verband verlangt eine Plafonierung auf jährlich 3000 Flugbewegungen und eine sechswöchige Sommerpause.

Offen ist, wie es mit dem Flugplatz Emmen mittel- und langfristig weitergeht. Im Herbst will das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), basierend auf einem Expertenbericht, dem Bundesparlament seine bevorzugten Optionen für den Kauf von neuen Kampfflugzeugen offenlegen. Davon gibt es vier: 55 bis 70 neue Jets, 40, 30 oder bloss 20. Die Kosten bewegen sich zwischen 15 und 18 Milliarden Franken (für die Option 1) bis hin zu 5 Milliarden für den Kauf von 20 neuen Jets. Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP) sagt gegenüber unserer Zeitung, welche Variante er bevorzugen würde.
→ Weiterlesen: Regierungsrat Winiker (LU): «Je mehr neue Kampfjets, desto besser für Emmen»

Wegen Kauf von Kampfjets: Offiziere wollen Schliessung von Militärflugplatz stoppen

Jahrzehntelang starteten in Sion Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe. Ende 2017 soll damit Schluss sein. Ab dem 31. Dezember wird die Armee nach dem Willen des Bundesrates den regelmässigen Militärflugbetrieb im Wallis einstellen und den Standort nur noch in Ausnahmefällen nutzen. Sion wird zu einem rein zivilen Flughafen. Zum Beispiel für die wachsende Zahl an superreichen Wintertouristen, die mit dem Privatjet ins Wallis fliegen.

Doch nun regt sich Widerstand. Die Schweizerische Offiziersgesellschaft und zahlreiche weitere armeenahe Gruppierungen wollen die Schliessung des Sittener Militärflugplatzes in letzter Minute stoppen. Sie kritisieren, der Schritt schränke den Spielraum für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge erheblich ein. Ihre Befürchtung ist, dass der Kauf von 55 bis 70 neuen Kampfjets nicht mehr möglich sein wird, wenn die Luftwaffe nur noch über die Flugplätze Payerne, Meiringen und Emmen verfügt. […]

Weniger verständnisvoll äussert sich das Verteidigungsdepartement (VBS) zum Vorpreschen der Offiziere: Die Schliessung des Sittener Militärflugplatzes sei bereits «mehrfach kommuniziert» worden. Ob dies den Entscheid über die Anzahl der zu kaufenden Kampfjets präjudiziert, will Sprecher Renato Kalbermatten nicht kommentieren.


→ Weiterlesen: Wegen Kauf von Kampfjets: Offiziere wollen Schliessung von Militärflugplatz stoppen

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus