Der Leopard kommt unter Beschuss

IS-Terroristen haben einen Mythos zerstört: Jenen von der Unzerstörbarkeit des Kampfpanzers Leopard 2. Bei Kämpfen mit türkischen Streitkräften in der Stadt al-Bab in Syrien wurden erstmals mehrere dieser Panzer in Grund und Boden geschossen. […] Die Leoparden in Syrien gingen in bebautem Gebiet in Flammen auf. Sie sind baugleich mit jenen der Schweizer Armee. Das schürt die Diskussion, ob die 60 Tonnen schweren Ungetüme überhaupt für Einsätze im Umfeld von Siedlungen geeignet sind und wie sie zu schützen wären. Denn das Grundkonzept der schweren Kampfpanzer stammt noch aus dem Kalten Krieg – als man den Feind von vorne erwartete und mit grossen Panzerschlachten rechnete.
→ Weiterlesen: Der Leopard kommt unter Beschuss

Dritte Mechanisierte Brigade – Quo Vadis?

Bereits im August 2015 wurde im SCHWEIZER SOLDAT eine Studie zu einer echten dritten Mechanisierten Brigade veröffentlicht. In der Zwischenzeit wurden die WEA-Planungen weiter vorangetrieben und die WEA politisch abgesegnet. Zwar plant die Armee (momentan) nicht mehr die Panzerbrigaden 1 und 11 auszudünnen um eine dritte Mechanisierte Brigade aufzustellen, jedoch wird noch immer mit einer Scheinbrigade geplant. Die Autoren erlauben sich daher nochmals, einen revidierten Vorschlag für die zukünftige Mechanisierte Brigade 4 aufzuzeigen.
→ Weiterlesen: Dritte Mechanisierte Brigade – Quo Vadis?

Die Panzerbrigaden der Armee 95

Die Schweizer Panzertruppe hat in der vergangenen 25 Jahren nicht weniger als drei Reformen durchlaufen, mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) erfolgt in diesem Jahr bereits die Nächste. Nachfolgend die Entwicklung der Panzertruppe von 1962 – 2017.
→ Weiterlesen: Die Panzerbrigaden der Armee 95

Geschichte der Schweizer Panzer (Video)

Am 15. September 1916 kamen im Ersten Weltkrieg die ersten Panzer auf den Schlachtfeldern an der Somme zum Einsatz. Fünf Jahre später beschaffte sich die Schweizer Armee ihre ersten zwei Panzerwagen. Nicht für einen Einsatz in der Truppe, sondern zu Anschauungszwecken.

Am 18. März 1921 wird das eidgenössische Militärdepartement vom Bundesrat zum Kauf von zwei französischen «Tanks» ermächtigt. 102’000 Schweizer Franken kosten die beiden Renault FT. Mit rund 7 Tonnen Gewicht und einer Spitzengeschwindigkeit von 8 km/h für heutige Massstäbe gepanzerte Leichtgewichte.
→ Weiterlesen: Geschichte der Schweizer Panzer (Video)

Trotz Cyberwar – Die Schweiz setzt wieder auf schweres Geschütz

Kein Jahr ist es her, seit führende Schweizer Politiker die Zeit der Panzerschlachten im Mittelland für beendet erklärten. «Wir haben uns längst vom Kalten Krieg gelöst», sagte im November 2015 der damalige Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) bei der Präsentation des neusten sicherheitspolitischen Berichts.

Inzwischen aber hat ihn die Realität überholt. Die Schweizer Armee ist im Begriff, ihre Doktrin erneut anzupassen. Ein klassischer Angriff mit konventionellen, schweren Waffen wird nicht mehr für höchst unwahrscheinlich gehalten. Nach 20 Jahren sparen und abbauen wird umdisponiert und versucht, aus einer Armee, die kaum mehr einsatzfähig ist, wieder eine glaubwürdige Truppe zu basteln. Der potenzielle Angreifer ist dabei der Alte geblieben: Russland.
→ Weiterlesen: Trotz Cyberwar – Die Schweiz setzt wieder auf schweres Geschütz

Die Irrtümer

Die Gruppe GIARDINO unterstützt das Referendum „Nein zur Halbierung der Armee“ (WEA), da sie nicht der verfassungsmässigen Hauptaufgabe der Schweiz entspricht (Art. 58): der „Kriegsverhinderung“, d.h. so stark zu sein, dass uns niemand angreift, oder wenn es doch passiert „Verteidigt sie (die Armee) das Land und seine Bevölkerung“.

von Gotthard Frick

In einem ganzseitigen Interview in der NZZ vom 5.4.2016, behauptet Korpskommandant Blattmann, die Armee gemäss WEA könne diesen Auftrag erfüllen, weil sich „die Bedrohungslage und damit auch die Definition von Verteidigung verändert hat“. Bundesrat und Armeeführung haben einfach die Bedrohungslage der nicht mehr verfassungsmässigen WEA-Armee angepasst. Das ist so, als würde eine Stadt beschliessen, ihre Feuerwehrautos durch Handspritzen zu ersetzen, und dann sagen, Feuer könnten nicht mehr als 5 Meter in die Höhe brennen.
→ Weiterlesen: Die Irrtümer

USA wollen Panzerbrigade nach Osteuropa verlegen

Die USA wollen eine komplette Panzerbrigade an die Ostflanke der Nato verlegen. Die Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Washington vom Mittwoch sorgte umgehend für Kritik von russischer Seite.

Die USA hatten den Schritt als Reaktion auf die Sorgen europäischer Alliierter angesichts einer „russischen Aggression“ begründet. Russlands Nato-Botschafter Alexander Gruschko kündigte prompt Gegenmassnahmen an.

«Wir sind keine untätigen Beobachter, wir ergreifen regelmässig militärische Massnahmen, die wir für notwendig erachten, um diese verstärkte Präsenz auszugleichen, die durch nichts gerechtfertigt ist», sagte er dem TV-Sender Rossija-24, wie die Agentur Tass berichtete.
→ Weiterlesen: USA wollen Panzerbrigade nach Osteuropa verlegen

Panzertruppe: Struktur, Bestand, Ausbildung und materielle Ausrüstung sind auf die Kriegsverhinderung und Verteidigung auszurichten

Die Kriegsverhinderung sowie die Verteidigung von Land und Bevölkerung sind gemäss Bundesverfassung die Raison d’être der Armee und daher strukturbestimmend. Struktur, Bestand, Ausbildung und materielle Ausrüstung sind entsprechend auf diesen Auftrag – und nicht schwergewichtig auf die subsidiären Einsätze – abzustimmen.
→ Weiterlesen: Panzertruppe: Struktur, Bestand, Ausbildung und materielle Ausrüstung sind auf die Kriegsverhinderung und Verteidigung auszurichten

„Die Zeit der Panzerschlachten ist vorbei!“ – „Wirklich?“

Dieser Bericht über die Reaktivierung von russischen Panzerverbänden lässt das Mantra einiger „Experten“ in einem etwas anderen Licht erscheinen. Beachten Sie bitte die anvisierte Grösse der neuen Panzerverbände (@3:25)!

Armee bald ohne Panzer und Kampfjets?

Das VBS soll 500 Millionen Franken sparen und prüft dazu drastische Sparpläne. So rechnet die Armeeführung 2017 mit einem Budget von 4,5 Milliarden Franken. Ein Jahr später soll das Armeebudget 4,55 Milliarden betragen und 2018 liege es immer noch 400 Millionen unter den geforderten 5 Milliarden, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.
Deshalb prüft die Armee derzeit drei Varianten:

  • Beim ersten Szenario verzichtet die Armee auf «Mechanisierte Mittel», also Panzer und Artillerie. Bestehendes Gerät würde ausgemustert und kein neues mehr angeschafft.
  • Szenario zwei sieht vor, dass die Luftwaffe nur noch den Flugplatz Payerne VD nutzt. Dort würden einzig Propeller-Maschinen für den Luftpolizeidienst «im unteren Luftraum» eingesetzt. Das heisst, die F/A-18-Kampfflugzeuge blieben am Boden.


→ Weiterlesen: Armee bald ohne Panzer und Kampfjets?

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus