Armeechef will Internet-Pausen für Rekruten

Wie begeistert man junge Menschen für die Schweizer Armee? Wie schafft man es, dass sich diensttaugliche Männer für das Militär und nicht den Zivildienst entscheiden? «Die Armee ist ein Spiegel der Gesellschaft, und darum muss sich auch die Armee an diese Gesellschaft anpassen», sagt Philippe Rebord (60) in seinem ersten grossen Interview, seit er zu Beginn des Jahres Chef der Schweizer Armee geworden ist.
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Wechsel zum Zivildienst soll unattraktiver werden

Wer nach Beginn der Rekrutenschule in den Zivildienst wechselt, soll sich nur noch die Hälfte der bereits geleisteten Diensttage anrechnen lassen können. Der Nationalrat hat eine Motion angenommen, gegen den Willen der Linken. Ja sagte er auch zu einer Motion, die fordert, dass Zivildienstler im Einsatz als solche erkennbar sein müssen.
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Intrigen, Beschimpfungen, schlechtes Arbeitsklima: Die Armee hat ein Führungsproblem

Der Führungsstab der Armee ist für die grossen Einsätze des Schweizer Militärs verantwortlich. Derzeit ist er aber mit anderen Fragen beschäftigt. Hat ein Kadermann einen seiner Untergebenen als «Idiot» und «Arschloch» bezeichnet? Nein, er bezeichnete ihn als «Hobbyjuristen». Dies ist eines der Resultate einer seit 2015 laufenden Disziplinaruntersuchung. Angeordnet hatte sie der damalige Armeechef André Blattmann. Er liess den Beschuldigten freistellen und 2016 die Kündigung schicken. Nun stellt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 3. Mai 2017 fest, dass die Armee den altgedienten Führungsmann zu Unrecht entlassen wollte. Es hiess seine Beschwerde gut.
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Gefährdung der Bestände der Armee durch den Zivildienst

Immer wieder wird aus zivildienstkritischen Kreisen behauptet, dass die Anzahl Zulassungen zum Zivildienst die Bestände der Armee gefährde. Solche Aussagen kommen unter anderem auch vom Chef der Armee Philippe Rebord. Auf dieser Grundlage wird die politische Diskussion geführt. Deshalb ist es wichtig, dass dabei Klarheit besteht.
1. Wie ist die Lage unter Anbetracht der Umsetzung der WEA in der Zukunft zu beurteilen?
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Wechsel zum Zivildienst erschweren

Die Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) verlangt mit der Motion, das Zivildienstgesetz anzupassen, um ein „Abschleichen“ in den Zivildienst zu erschweren. Konkret verlangt sie, dass für den Zivildienst nur noch die Hälfte der bereits bei der Armee geleisteten Diensttage angerechnet werden können. […] Der Bundesrat lehnt den Vorschlag ab. In seiner Antwort auf den Vorstoss spricht er von einer unverhältnismässigen Sanktion und einer Ungleichbehandlung der Zivildienstpflichtigen.
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Verdopplung der Panzerwaffe der Bundeswehr

Firma sucht Bewerber ohne militärische Verpflichtungen

Das türkische Erdölunternehmen KTM sucht in Genf per Inserat nach einem Ölhändler – und zwar nach einem ohne Wehrdienstpflilcht. Am Ende der Ausschreibung auf dem Online-Netzwerk Linkedin steht: «Keine militärische Verpflichtungen für männliche Bewerber.»
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Schweizer Offiziere wehren sich gegen «Jekami»-Armee und fordern «Parmelin muss die Anliegen der Miliz ernster nehmen»

„Die Schweizerische Offiziersgesellschaft, die SOG, trägt die Reform mit. Sie sieht auf dem Papier gut aus, aber wir machen uns grosse Sorgen. Die total verunglückten Reformen 95 und 21 tönten in der Theorie auch plausibel, doch die Umsetzung war ein Debakel, weil die Politik die nötigen Ressourcen gekürzt hatte. Wir von der Miliz waren in den letzten 25 Jahren viel zu anständig und hielten uns zurück. Bei der Umsetzung der WEA wollen wir deshalb von Anfang an dabei sein. Konkret: Die SOG beziehungsweise die Milizoffiziere müssen zwingend in den entscheidenden Gremien vertreten sein und Einfluss nehmen. […] Es darf auf keinen Fall passieren, dass die Armee plötzlich weniger Geld als die zugesicherten fünf Milliarden Franken pro Jahr zur Verfügung hat. Mittelfristig, nach Umsetzung der WEA, reichen die fünf Milliarden nicht mehr für den Ersatz der neuen Systeme. […] Durch die Verkleinerung der Armee ist sie nicht mehr so stark in der Gesellschaft verankert wie früher. Wir müssen der Milizarmee Sorge tragen. Deshalb müssen alle Schweizerinnen und Schweizer sensibilisiert werden, wofür es eine Armee und warum es teure Beschaffungen braucht. “ – SOG Präsident Holenstein
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Ist die Schweizer Armee kein Talentpool mehr?

Die Schweizer Armee macht mit Verteidigungsminister Guy Parmelin einen Anlauf zur Modernisierung. Der Bundesrat hat soeben Parmelins Amtsführung bestätigt. Bleibt unsere Milizarmee ein militärischer Faktor und kann die Privatwirtschaft mit den Offizieren noch etwas anfangen?

Noch vor drei Monaten zogen Offiziere der Schweizer Armee durch das Land, um Unternehmer und Spitzenmanager davon zu überzeugen, dass die Offiziersausbildung ihrer Kader der beste Weg sei für deren späteren Erfolg. Gleichzeitig empfahlen sie ihre Militärkollegen für Zivilkarrieren, denn die Aus- und Weiterbildung der heutigen Generalstabs-Schule übertreffe hinsichtlich der praktischen Führungsschulung alles, vor allem diejenige der MBA-Schulen.
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Personalprobleme bei den Truppen sind massiv

Die Revisionsstelle im Bericht war zum Schluss gekommen, dass es gerade beim Personalwesen grosse Probleme gibt, die bislang in diesem Ausmass übersehen worden waren. Zwar hätten ältere Auswertungen der Fragebögen «verschiedene offene Punkte aufgezeigt», jedoch seien «keine Anträge und Handlungsrichtlinien zur Bereitschaft abgeleitet» worden, heisst es. Auch der Revisionsbericht lag der sda vor. Zudem fehlten bei den wichtigen Quartalssitzungen zwischen Kommandanten und Armeeführung oft die Schlüsselfiguren aus dem Personalbereich. Die Sitzungen hätten damit keine «durchschlagende Wirkung» gezeigt.
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Erinnerungen an die Armee 61

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