Réduit National: Ein Film über die Schweiz im zweiten Weltkrieg

Video auf YouTube.com

Radfahrertruppen vor 125 Jahren gegründet

Wie die Kavallerie galten die Radfahrer als Eliteeinheit, lautlos im Gefecht, berühmt für ihren Korpsgeist und topfit. Mehrere von ihnen schafften es bis in den Generalsrang, einer sogar in den den Bundesrat: Finanz- und Ex-Verteidigungsminister Ueli Maurer befehligte bis 1994 ein Radfahrer-Bataillon. Dabei war es in den Anfängen mit der Disziplin offenbar nicht zum Besten bestellt: „Dank der Schnelligkeit ihrer Stahlrosse waren unsere Radfahrer meist sehr rasch den Blicken ihrer Obersten entschwunden und hatten sich in den Wirtshäusern eingenistet, aus denen sie nicht so leicht wieder herauszubringen waren“, monierte 1895 der Geschäftsbericht des Eidg. Militärdepartements.
→ Weiterlesen: Radfahrertruppen vor 125 Jahren gegründet

Die Schweiz im Kalten Krieg

Von 1945 bis 1990 tobt der Kalte Krieg, der in der Schweiz besondere Blüten treibt. Das neutrale Land ist antikommunistisch imprägniert wie kaum ein anderes Land der Welt – Grund dafür ist die geistige Landesverteidigung aus dem Zweiten Weltkrieg, die – neu aufgeladen und um 180 Grad gewendet – in der Nachkriegszeit gegen alles vermeintlich Linke eingesetzt wird. Ein neues Buch wirft nun ein Schlaglicht auf diese bleierne Zeit.
→ Weiterlesen: Die Schweiz im Kalten Krieg

Die Panzerbrigaden der Armee 95

Die Schweizer Panzertruppe hat in der vergangenen 25 Jahren nicht weniger als drei Reformen durchlaufen, mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) erfolgt in diesem Jahr bereits die Nächste. Nachfolgend die Entwicklung der Panzertruppe von 1962 – 2017.
→ Weiterlesen: Die Panzerbrigaden der Armee 95

Das ist Mr. Stgw 90

Michail Kalaschnikow drückte ab, staunte und blickte hinüber zu dem Mann, der neben ihm im Schiessstand lag. «Mein Gewehr schiesst ja auch immer, egal, wie widrig die Umstände sind. Aber so präzise wie Ihres schiesst es nicht.» Der Mann, der an diesem Nachmittag 1996 neben dem legendären russischen Waffenbauer lag, lächelte und freute sich über das gute Zeugnis, das der Russe «seiner» Waffe gerade ausgestellt hatte. Wie Kalaschnikow war auch er Waffenkonstrukteur. Nur trug «seine» Waffe – anders als Kalaschnikows Maschinengewehr – nicht seinen Namen. Wäre es in der Schweiz wie in Russland, dann sagte man dem Sturmgewehr 90 der Schweizer Armee «Brodbeck». Und das fände Eduard Brodbeck, der sich 1996 mit Kalaschnikow zum Schiessen traf, schrecklich.
→ Weiterlesen: Das ist Mr. Stgw 90

Geschichte der Schweizer Panzer (Video)

Am 15. September 1916 kamen im Ersten Weltkrieg die ersten Panzer auf den Schlachtfeldern an der Somme zum Einsatz. Fünf Jahre später beschaffte sich die Schweizer Armee ihre ersten zwei Panzerwagen. Nicht für einen Einsatz in der Truppe, sondern zu Anschauungszwecken.

Am 18. März 1921 wird das eidgenössische Militärdepartement vom Bundesrat zum Kauf von zwei französischen «Tanks» ermächtigt. 102’000 Schweizer Franken kosten die beiden Renault FT. Mit rund 7 Tonnen Gewicht und einer Spitzengeschwindigkeit von 8 km/h für heutige Massstäbe gepanzerte Leichtgewichte.
→ Weiterlesen: Geschichte der Schweizer Panzer (Video)

Parallelen zu heute: «Florida»-Affäre im Kalten Krieg

Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Wenn hierzulande grosse Rüstungsgeschäfte anstehen, dann knallt es. So auch im Falle von «Florida», einem zentralisierten Frühwarn-Radarsystem für die Flieger- und Flabtruppen: Mit neuen, in den Alpen einbetonierten Radaranlagen soll im Kalten Krieg der Luftraum weit über die Landesgrenze hinaus nach feindlichen Flugzeugen abgesucht werden. Die Übermittlung des Erspähten erfolgt elektronisch, die Abwehr mittels Mirage-Kampfjets und Bloodhound-Raketen wird zentral dirigiert. 1965 beschliesst das Parlament die Anschaffung dieses Hightech-Systems aus amerikanischer Produktion, das noch nirgends erprobt worden ist. Kostenpunkt 203 Millionen Franken. Die Linken sowie diverse Militärexperten wie der Oberstkorpskommandant und Strategiefuchs Alfred Ernst opponieren zwar: Zu kompliziert und zu verletzlich sei «Florida», zudem würden tief fliegende Objekte wie Helikopter gar nicht erfasst. Aber die Kritik ist vergeblich. Die Bürgerlichen schliessen die Reihen mit dem simplen Motto: Wer für die Landesverteidigung ist, muss «Florida» akzeptieren. Doch nur kurz nach der Mirage-Affäre folgt damit bereits der nächste Armee-Skandal.
→ Weiterlesen: Parallelen zu heute: «Florida»-Affäre im Kalten Krieg

Militärdoktrin mit langer Verfallszeit

Die Konzeption vom 6. 6. 66 ist heute kaum mehr dem Namen nach bekannt – erstaunlicherweise, denn immerhin bedeutet sie die wichtigste Weichenstellung für die Schweizer Armee im Kalten Krieg. Mit der Verabschiedung der Konzeption der militärischen Landesverteidigung durch den Bundesrat am 6. Juni 1966 finden jahrzehntelange Auseinandersetzungen um eine adäquate Schweizer Militärdoktrin ein Ende. Im sogenannten Konzeptionenstreit, der fast unmittelbar nach dem Aktivdienst 1939–1945 begonnen und in mehreren Etappen hohe emotionale Wellen geschlagen hat, stehen sich höchste Offiziere gegenüber, die grundsätzlich voneinander abweichende Vorstellungen von moderner Kriegführung haben; und auch ihre Bilder von der Rolle des Soldaten könnten unterschiedlicher nicht sein: Dem Staatsbürger in Uniform steht der zu bedingungslosem Gehorsam erzogene Untergebene gegenüber.
→ Weiterlesen: Militärdoktrin mit langer Verfallszeit

Die vermissten Alarmformationen – Der Fehlentscheid

Die Schweizer Armee muss derzeit enorme Anstrengungen unternehmen, um bei Bedarf und übers ganze Jahr verteilt etwa 2300 Soldaten zum Einsatz bringen zu können. Diesen ­kleinen Bestand nannte zuletzt der scheidende Chef der Armee, André Blattmann, im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Mehr Soldaten liegen wegen der verkleinerten Armee nicht mehr drin. Bald gefragt sein könnte die Armee nicht nur wegen ihrer Aufgaben bei der Bewältigung von Migranten- und Flüchtlingsströmen, sondern auch für Schutz-, Kontroll- und Versorgungsaufträge infolge erhöhter Terrorgefahr. Die Armeespitze muss derzeit hinter den Kulissen Prioritäten setzen, welche Einrichtungen im Notfall überhaupt noch bewacht werden können. Als fatal erweist sich vor diesem Hintergrund ein sicherheitspolitischer Fehlentscheid aus dem Jahr 2003. Bundesrat und Parlament schafften damals die Alarmformationen von Zürich, Bern und Genf mit 5000 Miliz­angehörigen ab.
→ Weiterlesen: Die vermissten Alarmformationen – Der Fehlentscheid

Alte Sperren gegen den Feind

Ursprünglich dienten die Panzerbarrikaden dazu, bei militärischen Angriffen die Weiterfahrt für Panzer zu verhindern oder zu erschweren. Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse), das für die Objekte zuständig ist, schreibt jedoch auf Anfrage: «Panzerbarrikaden sind nicht nur für die Landesverteidigung, sondern können auch dem Grenzschutz oder der Polizei behilflich sein.»
→ Weiterlesen: Alte Sperren gegen den Feind

GV 2017

ACHTUNG:
Neues Datum!

Samstag, 29. April 2017
Bern
Details

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus