Parmelin will doppelt so viele Kampfjets wie Österreich

Wie die Schweiz hat auch Österreich unlängst eine Sonderkommission mit Militärexperten eingesetzt, um die künftige Form und Grösse seiner Luftwaffe zu bestimmen. Nach mehrmonatiger Arbeit kam diese Kommission im Sommer zum Schluss, dass für Österreich eine Luftwaffe mit nur 18 Jets die optimale Lösung ist. Diese Flotte würde genügen, so heisst es im Abschlussbericht, um die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit bei Tag und bei Nacht zu gewährleisten und eine hundertprozentige Luftraumüberwachung sicherzustellen.
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Verteidigungs- und Außenminister pfeifen auf Österreichs Neutralität

Das jüngste Treffen der EU-Verteidigungs- und Außenminister in Tallinn fand vor der Kulisse eines NATO-Truppenaufmarsches im Baltikum statt. Das russisch-belorussische Großmanöver »Sapad« bot das entsprechende Feindbild. Dies schien dem österreichischen Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) der richtige Zeitpunkt und Ort, der Neutralität des Landes zu Leibe zu rücken. Er habe sich, so der gelernte Polizist, mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) abgesprochen und man sei zur Überzeugung gekommen, sich an der geplanten EU-Militärunion »auf jeden Fall zu beteiligen.«
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Schweizer Militärberater im Interessenkonflikt

Beim Militär und bei der Luftfahrt kennt sich Jakob Baumann aus. Keine Frage. Der 59-jährige Offizier aus dem Waadtland leitete die Planungsabteilung der Armee und war von 2008 bis 2011 Rüstungschef und Leiter der Armasuisse. Danach ging er in die Privatwirtschaft. Es ist also nicht verwunderlich, dass ihn das österreichische Ministerium für Landesverteidigung gemeinsam mit einem Schweizer Kollegen in eine Sonderkommission holte, die in diesem Frühsommer Empfehlungen für eine Neuorganisation der Luftraumüberwachung Österreichs abgeben sollte.
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Oesterreich: Bericht der Sonderkommission „Aktive Luftraumüberwachung“

Für die österreichische Neutralität ist von besonderer Bedeutung, dass die
Republik Österreich glaubwürdig bereit und in der Lage ist, diese jederzeit
sicherzustellen und zu verteidigen.

Seit 1975 ist das Bekenntnis der Republik Österreich zur umfassenden
Landesverteidigung in der Bundesverfassung verankert. Nach Art. 9a BundesVerfassungsgesetz
(B-VG), BGBl. Nr. 1/1930, soll insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität durch die umfassende Landesverteidigung die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes bewahrt werden.
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Oesterreich: Eurofighter wird vorzeitig abgelöst

In der heutigen Pressekonferenz gibt Verteidigungsminister Doskozil den Ausstieg aus dem System Eurofighter Typhoon bekannt. In seiner Ministerverantwortung leitet er die Beschaffung eines einzelnen Nachfolgemusters für die veralteten Saab 105 Oe Jettrainer und dem Tranche 1 Typhoon ein. Ab 2020 sollen 18 Stück eines neuen Überschall-Jets zulaufen. Diese Entscheidung fußt auf dem Bericht der Heeres-internen “Sonderkommission Aktive Luftraumüberwachung” vom 30.06.2017. […]

Mit welchen Staaten bereits Kontakt aufgenommen wurde, um die Machbarkeit und Kosten der Empfehlungen der Kommission einzuschätzen, wird nicht verraten. Von Doskozil oder Gruber wurden keine Typen genannt und auch russische Modelle nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Ohne Frage ist ein bereits bei einer Luftwaffe eingeführtes Modell mit nur einem Triebwerk zu favorisieren – der Saab JAS-39 Gripen in der Version C/D, den man eventuell gebraucht von der schwedischen Luftwaffen übernehmen könnte (war in der damaligen Ausschreibung dem Eurofighter technisch deutlich unterlegen).


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Oesterreichs Verteidigungsminister Doskozil: So rüstet das Heer auf

[W]ir [werden] die regionalen Strukturen, also die Militärkommanden in den Bundesländern, stärken und unsere Brigaden, die Kampfverbände, ausbauen. In den bundesweit vier Brigaden werden wir die Zahl der Berufssoldaten um 3.800 auf 6.000 erhöhen. Darüber hinaus werden Pensionsabgänge ersetzt. […] Wir stellen fünf neue Bataillone auf. Im Burgenland, in Kärnten, in Tirol, in Salzburg und in Oberösterreich.
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Oesterreich: Mehr Soldaten und Kasernen

Für viele Menschen ist es die lang ersehnte Trendwende beim Bundesheer: Es wird wieder mehr Soldaten und Kasernen geben. Die Militärkommandos in den Bundesländern werden gestärkt, und die Fähigkeiten für Auslandseinsätze verbessert. Das sind Eckpfeiler der Strukturreform, die Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil am Freitag präsentierte.

Kurz nach seinem Amtsantritt stoppte Doskozil den Verkauf von Kasernen. Jedes Militärkommando soll künftig ein Jägerbataillon unterstellt bekommen. Dafür müssen fünf zusätzliche Bataillone formiert werden. Es ist für die Soldaten eine neue Erfahrung. Die letzten Verbände wurden 1978 aufgestellt. Seither wurde nur mehr reduziert und stillgelegt. […]

Wohl ist ein Infanterist mit 35 Jahren zu alt für den Knochenjob am Maschinengewehr. Und es kann nicht jeder ein General werden. Die bisher ungelöste Frage: Wohin mit ihnen? Auf Basis der allgemeinen Wehrpflicht hat Doskozil darauf eine Antwort. Künftig sollen diese älteren, erfahrenen Soldaten als Ausbildner für die Rekruten eingesetzt werden. […]

Möglich macht Doskozil dieses Neuerungen unter anderem durch Einsparungen im Verteidigungsministerium und bei der Kommandostruktur. Im Ministerium wurde unter anderem eine Sektion gestrichen.


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Oesterreichs Verteidigungsminister will Einsatztruppen fast verdreifachen

Um „die Territorialkräfte“ im Hinblick auf die aktuellen Anforderungen zu stärken, soll konkret der Anteil der rasch einsatzbereiten Berufs- und Zeitsoldaten zuerst von 2.200 auf 2.500 und à la longue auf 6.000 gesteigert werden. Zum Vergleich: Aktuell sind zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs rund 1.500 Mann im Einsatz – „und wir merken schon, wo unsere Kapazitätsgrenzen liegen“, sagte Doskozil.

Deswegen sollen die mitunter personell ausgedünnten Militärkommanden in den Ländern nun wieder auf Vordermann gebracht und ihnen die Ausbildung der Grundwehrdiener überantwortet werden. Klares Ziel ist, dass die Burschen wegen der geänderten Bedrohungslage „weniger Zivildienst“ machen, wie es Commenda ausdrückte. […]
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Österreichs Kassandra

„In der griechischen Mythologie ist Kassandra die Tochter des Königs von Troja. Sie hat die Fähigkeit, Unheil vorauszusagen. Doch wegen eines Fluches des Gottes Apollon schenkt man ihr keinen Glauben.

Ähnlich schien seit Jahren die Rolle der Österreichischen Offiziersgesellschaft. In unserem Verständnis als „sicherheitspolitisches Gewissen der Republik“ haben wir stets mahnend die Stimme erhoben, wenn wieder einmal eine „Reform“ alles nur noch schlimmer gemacht hat. Denn eines war allen Reformen der letzten Jahre gemeinsam: Kaum hatte man sich auf ein sicherheitspolitisches Konzept geeinigt, fehlte das Geld zur Realisierung. Folgerichtig bezeichneten wir die Sparmaßnahmen beim Bundesheer im Jahr 2014 als Bankrotterklärung der Sicherheitspolitik. Und wir fragten, ob die Bundesregierung das Bundesheer ruinieren möchte, als im Oktober 2014 das „Strukturpaket 2018“ vorgestellt wurde. Seit Anfang 2015 warnten wir davor, dass der „ring of fire“ rund um Europa schwerwiegende Folgen auch für Österreich haben würde. Leider haben die Terroranschläge in Europa und die Massenmigration seit dem Sommer 2015 diese Lagebeurteilung dramatisch bestätigt.“ – Erich Cibulka, Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft
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Österreichischer Milizverband fordert dasselbe wie Giardino

„Es ist eingetreten, wovor wir immer gewarnt haben“, sagte Schaffer bei einer Pressekonferenz mit Gernot Schreyer, Präsident des Milizverbandes Salzburg. Die Bevölkerung habe jegliches Vertrauen in die Sicherheitspolitik verloren. „Der Volkszorn ist riesig. Mehr als 50.000 Menschen haben sich schon selbst bewaffnet. Das ist ein Alarmsignal“, meinte Schaffer. Grund dafür sei die völlig verfehlte Politik der letzten Jahre. „Es braucht einen echten Kurswechsel. Nur ein Wording-Wechsel zur Wählerberuhigung wird nicht reichen“, so Schaffer in Richtung des von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Konkret fordert der Milizverband, dass der Verkauf von Waffen, Fahrzeugen und Gebäuden sowie alle andere „Reformmaßnahmen“ sofort gestoppt werden, dass das Milizsystem wieder hergestellt und ausgebaut werde und im Zuge des Grundwehrdienstes wieder verpflichtende Übungen eingeführt werden. Die Politik habe mit Hilfe des Generalstabs den Grundwehrdienst absichtlich unattraktiv gemacht und sabotiert. „Mit dem Ergebnis, dass er in seiner jetzigen Form sinnlos ist“, so Schaffer. […]

Er legte dem neuen Minister weiters nahe, einen „Kassensturz“ bzw. „Zustandsbericht“ über das Bundesheer zu machen, um das Leistungsvermögen des Militärs zu erheben. Das solle aber nicht vom Generalstab, sondern von externen Experten gemacht werden.
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Erinnerungen an die Armee 61

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