Schweden übt den Krieg

Es geht Schlag auf Schlag: Während Moskau diese Woche sein Grossmanöver Sapad 2017 beginnt, hat Schweden die Kriegsspiele Aurora 17 bereits eröffnet – die grössten in dem Land seit 23 Jahren. Während sich Moskau in offizieller Leseart gegen die Gefahr aus dem Westen verteidigt, rüstet Schweden gegen eine russische Intervention. Obwohl das Land im Frieden allianzfrei und im Krieg neutral ist, machen bei den Manövern Soldaten aus mehreren Nato-Staaten mit. Allein die USA stellen 1000 der insgesamt rund 20’000 Mann. Warum dieser massive Aufmarsch in einem Land, das noch vor wenigen Jahren für UNO-Friedensmissionen probte statt für den Krieg?
→ Weiterlesen: Schweden übt den Krieg

Die Armee lockt angehende Offiziere mit Geld

Der Schweizer Armee fehlt es an Offizieren. Diesen Mangel will Verteidigungsminister Guy Parmelin mit einem Griff in die Militärkasse bekämpfen: Wer sich zum höheren Unteroffizier oder Offizier ausbilden lässt, dem soll die Armee mehrere tausend Franken an eine zivile Aus- oder Weiterbildung zahlen – an ein Studium etwa oder auch an eine Sprachschule im Ausland.

Die Armee rechnet für 2018 bis 2021 mit Kosten von zirka 23 Millionen Franken, wie Armee-Sprecherin Delphine Allemand erklärt. Eine entsprechende Verordnung soll der Bundesrat noch dieses Jahr verabschieden. Obwohl dieser Schritt noch aussteht, informiert das Verteidigungsdepartement online bereits detailliert über die Gutschriften. Anträge dafür könnten schon gestellt werden, heisst es – immerhin mit dem Hinweis, die Angaben seien ohne Gewähr, da die Verordnung noch in Bearbeitung sei.

Während die Behörden die Internetseite aktualisierten, gingen die Sicherheitspolitiker offenbar vergessen. CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler (LU) etwa ist überrascht über die ­geplante Einführung der Ausbildungsgutschriften. Die Sicherheitspolitische Kommission sei nicht über die Pläne informiert worden, sagt sie: «Das ist störend.» 
→ Weiterlesen: Die Armee lockt angehende Offiziere mit Geld

«Beste Armee» am falschen Ort

Erst recht nicht angesprochen wurde im 22 Minuten langen Propagandafilm von SRF-Reporter die gefährliche Abhängigkeit von der US-Navy, in welche Armeeführung, Bundesrat und Parlament unsere Luftwaffe mit dem Kauf des US-Jets F/A-18 hineinmanövriert haben: Für Wartung und Betreuung der Elektronik dieser Kampfjets ist zu grossen Teilen die US-Navy-Base China Lake in Kalifornien zuständig. Auf entscheidende Elemente der F/A-18- Elektronik haben Schweizer Armee-Ingenieure keinen Zugriff. Das gilt erst recht für die Luft-Luft-Raketen AMRAAM (Advanced Medium Range Air to Air Missile) der F/A-18. Das ist alles «plombiert» und nur Fachleuten der US-Navy vorbehalten.
→ Weiterlesen: «Beste Armee» am falschen Ort

Ein Schweizer auf dem Flugzeugträger (Video)

Eigentlich liegt die Heimatbasis von Militärpilot Andreas Kuhn in Meiringen. Aber der Luzerner ist weit weg von zu Hause – in Virginia Beach, an der amerikanischen Ostküste. Dort steht er vor der grössten Herausforderung seiner fliegerischen Karriere: dem Starten und Landen auf einem Flugzeugträger.
→ Weiterlesen: Ein Schweizer auf dem Flugzeugträger (Video)

Umstrittene Bildungsoffensive der Armee

Bald sind die Semesterferien vorbei und es gilt wieder ernst für die Studentinnen und Studenten in der Schweiz. Einige von ihnen starten mit einem Punktevorsprung – und zwar jene, die in der Armee weitermachen: Offiziere und höhere Unteroffiziere können sich ihre militärische Führungsausbildung unter gewissen Umständen ans Studium anrechnen lassen. Entsprechende Vereinbarungen hat die Armee in den vergangenen Jahren mit Hochschulen abgeschlossen. Das Ziel: die militärische Laufbahn wieder attraktiver machen und den Kadernachwuchs sichern.
→ Weiterlesen: Umstrittene Bildungsoffensive der Armee

Rückblick der Schweizer Armee 2016 – Armee in Zahlen

Informationen auf vtg.admin.ch

Schneller ins Cockpit: Die Schweizer Luftwaffe verkürzt Piloten-Ausbildung um zwei Jahre

Über 300 junge Männer und Frauen bewerben sich jedes Jahr bei der Schweizer Luftwaffe – sie wollen Pilot oder Pilotin werden. Auf die wenigen, die die Eignungsprüfung bestehen, wartete bisher eine sehr lange Ausbildung. Sieben Jahre dauerte es bis zum vollwertigen Kampfjet- oder Helikopter-Piloten. Doch: Das war einmal.

Die Führung der Schweizer Armee hat entschieden, die Ausbildung um zwei Jahre zu verkürzen und umzustrukturieren. Und zwar beinahe ab sofort: Bereits jene, die im September ihre Ausbildung beginnen, werden nur noch fünf Jahre ausgebildet. Die Verkürzung erfolgt komplett zulasten der theoretischen Ausbildung. Bislang musste jeder zukünftige Militärpilot drei Jahre Aviatik an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) studieren – eine akademische Ausbildung, die zukünftig wegfällt.
→ Weiterlesen: Schneller ins Cockpit: Die Schweizer Luftwaffe verkürzt Piloten-Ausbildung um zwei Jahre

Die Armee baut sich um, das Glarnerland profitiert

Weiterentwicklung der Armee (Wea) heisst das Projekt, das in der Schweizer Armee fast keinen Stein auf dem anderen lässt. Unter anderem verschwinden viele Schiessplätze. Das Glarnerland kommt nicht nur glimpflich davon, sondern profitiert: In Wichlen sollen bald 40 Wochen im Jahr Truppen stationiert sein.
→ Weiterlesen: Die Armee baut sich um, das Glarnerland profitiert

Armeebotschaft 2017 im Nationalrat

Schweizer Kampfjet-Piloten sollen vorerst keine Bombenabwürfe trainieren. Im Zusammenhang mit dem Rüstungsprogramm 2017 hat der Nationalrat am Donnerstag den Kauf von Übungsmunition für 20 Millionen Franken abgelehnt. […]

Im Rat verteidigte aber nur die SVP den Antrag mit Herzblut. Wenn das Erdkampf-Training erst mit den neuen Kampfjets aufgenommen werde, gingen fünf bis sieben Jahre verloren, sagte Thomas Hurter (SH). Die FDP war zwar nicht grundsätzlich dagegen, dass Schweizer Kampfjets Bomben abwerfen können. Aus finanzpolitischen Gründen stimmte jedoch fast die Hälfte der Fraktion gegen die Aufstockung der Rüstungsausgaben.
→ Weiterlesen: Armeebotschaft 2017 im Nationalrat

CdA: «Junge Kompaniekommandanten haben keine Ahnung von Mobilmachung»

An einer Konferenz der europäischen Armeechefs sagten mir kürzlich alle Kollegen, dass sie derzeit nicht 35’000 Mann innert zehn Tagen aufbieten könnten. Wir sind eine Armee, die sehr rasch und flexibel zum Einsatz kommen kann. Die abgestufte Bereitschaft existiert bereits: Erst werden die Profis eingesetzt, dann die Durchdiener und dann die WK-Formationen. Dazu sollen künftig innert drei Tagen 8000 Milizsoldaten einsetzbar sein.
→ Weiterlesen: CdA: «Junge Kompaniekommandanten haben keine Ahnung von Mobilmachung»

Erinnerungen an die Armee 61

Unterstützen Sie uns!

Spin Doctors im Bundeshaus