Blattmann setzt Militärjustiz gegen Luftwaffenchef in Marsch

Das gescheiterte Raketenprojekt Bodluv führt zu einem Nachbeben an der ­Armeespitze. Ohne die Öffentlichkeit zu informieren, hat die Militärjustiz Ermittlungen gegen den Kommandanten der Luftwaffe, Aldo Schellenberg, aufgenommen. Auslöser war der Verdacht, Korpskommandant Schellenberg habe militärische Informationen an eine unbefugte Drittperson verraten.

Damit die Militärjustiz aktiv werden darf, braucht sie einen Befehl des zuständigen Kommandanten. Diesen hat im Fall Schellenberg der Armeechef persönlich unterzeichnet. «Korpskommandant André Blattmann erteilte am 16. November 2016 den entsprechenden Untersuchungsbefehl für eine vorläufige Beweisaufnahme», erklärte am Mittwochnachmittag der Sprecher der Militärjustiz, Tobias Kühne, zu entsprechenden Recherchen des «Tages-Anzeigers».
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CdA: „Mit geschlossenen Reihen sind wir imstande, vieles zu bewegen“

Es ist mir ein Anliegen, Ihnen für Ihre permanente und grosse Unterstützung in den vergangenen Jahren zu danken. Wenn ich zurückblicke, dann stelle ich fest, dass es uns gelungen ist, in verschiedenen Bereichen markante Verbesserungen zu erzielen. Konkret handelt es sich um Verbesserungen in den Bereichen Einsätze, Bereitschaft, Ausrüstung, Ausbildung, Finanzen, Bestand und Resultate der Studie Sicherheit der ETH Zürich. Lassen Sie mich das kurz ausführen.
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André Blattmann: Der oberste Soldat der Schweiz tritt ab

1976 machte er die RS, wurde dann Berufssoldat und 2009 Chef der Armee. Als Bundesrat Guy Parmelin das Militärdepartement übernahm, waren seine Tage als Armeechef gezählt. Jetzt tritt André Blattmann ab und ist Gast von Susanne Brunner.
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CdA: Stabsübergabe

Aufgaben erwarten Philippe Rebord ab 1. Januar so einige: Als erstes muss er die Schlüsselpositionen der neuen Armeestruktur besetzen. Mit der Reform wird die Armee und ihre Führungsstruktur neu gegliedert. Die Truppe wird verkleinert und die Infrastruktur abgebaut. Als grösste Herausforderung bezeichnete Rebord die Umsetzung der Armeereform WEA. Diese beginnt Anfang 2018.
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Befehlsausgabe: Drei vor zwölf

Es ist drei vor zwölf. Natürlich nur im übertragenen Sinn. Weil es meine drittletzte Kolumne für den Blick am Abend ist. Und damit durchaus die richtige Zeit, um Ihnen einige Lehren zu präsentieren, welche ich nach fast acht Jahren als Chef der Armee ziehen kann. Ich möchte mit deren drei beginnen. […]

Der intensive Austausch mit unseren militärischen Milizorganisationen führt nachweislich zu besseren Lösungen. […]

Es braucht eine klare Kommandoordnung


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Jahresbericht Schweizer Armee 2015

„Ich bin stolz darauf, dass wir auch 2015 sämtliche unserer Aufträge erfüllt und somit erneut den Tatbeweis erbracht haben, die Aufgabe als einzige strategische Sicherheitsreserve unseres Landes wahrzunehmen.“ – CdA
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Der Bundesrat ernennt Philippe Rebord zum neuen Chef der Armee

Der zukünftige Chef der Armee ist in Bovernier VS und Lausanne VD heimatberechtigt, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Er studierte an der Universität Lausanne Geschichte, Geographie und Französisch und schloss mit der Licence ès lettres ab. Am 1. Januar 1985 ist er in das Instruktionskorps der Infanterie eingetreten, wo er als Einheitsinstruktor arbeitete und verschiedene Schulen leitete. Nach einem Studienaufenthalt am Collège interarmées de défense in Paris wurde Divisionär Rebord Stabschef der Generalstabsschulen. Auf den 1. Januar 2009 hat ihn der Bundesrat zum Kommandant der Infanteriebrigade 2 ernannt und zum Brigadier befördert. Per 1. Januar 2014 wurde er durch den Bundesrat unter gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär zum Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee (Kdt HKA) / Chef Stab Operative Schulung (SCOS) ernannt. Seit dem 1. April 2016 ist er gleichzeitig Stellvertretender Chef der Armee. 
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Blattmann träumt bis zuletzt

Dass die Armeefreunde ihre Ansicht vor dem Volk verteidigen müssen, ist nichts Ungewöhnliches. Die feindlich gesinnte GSoA zwang sie in den letzten Jahren immer wieder dazu. In den letzten Monaten war das aber anders. Ausgerechnet die sehr armeefreundliche Gruppe Giardino hatte das Referendum gegen die «Weiterentwicklung der Armee» lanciert, weil die Truppe dadurch zu sehr geschwächt werde.

Doch die Unterschriftensammlung war nicht von Erfolg gekrönt. Damit steht der Reform nichts mehr im Wege. Allerdings dürfte das Hickhack zwischen den Armeefreunden Spuren hinterlassen haben. In einem Brief wendet Blattmann sich deswegen an die Präsidenten der Milizverbände, die zu den «glaubwürdigsten und wichtigsten Botschaftern» der Armee gehören würden.
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Wie gut ist die Armee vor Cyberangriffen geschützt, Herr Blattmann?

Die Schweizer Armee ist laut Aussagen von Armeechef André Blattmann gut geschützt vor Cyber-Angriffen. Doch nach der Spionage-Attacke auf die Ruag behalte der Kampf gegen potenzielle Bedrohungen von kritischen Infrastrukturen Vorrang, sagte Blattmann.

Über 30’000 Computer des Netzes der Armee seien nach dem Angriff auf den bundeseigenen Rüstungskonzern Ruag überprüft worden, führte der Ende Jahr abtretende Armeechef am Montag in Genf vor Medienvertretern aus. Ein Virus sei nicht gefunden worden.
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Parlament soll über Armee-Chef entscheiden

Die Gripen-Beschaffung: abgelehnt. Die Duro-Repartur: überteuert. Das Bodluv-Projekt: sistiert. «Nach all diesen Skandalen ist es höchste Zeit, in der Armee aufzuräumen», sagt Nationalrat Angelo Barrile (SP, 39). Er plant einen entsprechenden Vorstoss. Dieser könnte den obersten Armee-Posten treffen: Ende Jahr tritt André Blattmann (60) zurück. Über den Nachfolger entscheidet alleine der Bundesrat – bis jetzt. «Ein Vorstoss könnte darin bestehen, dass neu das Parlament die Wahl des Armeechefs bestätigt», so Barrile. «Damit nicht persönliche Präferenzen des Bundesrats entscheiden, sondern die fachliche Kompetenz.»
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