Stellungnahme zum verurteilten Giardino-Mitglied

Die Gruppe Giardino hat das Urteil des Militärgerichts 5 vom letzten Freitag, 8. Dezember 2017 zur Sache „Kotz-Brotz-Rede von KKdt Blattmann“ zur Kenntnis genommen. Willi Vollenweider, Präsident Gruppe Giardino: „Wir sind erleichtert, dass unser Mitglied in zwei von drei Anklagepunkten freigesprochen wurde. Die Verurteilung zum Punkt „Aufnahme und Weitergabe“ erachten wir als nicht nachvollziehbar.“ 

Das Gericht hat den Angeklagten wegen „mehrfacher Verletzung von Dienstvorschriften“ zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 90 Franken und 900 Franken Busse verurteilt. Dazu kommen 800 Franken Gerichtsgebühren. Bezüglich einer „Verletzung von Dienstgeheimnissen“ und der Weitergabe an die Medien hat das Gericht den Angeklagten als „nicht schuldig“ erklärt.


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Sicherheitslage bereitet Armeechef Philipp Rebord Sorgen

«Die Lage könnte rasch eskalieren», sagt der neue Chef der Armee Philipp Rebord im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» – einem der wenigen, die er seit seinem Amtsantritt gegeben hat.Die Schweizer Armee brauche deswegen nach wie vor schwere Mittel wie Kampfpanzer, Kampfflugzeuge oder Artillerie.
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Tagesgespräch mit Philippe Rebord, Chef der Schweizer Armee

Er gilt als sachlich, zielstrebig und als stiller Schaffer – und er hat den Auftrag, die nächste Armeereform reibungslos über die Bühne zu bringen. Von Armeechef Philippe Rebord weiss man in der Deutschschweiz wenig – nun ist er Gast im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.
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BaZ: Die Schweizer Generäle blieben sitzen

Und in der Schweiz? Mit dem Schritt von der «Armee 95» zur «Armee XXI» im Jahr 2003 wurde die Mobilisierungsfähigkeit abgeschaft. Man bezahlte fortan, bis heute, Milliarden für eine Einrichtung, die man gar nicht aufbieten kann. Rücktritt des Chefs der Armee, wie der Generalstabschef seit Anfang 2004 hierzulande heisst? Nein. Nicht mal eine Androhung gegenüber den Sicherheitspolitikern. Die Armeespitze trug das Ganze begeistert mit, weil sich hierzulande keinerlei Gefahr abzeichne.

Rücktritt, Rücktrittsdrohung, nicht mal eine Warnung vor den Konsequenzen erfolgte, auch bei der Schliessung aller Militärflugplätze bis auf drei nicht. Dabei ist klar, Luftverteidigung von nur gerade einmal drei Standorten aus ist unmöglich. Wo die neuen Kampfflugzeuge einmal geschützt parkiert werden sollen, sollten es mehr als drei Staffeln à zwölf Jets sein, man weiss es nicht.
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Frankreich: Armeechef tritt wegen Sparkurs zurück

Im Streit um Sparvorhaben bei der französischen Armee ist der oberste Militär des Landes zurückgetreten. „Ich habe heute beim Präsidenten meinen Rücktritt eingereicht„, teilte Generalstabschef Pierre de Villiers mit. Emmanuel Macron habe dieses Gesuch angenommen. „Ich sehe mich nicht weiter imstande, das Modell einer Armee aufrechtzuerhalten, an das ich glaube, um die Sicherheit Frankreichs und der Franzosen zu garantieren„, sagte der General. […]

De Villiers sagte, er habe es als seine Pflicht angesehen, seine Sorgen über die Sparmaßnahmen „hinter verschlossener Tür, in aller Transparenz und Wahrheit“ kundzutun. Der 60-Jährige hatte vergangene Woche vor dem Verteidigungsausschuss die vorgesehenen Einsparungen von 850 Millionen Euro stark kritisiert.

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Communiqué du général d’armée Pierre de Villiers 19 juillet 2017:

«Dans les circonstances actuelles, je considère ne plus être en mesure d’assurer la pérennité du modèle d’armée auquel je crois pour garantir la protection de la France et des Français, aujourd’hui et demain, et soutenir les ambitions de notre pays. Par conséquent, j’ai pris mes responsabilités en présentant, ce jour, ma démission au Président de la République, qui l’a acceptée.»


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Die ganze Misere der Schweizer Armee in 8 Zitaten – aus dem Mund des Armeechefs

Der neue Chef der Armee, Philippe Rebord, denkt in einem Interview laut darüber nach, wie sich künftige Generationen für den Dienst am Vaterland begeistern lassen. Und vermittelt dabei vor allem einen Eindruck davon, wie tief die Armee in der Krise steckt.
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Armeechef will Internet-Pausen für Rekruten

Wie begeistert man junge Menschen für die Schweizer Armee? Wie schafft man es, dass sich diensttaugliche Männer für das Militär und nicht den Zivildienst entscheiden? «Die Armee ist ein Spiegel der Gesellschaft, und darum muss sich auch die Armee an diese Gesellschaft anpassen», sagt Philippe Rebord (60) in seinem ersten grossen Interview, seit er zu Beginn des Jahres Chef der Schweizer Armee geworden ist.
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Bruno Lezzi: «Wenn Rebord über zu wenig Geld jammert, schadet das der Armee»

Die Weiterführung der Armee (WEA) ist beschlossene Sache. Das Parlament hat das Budget abgesegnet und ein Referendum ist gescheitert. Das heisst, ab 2018 setzt die Armee die beschlossenen Massnahmen um, und bis im Jahr 2021 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Der Militärexperte Bruno Lezzi ist «gedämpft optimistisch», dass nach diesen drei Jahren alles so funktioniert, wie es sollte. Für SRF News nimmt er zu den vier grössten Veränderungen Stellung.
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Ein Teamplayer bringt Ruhe in die Armee

«Der Chef ist derjenige, der die anderen braucht»: So umreisst Philippe Rebord, was er unter Führung versteht. Es ist kein Zufall, dass der Chef der Armee dieses Zitat des französischen Dichters und Lyrikers Paul Valéry gewählt hat, um sich gestern nach 100 Amtstagen den Medien zu präsentieren. Denn es zeigt: Der Gebieter über zurzeit 160000 und künftig immerhin noch 100000 Soldaten ist ein ­Teamplayer. Damit grenzt er sich von Vorgänger André Blattmann ab, der als ausgeprägter Selbstdarsteller galt. Die Unterschiede sind auch sonst augenfällig. Während sich Blattmann gerne mit Ja-Sagern umgab, und Kritiker entweder links liegen liess oder in die Wüste schickte, kann Rebord offensichtlich besser mit abweichenden Meinungen umgehen.
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Armeechef Rebord will mehr Geld

Geht es nach ihrem Chef Philippe Rebord, braucht die Armee künftig mehr Geld. Die vom Parlament beschlossenen 5 Milliarden Franken pro Jahr genügten langfristig nicht, erklärte er am Montag vor Journalisten in Bern.

Rebord erinnerte an die in die Jahre gekommene Artillerie, die Panzer und die Radschützenpanzer. Entweder könne man diese Waffensysteme ersetzen, oder es entstehe eine Fähigkeitslücke, erklärte der Armeechef an einer Medienkonferenz anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt. Wie viel Geld es dafür brauche, sei noch nicht klar.
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Erinnerungen an die Armee 61

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