Der Bundesrat ernennt Philippe Rebord zum neuen Chef der Armee

Der zukünftige Chef der Armee ist in Bovernier VS und Lausanne VD heimatberechtigt, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Er studierte an der Universität Lausanne Geschichte, Geographie und Französisch und schloss mit der Licence ès lettres ab. Am 1. Januar 1985 ist er in das Instruktionskorps der Infanterie eingetreten, wo er als Einheitsinstruktor arbeitete und verschiedene Schulen leitete. Nach einem Studienaufenthalt am Collège interarmées de défense in Paris wurde Divisionär Rebord Stabschef der Generalstabsschulen. Auf den 1. Januar 2009 hat ihn der Bundesrat zum Kommandant der Infanteriebrigade 2 ernannt und zum Brigadier befördert. Per 1. Januar 2014 wurde er durch den Bundesrat unter gleichzeitiger Beförderung zum Divisionär zum Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee (Kdt HKA) / Chef Stab Operative Schulung (SCOS) ernannt. Seit dem 1. April 2016 ist er gleichzeitig Stellvertretender Chef der Armee. 
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Blattmann träumt bis zuletzt

Dass die Armeefreunde ihre Ansicht vor dem Volk verteidigen müssen, ist nichts Ungewöhnliches. Die feindlich gesinnte GSoA zwang sie in den letzten Jahren immer wieder dazu. In den letzten Monaten war das aber anders. Ausgerechnet die sehr armeefreundliche Gruppe Giardino hatte das Referendum gegen die «Weiterentwicklung der Armee» lanciert, weil die Truppe dadurch zu sehr geschwächt werde.

Doch die Unterschriftensammlung war nicht von Erfolg gekrönt. Damit steht der Reform nichts mehr im Wege. Allerdings dürfte das Hickhack zwischen den Armeefreunden Spuren hinterlassen haben. In einem Brief wendet Blattmann sich deswegen an die Präsidenten der Milizverbände, die zu den «glaubwürdigsten und wichtigsten Botschaftern» der Armee gehören würden.
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Wie gut ist die Armee vor Cyberangriffen geschützt, Herr Blattmann?

Die Schweizer Armee ist laut Aussagen von Armeechef André Blattmann gut geschützt vor Cyber-Angriffen. Doch nach der Spionage-Attacke auf die Ruag behalte der Kampf gegen potenzielle Bedrohungen von kritischen Infrastrukturen Vorrang, sagte Blattmann.

Über 30’000 Computer des Netzes der Armee seien nach dem Angriff auf den bundeseigenen Rüstungskonzern Ruag überprüft worden, führte der Ende Jahr abtretende Armeechef am Montag in Genf vor Medienvertretern aus. Ein Virus sei nicht gefunden worden.
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Parlament soll über Armee-Chef entscheiden

Die Gripen-Beschaffung: abgelehnt. Die Duro-Repartur: überteuert. Das Bodluv-Projekt: sistiert. «Nach all diesen Skandalen ist es höchste Zeit, in der Armee aufzuräumen», sagt Nationalrat Angelo Barrile (SP, 39). Er plant einen entsprechenden Vorstoss. Dieser könnte den obersten Armee-Posten treffen: Ende Jahr tritt André Blattmann (60) zurück. Über den Nachfolger entscheidet alleine der Bundesrat – bis jetzt. «Ein Vorstoss könnte darin bestehen, dass neu das Parlament die Wahl des Armeechefs bestätigt», so Barrile. «Damit nicht persönliche Präferenzen des Bundesrats entscheiden, sondern die fachliche Kompetenz.»
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Verkommt die Schweiz zu einer Militärdiktatur?

Das Bürgerkomitee ist empört, dass der (noch) Chef der Armee (CdA) André Blattmann die Armeebefehlsgebung 2018-2021 eigenmächtig in Kraft gesetzt hat, bevor die Revision des Militärgesetzes (MG) politisch endgültig entschieden ist.

Der CdA hat sich wiederholt öffentlich verlauten lassen, mit der Schlussabstimmung vom 18. März 2016 der Eidgenössischen Räte sei die Änderung der Rechtsgrundlagen und damit die sogenannte Weiterentwicklung der Armee („WEA“) politisch entschieden. In der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift (ASMZ) vom Juni 2016 ist zu lesen: „Am 27. April 2016 hat die Armeeführung die Armeebefehlsgebung per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt.“ Gleichzeitig wurde die „Führungsstruktur der Schweizer Armee ab 1. Januar 2018“ befohlen.
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«Ist die Armeeführung wirklich belastbar?»

Carlo Schmid stellt die Frage in der Freitagsrunde, nach der emotionalen Rede von Armee-Chef André Blattmann, die diese Woche publik wurde. Was ist da los hinter den Kulissen fragt sich die Runde? Und wie war eigentlich die Woche für VBS-Chef Guy Parmelin? Alles andere als einfach.
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Parmelin zitiert Armeechef zu sich

Nach der verbalen Entgleisung von André Blattmann hat Verteidigungsminister Guy Parmelin seinen Armeechef am Mittwoch zu sich zitiert. «Es hat ein Vieraugengespräch stattgefunden zwischen dem Chef der Armee und dem Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport», sagte Parmelins Kommunikationschef Urs Wiedmer auf Anfrage. Dabei habe Parmelin dem Armeechef «dezidiert dargelegt, dass es nicht angezeigt ist, dass militärische Kader sich zum sistierten Rüstungsprojekt Bodengestützte Luftverteidigung (Bodluv) äussern, solange die Untersuchungen noch laufen».
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Armeechefs ohne Demokratie

Wir schreiben das Jahr 2016. Einmal mehr hat sich die Schweizer Armee verspekuliert. Die vorgesehenen Lenkwaffen für eine bodengestützte Luftabwehr waren untauglich. Nachdem die «Rundschau» von SRF darüber berichtet hatte, war die Reaktion von André Blattmann laut «Zentralschweiz am Sonntag» darauf folgende: «Ich freue mich, wenn man den Missetäter, den Verräter findet, und ich freue mich, wenn wir diesen im übertragenen Sinne auf die Schlachtbank führen können.» Dies vor über 150 Generalstabsoffizieren. Der «widerliche Kerl» hätte die «Zukunft unserer Armee und unserer Doktrin» in Frage gestellt. Sorry, hab ich etwas falsch verstanden? Nicht die Tatsache, dass unbrauchbare Lenkwaffen bestellt wurden, enerviert den Korpskommandanten, sondern dass die Unbrauchbarkeit an die Öffentlichkeit gelangt ist? Und pardon: Gibt es in der Schweizer Armee eine Schlachtbank, auf die offensichtlich «Verräter» geführt werden?
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Blattmann zielt auf Parmelin

Mit seinem absichtlichen Versprecher «Sandro Kotz, äh Brotz», hat sich André Blattmann in die Schlagzeilen gebracht. Darüber freuen kann sich ausgerechnet der anvisierte Moderator der SRF-Sendung «Rundschau»: Er darf die Entgleisung des Armeechefs durchaus als journalistische Auszeichnung abbuchen. Doch Blattmanns Zorn gilt Brotz nur vordergründig. In Tat und Wahrheit richtet sich seine Kritik gegen seinen Chef. Blattmann haut den Sack und meint – Guy Parmelin.
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Blattmann entschuldigt sich für «Kotz-Brotz» – aber…

Nach kritischer Berichterstattung über das Projekt für eine bodengestützte Luftabwehr (Bodluv) schoss Armeechef André Blattmann scharf gegen «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz und bezeichnete ihn als «Sandro Kotz».

Nun antwortet Blattmann mit einer schriftlichen Entschuldigung, die sich bereits über die sozialen Medien verbreitet. Bevor er zu seiner eigentlichen Botschaft vordringt, bedauert er den Ton, den er angeschlagen hat: «Ich bin mir bewusst, dass ich vor einem militärischen Publikum sehr drastisch formuliert und die Öffentlichkeit damit allenfalls vor den Kopf gestossen habe, was ich bedaure.» Danach kommt er zur Sache: «Ich entschuldige mich bei Herrn Sandro Brotz in aller Form für die unangebrachte, persönliche Verunglimpfung».
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Erinnerungen an die Armee 61

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